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RE: Vor der Schöpfung...

#31 von Annaxim , 06.06.2011 09:28

Zitat von aiem
Vielleicht meint Bamma ja nur, dass Zufall nicht alles ist.

Selbst wenn, dann hat Bamma den Sinn meines Beitrags nicht verstanden.

Mir ging es nicht um den Zufall unseres Universums sondern darum, dass sich die Physiker in ihr Weltbild der modernen Kosmologie festgebissen haben — sie geben zwar zu, dass ihr Modell die Wirklichkeit nicht wiederspiegelt und gravierende Fehler aufweist (weil sie damit nur 5% des Universums beschreiben können), aber sie machen trotzdem weiter als gäbe es diese Diskrpanzen nicht, eben weil sie glauben das sei das einzige "Spiel" das es zu spielen lohnt!
Ich bezeichne mich auf diesem Gebiet als interessierter Zuschauer und lese alles was mir dazu in die Finger kommt, aber ich bin ein Laie und viel zu wenig mit der Materie vertraut um wirklich mitreden zu können (vor allem fehlen mir die mathematischen Grundlagen).

Ich finde einfach, es wird allmählich Zeit dass mal Jemand einen Einfall bekommt, der die Kosmologie aus der momentanen Sackgasse führt.


Zitat von aiem
Ich kenne durch Annaxim erst zwei Zitate von R. Feynman, und beide finde ich treffend.

So ist es...
Für mich ist Feynman einer der ganz Großen Physiker des 20. Jh — er steht ganz oben neben Einstein, Planck, Heisenberg, Schrödinger, Born, Dirac, usw...


Ich bin nicht skeptisch weil ich nicht glauben will, sondern weill ich wissen will.

 
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RE: Vor der Schöpfung...

#32 von 667-NeighbourOfTheBeast , 06.06.2011 09:52

Zitat
Meine Güte, 667 - und diese Frage ausgerechnet von dir, du alter Sex-Profi?? Weißt du denn nicht: Sex passiert im Kopf!


Au ja, Oralverkehr, geil!

Zitat
Wer so etwas denkt, leidet an hoffnungsloser Selbstüberschätzung.


Mit dem Unterschied, daß er nicht leidet.


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RE: Vor der Schöpfung...

#33 von aiem , 06.06.2011 10:39

Zitat von 667-NeighbourOfTheBeast

Zitat
Meine Güte, 667 - und diese Frage ausgerechnet von dir, du alter Sex-Profi?? Weißt du denn nicht: Sex passiert im Kopf!


Au ja, Oralverkehr, geil!




Nicht so einfach, wenn man allein ist! Es sei denn, Gott ist göttlich bestückt.


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RE: Vor der Schöpfung...

#34 von Instant Karma , 06.06.2011 11:18

Zitat von aiem
Eigentlich müsste man schon lange erkannt haben, dass man mit reiner Logik, gerade, was die elementaren Fragen betrifft, keinen Schritt weiterkommt.



Aber wir kommen doch voran. Ständig, Schritt für Schritt. Man könnte es natürlich auch auf die religiöse Art machen und für die nächsten 2000 Jahre eine "Wahrheit" verkünden.

Zitat von aiem
Man muss sich da ins"Labor der direkten Erfahrung"



Die "direkte Erfahrung" ist so eine Wahrnehmungsgeschichte und damit grundsätzlich subjektiv und fehleranfällig. Das fängt schon bei optischen Täuschungen an, wie wollen wir Menschlein uns dann anmaßen, auf DIE Art das Universum zu begreifen? Würde ein Steinzeitmensch ein Flugzeug begreifen können, so ganz intuitiv? Wohl eher nicht, es sei denn er holt das erforderliche Wissen irgendwie ein, das natürlich auf Logik basiert und nicht auf irgendwelchen persönlichen Erfahrungen des Steinzeitmenschen.

Zitat von Annaxim
Das anthropische Prinzip ist (wie es der Name sagt) eine interessante und wohl auch logische Ide aber sie ist keine wissenschaftliche Theorie die man überprüfen (falsifizieren) könnte.



Korrekt. Den Anspruch erhebe ich hier aber auch gar nicht. Ich habe nur aiems Frage beantwortet was MEINE Art zu glauben von IHRER unterscheidet.

Zitat von Annaxim
Aber genau um dieses "etwas besonderes" geht es doch beim anthropischen Prinzip, zumindest wenn wir davon ausgehen, dass unser Universum eines der ganz wenigen unter Milliarden Billionen (besser 10 hoch 500) Möglichen ist, welches Leben und Intelligenz hervorzubringen vermag.



Das anthropische Prinzip nimmt keine Wertung vor. Es stellt nur den trivialen Zusammenhang fest, dass Blumen, die nur auf Erde wachsen können auch nur auf Erde wachsen. Damit ist nicht gesagt, dass es vielleicht viel besonderere Blumen geben kann oder das Blumen selbst vielleicht total langweilig und uninteressant sind, wenn man sie mit anderen Lebewesen vergleicht.

Zitat von Bamma
Poker ist ein Glücksspiel, Annaxim ?



Ein kluger Satz! Bei für den Laien hochabstrakt erscheinenden Dingen wie dunkle Materie etc. geht es nicht ums Raten ins Blaue. Hier werden Erkenntnisse extraploiert und Vorhersagen gemacht, die sich prinzipiell experimentell überprüfen lassen. Man erhöht damit die Wahrschienlichkeit auf einen Treffer beträchtlich. -Wie beim Poker.


 
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RE: Vor der Schöpfung...

#35 von 667-NeighbourOfTheBeast , 06.06.2011 11:38

Zitat
Nicht so einfach, wenn man allein ist! Es sei denn, Gott ist göttlich bestückt.


Oder sehr gelenkig.
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RE: Vor der Schöpfung...

#36 von aiem , 06.06.2011 12:14

"Aber wir kommen doch voran..." Was die elementaren Fragen anbelangt? Wo denn? Hat man eine Antwort darauf gefunden, woher wir kommen, wohin wir gehen, und warum es etwas und nicht vielmehr nichts gibt, und was Bewusstsein ist. Ein Flugzeug wurde nach wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt und ist demzufolge auch etwas, das nur verstanden werden kann, wenn man sich diese Erkenntnisse (zumindest vom Prinzip her) aneignet. Wurde das Universum etwa nach unseren wissenschaftl. Erkenntnissen geschaffen? Da hinken wir mit dem Verständnis ganz weit hinterher. Also der Flugzeug-Vergleich hinkt gewaltig. Logik und Wissenschaft sind ja schön und gut, aber man sollte ihre Grenzen erkennen. Erst die moderne Experimentalphysik hat gezeigt, dass es zahlreiche Phänomene gibt, auf die wir mit unserem begrenzten Vorstellungsvermögen und mit unserer 0815-Logik nie gekommen wären. Dass sich diese aber dazu eignet, das eine oder andere Ergebnis zu interpretieren, will ich nicht leugnen. Oder will sich jemand anmaßen, nur um ein einfaches Beispiel zu nennen, logisch erklären zu können, was sich bei einem Kristallisationsvorgang abspielt. O.K., da liegt ein und dieselbe Substanz in unterschiedlichen Modifikationen vor: einmal amorph und einmal kristallin. Aber was ist es, das einer Substanz die Anweisung gibt, von einer Sekunde auf die andere ihr Aussehen drastisch zu verändern: aus einer dunklen amorphen Masse werden plötzlich schneeweiße Kristalle von ganz bestimmter Struktur. Hier treffen sich Chemie und Allchemie.


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RE: Vor der Schöpfung...

#37 von Instant Karma , 06.06.2011 12:44

Zitat von aiem
Was die elementaren Fragen anbelangt? Wo denn? Hat man eine Antwort darauf gefunden, woher wir kommen,



Naja, die ET und Urknalltheorie haben uns schon meilenweit voran gebracht. Haben die Religionen Vergleichbares geleistet? Wo denn?

Zitat von aiem
wohin wir gehen,



Auch da gibt es plausible Theorien. Moores Law hat sich zumindest schon mal bewährt. Ob es sich weiterhin bewährt, wird man sehen müssen. Diese Überprüfbarkeit ist ja schon mal was. Während die Religionen ihre Weltuntergangsfantasien und Messias Geschichten stets verschieben, machen Wissenschaftler konkrete Vorhersagen, die signifikant oft zutreffen. Wissenschaft - Religion / 2 : 0

Zitat von aiem
und warum es etwas und nicht vielmehr nichts gibt,



Nun gut, da wird es in der Tat schon schwierig. Nur bieten Religionen hierauf schon mal gar keine Antwort. Denn die Frage warum es Gott und nicht nichts gab, ist ja nur eine Verkomplizierung der Ausgangsfrage.

Zitat von aiem
und was Bewusstsein ist.



Zunächst einmal ein definierter Zusammenhang.

"[Bewusstsein] ist im weitesten Sinne die erlebbare Existenz mentaler Zustände und Prozesse." - Wikipedia

Zitat von aiem
Erst die moderne Experimentalphysik hat gezeigt, dass es zahlreiche Phänomene gibt, auf die wir mit unserem begrenzten Vorstellungsvermögen und mit unserer 0815-Logik nie gekommen wären.



Wissenschaft - Religion / 3:0

Zitat von aiem
O.K., da liegt ein und dieselbe Substanz in unterschiedlichen Modifikationen vor: einmal amorph und einmal kristallin. Aber was ist es, das einer Substanz die Anweisung gibt, von einer Sekunde auf die andere ihr Aussehen drastisch zu verändern: aus einer dunklen amorphen Masse werden plötzlich schneeweiße Kristalle von ganz bestimmter Struktur. Hier treffen sich Chemie und Allchemie.



Nein, hier trifft die Chemie auf Physik. Da hilft ein wenig Realschulwissen schon weiter: Zur Kristallisation kommt es wenn die Bindungsstärke der Atome / Moleküle die Gitterschwingung übersteigt, die sich z. B. durch Senkung der Temperatur verringern lässt. Wie du siehst, helfen "persönliche Erfahrungen" selbst bei so einfachen Dingen kaum weiter, während man mit Wissen und Logik zügig eine befriedigende Antwort findet. Wissenschaft - Religion / 4:0


 
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RE: Vor der Schöpfung...

#38 von 667-NeighbourOfTheBeast , 06.06.2011 13:18

Zitat
Was die elementaren Fragen anbelangt? Wo denn? Hat man eine Antwort darauf gefunden, woher wir kommen, wohin wir gehen...


Die Frage wird überschätzt.
War das nicht Clint Eastwood (der Mann mit den 2 Gesichtern: Eins mit und eins ohne Hut), der darauf mit dem Daumen nach hinten, und dem Finger nach vorne geantwortet hat? Besser hat's damit noch keiner getroffen.


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RE: Vor der Schöpfung...

#39 von Instant Karma , 06.06.2011 13:27

Zitat von 667
Oder sehr gelenkig.
Seine Bestückung soll ja mal bei ner Jungfrau keine Spuren hinterlassen haben...





JA, stimmt! Da stellt sich mir gleich die Frage: Kann Gott sich einen Schwanz schaffen, den er selbst nicht blasen kann?


 
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RE: Vor der Schöpfung...

#40 von aiem , 06.06.2011 22:34

Bloß ein paar Worte zur Kristallisation:

Je tiefer man in die Materie vordringt, umso erstaunlicher werden die Phänomene. Daher sind wirklich gute Wissenschaftler in der Regel sehr bescheiden. Lehrer, die von der Praxis nicht viel Ahnung haben, glauben indes, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Beim Kristallisationsphänomen sind wir weit entfernt von Schulchemie und Schulphysik.

Ich hatte eine bereits bekannte, als kristallin beschriebene Substanz synthetisiert, die einen ausreichenden Reinheitsgrad besaß, um nach den üblichen Behandlungsmethoden locker auszukristallisieren. Wollte sie aber ums Verrecken nicht. Erst nachdem ich mir genau dieselbe Substanz extra aus dem Ausland zuschicken hatte lassen, und einige Kristalle zugegeben hatte, erfolgte die Kristallisation von einer Sekunde auf die andere. Ich hatte dieselbe Substanz noch mehrere Male hergestellt, und sie war bereits beim Abdampfen des Lösungsmittels auskristallisiert. Und jetzt möchte ich von einem Schlaumeier wie Dir eine wissenschaftliche Erklärung haben, wieso dies so war. Natürlich kann man nun hergehen und sagen: "Ja, Du dumme/r aiem, das ist doch ganz klar: da gab es in der Laborluft noch einige Moleküle (natürlich in kristalliner Form), die da herumschwirrten und in den Kolben fielen." Dazu kann ich nur sagen, dass es erstens sehr unwahrscheinlich ist, dass dies genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort geschieht (noch dazu, wenn der Kolben am Rotavapor hängt, d. h. hermetisch verschlossen ist), und dass sich überdies die Frage erhebt, wieso - wenn dies die Erkärung sein soll - ich mit der kristallinen Substanz animpfen (sie also in den Kolben fallen lassen) musste , und es nicht bereits gereicht hatte, die kleine Plastiktüte zu öffnen und die Kristalle darin herumzurütteln. Der Kolben stand währenddessen die ganze Zeit offen! Auch könnte ich Dir eine ganze Reihe von organischen Reaktionen nennen, die mit der Theorie nicht mehr das Geringste zu tun haben. Aber um zu verstehen, worum es hier überhaupt geht, müsstest Du ein bisschen mehr als Realschulwissen mitbringen.

Sorry, I.K., Du schwafelst die ganze Zeit von äußerst komplexen Theorien und hochwissenschaftlichen Ergebnissen, die Du überhaupt nicht nachvollziehen kannst. Annaxim gibt von sich aus zu, dass ihm die mathematischen Kenntnisse fehlen, um das im Detail zu verstehen, Du aber wirfst ihm noch vor, dass er populärwissenschaftliche Bücher liest. Das kannst Du m. E. dann tun, wenn Du die nötigen Grundlagen beherrschst, um die Ergebnisse selbst interpretieren zu können. So aber bist auch Du auf einen versimplifizierenden Autor angewiesen, der seinen Lesern etwas zu erklären versucht, was ohne Mathematik überhaupt nicht verstanden werden kann. Und die Mathematik zur String-Theorie beispielsweise ist alles andere als einfach. Also immer schön am Boden bleiben! Falls Dir das Ganze missfällt, kannst Du es ja irgendwo hin verschieben oder gleich löschen.


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RE: Vor der Schöpfung...

#41 von Instant Karma , 07.06.2011 00:21

Zitat von aiem
Je tiefer man in die Materie vordringt, umso erstaunlicher werden die Phänomene. Daher sind wirklich gute Wissenschaftler in der Regel sehr bescheiden. Lehrer, die von der Praxis nicht viel Ahnung haben, glauben indes, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Beim Kristallisationsphänomen sind wir weit entfernt von Schulchemie und Schulphysik.



Sorry, aber das ist Blödsinn. Ich habe Kristallisationen streng nach "schulchemischer" (lol) Vorschrift durchgeführt. Immer und immer wieder. Das ist Teil meiner Ausbildung. Und weißt du was? Es hat jedes Mal funktioniert. Aber Hexenwerk! Ne, is klar.

Zitat von aiem
Und jetzt möchte ich von einem Schlaumeier wie Dir eine wissenschaftliche Erklärung haben, wieso dies so war.



Ganz einfach: Du hast es nicht drauf! Schmerzlich, aber wahr.

Zitat von aiem
Auch könnte ich Dir eine ganze Reihe von organischen Reaktionen nennen, die mit der Theorie nicht mehr das Geringste zu tun haben.



Also, ich persönlich bin mit der Theorie immer bestens zurecht gekommen in der Ausbildung und danach. Ich kann mich echt nicht des Eindrucks erwehren, dass du da ziemlich krasse Defizite mit dir rumschleppst und diese Verbitterung über deine Unfähigkeit nun der Wissenschaft an sich in die Schuhe steckst. Ist ja nicht das erste Mal. Durchs Netz geistert durch einschlägige Foren auch immer so ein gescheiterter Physiker, der die Relativitätstheorie ablehnt. Er hat sie nämlich nicht verstanden.

Zitat von aiem
Sorry, I.K., Du schwafelst die ganze Zeit von äußerst komplexen Theorien und hochwissenschaftlichen Ergebnissen, die Du überhaupt nicht nachvollziehen kannst. Annaxim gibt von sich aus zu, dass ihm die mathematischen Kenntnisse fehlen, um das im Detail zu verstehen, Du aber wirfst ihm noch vor, dass er populärwissenschaftliche Bücher liest.



Unsinn, er kann lesen was er will. Ich habe nur ein Problem damit, wenn man unreflektiert in Personenkult verfällt und diesen über die wissenschaftliche Lehrmeinung stellt. Dann muss man nämlich schon mit sehr guten Argumenten kommen.

Zitat von aiem
Das kannst Du m. E. dann tun, wenn Du die nötigen Grundlagen beherrschst,



Natürlich kann ich trotz meiner Grundkenntnisse (die ich schon weit überdurchschnittlich ansiedeln würde) nicht ansatzweise mit einem halbwegs gut ausgebildeten Physiker konkurrieren. - Nur solltest du deinen Satz mal lieber auf dich selbst wirken lassen: ICH bin es NICHT, der die Lehrmeinung hier anzweifelt.

Zitat von aiem
Und die Mathematik zur String-Theorie beispielsweise ist alles andere als einfach.



Und?


 
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RE: Vor der Schöpfung...

#42 von aiem , 07.06.2011 09:32

Zitat von Instant Karma

Zitat von aiem
Je tiefer man in die Materie vordringt, umso erstaunlicher werden die Phänomene. Daher sind wirklich gute Wissenschaftler in der Regel sehr bescheiden. Lehrer, die von der Praxis nicht viel Ahnung haben, glauben indes, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Beim Kristallisationsphänomen sind wir weit entfernt von Schulchemie und Schulphysik.



Sorry, aber das ist Blödsinn. Ich habe Kristallisationen streng nach "schulchemischer" (lol) Vorschrift durchgeführt. Immer und immer wieder. Das ist Teil meiner Ausbildung. Und weißt du was? Es hat jedes Mal funktioniert. Aber Hexenwerk! Ne, is klar.




Ist es NICHT! Wenn man mit Zucker- oder Kochsalzlösungen arbeitet, mag es ja stets funktionieren. Ich habe sicher an die 100 neue, in der Literatur noch nicht aufscheinende Verbindungen hergestellt, und ich weiß wovon ich spreche:
Ein Schaumharz z. B. lässt sich meist sehr schwer, und wenn, dann nur aus einem ganz bestimmten LM kristallisieren. Ein zähflüssiges Öl, wie im Falle der besagten Verbindung braucht lediglich einen gewissen Anstoß: z.B. einen Fremdkristall, falls ein Eigenkristall nicht zur Verfügung steht.

Ein solcher gibt der amorphen Masse quasi vor, wie sie sich zu strukturiren hat. Da werden keinerlei Parameter, wie T, Lösungsmittelmenge oder sonst etwas verändert!

Und wenn Du schon mit Schulbucherklärungen kommst, dann wenigstens richtig!

"Zur Kristallisation kommt es wenn die Bindungsstärke der Atome / Moleküle die Gitterschwingung übersteigt, die sich z. B. durch Senkung der Temperatur verringern lässt."

Sorry, aber das versteht kein Schwein. Richtig hieße es nämlich: Zur Kristallisation kommt es dann, wenn die (interatomare / -molekulare) Bindungsstärke der Atome / Moleküle (bei apolaren Verbindungen spricht man von Van-der-Waals-Kräften) die freie Beweglichkeit der Atome / Moleküle übersteigt, was sich bei einer Schmelze z.B. (einfachster Fall) durch T-Senkung erreichen lässt.
Zu Gitterschwingungen (andere Baustelle: siehe Festkörperphysik) kann es ja erst dann kommen, wenn ein Kristall bereits vorliegt : das sagt mir zumindest meine Logik.

Aber auch diese Erklärung sagt nichts, aber auch rein gar nichts darüber aus, warum eine Substanz in einem Fall kristallisiert, und im anderen nicht.
Und jetzt darfst Du mir noch erklären, wieso Chloroform apolarer als Methylenchlorid ist. Ein mir bekannter Chemielehrer hat das mit dem Dipolmoment erklärt, worauf für mich die Diskussion beendet war.


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RE: Vor der Schöpfung...

#43 von RAFA , 07.06.2011 11:28

Ich hab neulich ein super-Argument gegen die Homöopathie gelesen, das mir einfach nur noch einleuchtete, fertig, aus, nämlich in etwa: Wenn sich im Wasser das Molekül der Heilungssubstanz irgendwie abdrückt, spiegelt, einprägt, oder was weiß ich, so dass das Wasser heilt, obwohl überhaupt oder fast keine Substanz mehr drin ist, dann müsste das Wasser ebenso zerstörerisch wirken, denn es war sicherlich auch schon x-mal mit Giften und unschönen Substanzen vermischt, die sich ebenso abgedrückte, gespiegelt oder eingeprägt haben! Dabei wird nun völlig unwesentlich, ob und auf welche Art das Wasser die Abdrücke der Moleküle speichert - selbst wenn - aber es kann logischerweise und definitiv überhaupt keine Heilwirkung haben! ...d.h. kurzum: Alle Heilwirkungen, die einem solchen Wasser zugesprochen werden, sind bloßer Glaube!

Und weil das eben wirklich NUR Glaube ist, glaub ich auch alles andere nicht mehr, was aus der Ecke kommt, selbst wenn es wahr ist. Hier ließen sich Leute von Beginn an täuschen und dass sie sich auch im Folgenden täuschen, steht fifty-fifty. Dass sie die Wahrheit sagen, ist reiner Zufall, also brauch ich auch gar nicht auf die hören, sondern kann die Theorien auch gleich auswürfeln. Nein, das ist für mich keine Grundlage, mich mit deren Zeug zu beschäftigen, selbst wenn es (in Teilen) richtig ist.


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RE: Vor der Schöpfung...

#44 von funnyman , 07.06.2011 11:57

Bis zur Potenzierung D6 lass ich noch mit mir reden.
Wobei D6 schon extrem in meinem Grenzbereich liegt.

D6 = einem Tropfen der Urtinktur auf den Inhalt einer kleinen Mülltonne.


>> Ich weiß wie ich aussehe, ich weiß aber auch was mir gefällt <<

 
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RE: Vor der Schöpfung...

#45 von RAFA , 07.06.2011 12:20

Es geht ja bei der Homöopathie eben NICHT darum, dass noch wirklich ein Stöffchen drin ist, sondern eben darum, dass die Wassermoleküle die Informationen des ehemals drin gewesenen Stöffchens "spiegeln" und das halte ich für Quatsch.

Bei der Mischung käme es mir auch auf die Substanz an: Wenn in einer kleinen Mülltonne auch nur 1 Tropfen radioaktives Wasser aus Fukushima drin ist, würd ich mich weigern, davon zu trinken - ich trink doch nicht aus Mülltonnen, hör mal!


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