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RE: Vor der Schöpfung...

#46 von 667-NeighbourOfTheBeast , 07.06.2011 13:28

Zitat
Ich hab neulich ein super-Argument gegen die Homöopathie gelesen...


Das ist schon alt: Ozeanwasser müßte dann suuuuuuper wirksam gegen ALLES sein.

Für Chemiker schon eine Selbstverständlichkeit:
Eine Reaktion mit der Kinetik d/dt c ~ exp(-c) ist nicht bekannt.


Religion gilt dem Dummen als wahr, dem Weisen als falsch und dem Mächtigen als nützlich. (Seneca)

 
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RE: Vor der Schöpfung...

#47 von Instant Karma , 07.06.2011 14:26

Zitat von aiem
Ich habe sicher an die 100 neue, in der Literatur noch nicht aufscheinende Verbindungen hergestellt, und ich weiß wovon ich spreche:



Nein, ich halte es für wahrschienlicher, dass du überhaupt keine Ahnung hast.

Zitat von aiem
Ein solcher gibt der amorphen Masse quasi vor, wie sie sich zu strukturiren hat. Da werden keinerlei Parameter, wie T, Lösungsmittelmenge oder sonst etwas verändert!



Du gibst Antworten auf Fragen, die keiner stellt. Allein das zeigt schon, dass du gar nicht weißt, was du da schreibst, sondern bloß zusammenhangslos aus einschlägigen Internetseiten zusammenkleisterst.

Zitat von aiem
Sorry, aber das versteht kein Schwein. Richtig hieße es nämlich: Zur Kristallisation kommt es dann, wenn die (interatomare / -molekulare) Bindungsstärke der Atome / Moleküle (bei apolaren Verbindungen spricht man von Van-der-Waals-Kräften) die freie Beweglichkeit der Atome / Moleküle übersteigt, was sich bei einer Schmelze z.B. (einfachster Fall) durch T-Senkung erreichen lässt.



Das ist haargenau das gleiche was ich gesagt habe + ein paar Korinthen. Da könnte ich noch ordentlich was draufscheißen, denn es gibt ja noch metallische und ionische Bindungen und als weiteren Umweltparameter den Druck. Außerdem versteht das so ja kein Schwein, denn eine Verringerung der Temperatur führt noch nicht automatisch zu einer Kristallisation, selbst wenn sonst alles richtig gemacht wird. Wird nämlich zu schnell gekühlt, dann haben die Atome keine Zeit, sich zu einem Kristallgitter zusammenzufinden. Vielleicht war das ja dein Fehler, denn so Anfängersachen passieren öfter mal, wenn man keine Ahung hat!
Hast du NOCH ein paar Korinthen, mir fallen grad keine weiteren ein.

Zitat von aiem
Zu Gitterschwingungen (andere Baustelle: siehe Festkörperphysik)



Da hast du aber schön nachgewikit. Nur sind Kristalle grundsätzlich Festkörper, also ist die Baustelle hier die selbe.

Zitat von aiem

kann es ja erst dann kommen, wenn ein Kristall bereits vorliegt : das sagt mir zumindest meine Logik.



Von einer Bindung spricht man auch erst dann wenn eine Bindung vorliegt.
Es gibt für jeden Kristall bei gleichbleibenden Umweltbedingungen eine maximal zulässige Gitterschwingungsenergie, bis das Ding halt "auseinanderfliegt", weil die Bindungsenergie dann nicht mehr ausreicht um den Kram zusammenzuhalten. Jetzt lass das nur mal gedanklich rückwärst ablaufen und du begreifst - eventuell - wie sich die Gitterschwingung mathematisch nutzen lässt, obwohl noch kein Gitter vorliegt. Löst das dein Laborproblem?

Zitat von aiem
Aber auch diese Erklärung sagt nichts, aber auch rein gar nichts darüber aus, warum eine Substanz in einem Fall kristallisiert, und im anderen nicht.



Naja, wenn man mit so wenig theoretischer Vorbereitung an eine Kristallisation herangeht, ist es ein Wunder, dass es überhaupt mal ab und an gelingt.

Zitat von aiem

Und jetzt darfst Du mir noch erklären, wieso Chloroform apolarer als Methylenchlorid ist. Ein mir bekannter Chemielehrer hat das mit dem Dipolmoment erklärt, worauf für mich die Diskussion beendet war.



Das ist schade, denn hier hättest du wieder mal die Gelegenheit gehabt, eine deiner Bildungslücken zu schließen.
Schaut man sich den stereochemischen Aufbau von Dichlormethan einmal an, sieht man sofort, dass aufgrund der unterschiedlichen Elektronegativität der Bindungspartner und dem asymmetrischen Aufbau eben dieser, ein Dipolmoment entstehen MUSS! Dieses ist freilich nicht sehr stark ausgeprägt, aber dennoch soweit vorhanden, dass der Käse sich etwas in Wasser lösen lässt. Chloroform erklärt sich hoffentlich von selbst, da die Dipolmomente sich hier gegenseitig aufheben.


 
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RE: Vor der Schöpfung...

#48 von Annaxim , 07.06.2011 14:37

Zitat von Instant Karma
Das anthropische Prinzip nimmt keine Wertung vor.

Natürlich nicht! Es ist schließlich ein Prinzip. Eine Wertung nehmen wir Menschen vor.


Zitat von Instant Karma

Zitat von Bamma
Poker ist ein Glücksspiel, Annaxim ?

Ein kluger Satz! Bei für den Laien hochabstrakt erscheinenden Dingen wie dunkle Materie etc. geht es nicht ums Raten ins Blaue.



Sicher geht es zurzeit bei der dunklen Materei nur ums Raten, IK!
Nicht mal echte Experten wissen was dunkle Materie ist!

Aber ich lasse mich gerne von dir eines Besseren belehren. Du sagst:

Zitat von IK
Hier werden Erkenntnisse extraploiert und Vorhersagen gemacht, die sich prinzipiell experimentell überprüfen lassen.


Erkläre mir doch bitte:
(a) Welche Erkenntnisse über dunkle Materie lassen sich extrapolieren, und auf was?
(b) Welche Vorhersagen machen Kosmologen zur dunkle Materie?
(c) Wie lassen sich diese Vorhersagen experimentell überprüfen?


Ich bin nicht skeptisch weil ich nicht glauben will, sondern weill ich wissen will.

 
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RE: Vor der Schöpfung...

#49 von Annaxim , 07.06.2011 15:10

Zitat von aiem
Richtig hieße es nämlich: Zur Kristallisation kommt es dann, wenn die (interatomare / -molekulare) Bindungsstärke der Atome / Moleküle (bei apolaren Verbindungen spricht man von Van-der-Waals-Kräften) die freie Beweglichkeit der Atome / Moleküle übersteigt, was sich bei einer Schmelze z.B. (einfachster Fall) durch T-Senkung erreichen lässt.

Danke, aiem!
Genau so habe ich es aus meinen Kristallografie Vorlesungen in Erinnerung.
Mir wird wieder mal klar wie lange das schon her ist, als ich dieses Zeugs lernen musste!


Zitat von aiem
Und jetzt darfst Du mir noch erklären, wieso Chloroform apolarer als Methylenchlorid ist. Ein mir bekannter Chemielehrer hat das mit dem Dipolmoment erklärt, worauf für mich die Diskussion beendet war.


Huhuh... das kann ich dir erklären...
Ich würde es laienhaft aber hoffentlich verständlich so sagen:



Kurzform:
Je asymmetrischer ein Molekül, desto höher ist sein Dipolmoment.

Langform:
Chloroform = Trichlor-Methan — Dipolmoment: 1.04

Methylenchlorid = Dichlor-Methan — Dipolmoment: 1.6

Chlor verleiht bekanntlich organischen Molekülen ein Dipolmoment.
Beim Chloroform sind die drei Chloratome symmetrisch angeordnet und das vergleichsweise kleine Wasserstoffatom wird fast vollständig "abgeschirmt" ==> tiefes Dipolmoment (= schwach polar).
Die Struktur des Methylenchlorids ist hingegen asymmetrischer und dazu kann es mehr Wasserstoffbrücken bilden (doppelte Anzahl H-Atome). ==> hohes Dipolmoment (= höhere Polarität)


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RE: Vor der Schöpfung...

#50 von Instant Karma , 07.06.2011 15:28

Zitat von Annaxim
Aber sicher geht es zurzeit bei der dunklen Materei nur ums Raten, IK!
Nicht mal echte Experten wissen was dunkle Materie ist!



Dieser Umstand ist in der Definition von "dunkler Matierie" schon berücksichtigt. Das fällt mir auch bei anderen Diskussionen immer wieder auf, Annaxim: Du hast starke Probleme damit, das für die Anschauung jeweils Relevante zu abstrahieren und versuchst stets alles auf `s deiner Meinung nach Elementare herunterzubrechen. So funktioniert Wissenschaft aber nicht.

Zitat von Annaxim
Welche Erkenntnisse über dunkle Materie lassen sich extrapolieren, und auf was?



Das wird man sehen wenn man mehr darüber weiß. Ich meinte an dieser Stelle, dass bisherige Erkenntnisse, wenn man sie extrapoliert, auf Matierie schließen lassen, die man bisher nicht sichtbar gemacht hat. Das ist eine Vorhersage bisheriger Theorien und die gilt es zu beweisen.

Zitat von Annaxim
Welche Vorhersagen machen Kosmologen zur dunkle Materie?



Wieder: Umgekehrt wird ein Schuh draus. Bisherige Vorhersagen postulieren dunkle Materie, da die Masse der sichtbaren Materie für die Erklärung vieler masserelevanter Phänomene, nicht ausreichend ist. -Dies ergibt sich zwingend aus der ART. Es gilt als unwahrscheinlich, dass die ART nicht stimmt. Man muss ja auch mal die Kirche im Dorf lassen: Dunkle Materie bedeutet bloß, dass es sich um Masse handelt, die man bisher nicht sichtbar machen konnte. Das ist in der Wissenschaftsgeschichte nichts außergewöhnliches. Schaut man sich die Kandidaten für dunkle Materie mal an, wirkt - von Ausnahmen abgesehen - das ganze weit weniger mysteriös als der Name suggeriert. Es ist einfach total naheliegend... bei Gravitationslinsen und Rotationen von Galaxien beobachtet man Effekte, die nach bisherigen Theorien eindeutig auf Materie zurückzuführen sind. Daher ist es nun mal naheliegend, dass es sich auch um Materie handelt. Forschung in diese Richtung ist also vielversprechend, denn hier scheint man auch sehr gut voranzukommen in jüngster Zeit.

Zitat von Annaxim
Wie lassen sich diese Vorhersagen experimentell überprüfen?



Durch bessere Teleskope könnte man die bisher eher indirekten Hinweise, die sich schon stark verdichtet haben, mit direkten Beobachtungen ergänzen. Erst dann ließe sich die dunkle Materie dazu nutzen, ihrerseits Vorhersagen zu ermöglichen.
Hast du eigentlich einen ernstzunehmenden Gegenkandidaten oder warum hältst du das alles für pure Raterei, die man sich auch sparen könnte?


 
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RE: Vor der Schöpfung...

#51 von Instant Karma , 07.06.2011 15:42

Zitat von Annaxim
Danke, aiem!
Genau so habe ich es aus meinen Kristallografie Vorlesungen in Erinnerung.



Du hast in Erinnerung, dass Van-der-Waals Kräfte unpolare Kristallgitter erzeugen? Unpolare Kristalle beruhen auf kovalenten Bindungen. Van-der-Waals Kräfte sind so schwach, die können höchstens Edelgase nahe dem absoluten Nullpunkt in eine kristalline Struktur zwängen. Das spielt aber eher - wenn überhaupt - für den Physiker eine Rolle, nicht für den Chemiker.

Aiem hat einfach null Ahnung, die (der?) klaubt sich nur aus dem Netz irgendwas zusammen ohne die Inhalte zu verstehen.


 
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RE: Vor der Schöpfung...

#52 von Annaxim , 07.06.2011 16:48

Zitat von Instant Karma

Zitat von Annaxim
Danke, aiem!
Genau so habe ich es aus meinen Kristallografie Vorlesungen in Erinnerung.

Du hast in Erinnerung, dass Van-der-Waals Kräfte unpolare Kristallgitter erzeugen? Unpolare Kristalle beruhen auf kovalenten Bindungen. Van-der-Waals Kräfte sind so schwach, die können höchstens Edelgase nahe dem absoluten Nullpunkt in eine kristalline Struktur zwängen. Das spielt aber eher - wenn überhaupt - für den Physiker eine Rolle, nicht für den Chemiker.
Aiem hat einfach null Ahnung, die klaubt sich nur aus dem Netz irgendwas zusammen ohne die Inhalte zu verstehen.



Tja, IK, es ist tatsächlich lange her seit ich den Stoff gelernt habe, und ich habe ihn danach kaum angewendet.
Und wer von uns "null Ahnung" hat, wird sich sicher noch klären.

Nach der anerkannten Definition versteht man unter van-der-Waals Kräfte die Summe aller anziehenden (=induktiven) und abstossenden (=dispersivien) Kräfte die zwischen Molekülen (und Atomen) wirken, und weder ionischen noch kovalenten Urpsrungs sind. Also bspw. auch Wasserstoffbrücken oder die Kräfte die zwischen apolaren oder schwach polaren Molekülen wirken wenn sie nahe genug kommen um Kristalle zu bilden. Das ist bei bei den meisten organischen Stoffen der Fall.

Da van-der-Waals Kräfte anisotrop wirken (dh. sie sind von der Orientierung der Moleküle abhängig) spielen sie trotz ihrer relativ geringen Stärke bei der Kristallisation eine entscheidende Rolle bei der Ausrichtung der Moleküle zueinander.

Das was Du als kovalente Bindung bezeichnest, sind die Bindungen von Atomen innerhalb eines Molküls, Beim Beispiel Methan, ist es die Kraft die jeweils die Wasserstoffatome an das Kohlenstoffatom bindet. Kovalente Bindungen sind in der Regel um Größenordnungen stärker als van-der-Waals Kräfte; es gibt keine kovalenten Bindungen zwischen zwei (oder mehr) Molekülen desselben Stoffs. Bilden sich kovalente Bindungen, so spricht man von einer chemischen Verbindung wobei dann aber ein neuer Stoff entsteht.


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RE: Vor der Schöpfung...

#53 von Instant Karma , 07.06.2011 17:06

Zitat von Annaxim
Da van-der-Waals Kräfte anisotrop wirken (dh. sie sind von der Orientierung der Moleküle abhängig) spielen sie trotz ihrer relativ geringen Stärke bei der Kristallisation eine entscheidende Rolle bei der Ausrichtung der Moleküle zueinander.


Laut "Einführung in die Kristallchemie" von Evans, werden die Van-der-Waals Kräfte von Ionen- und Metallbindungen vollständig überdeckt.

Bei 2 KJ / Mol vs 250 KJ / Mol auch eine echte Überrauschung.

Zitat von Annaxim
Das was Du als kovalente Bindung bezeichnest, sind die Bindungen von Atomen innerhalb eines Molküls, Beim Beispiel Methan, ist es die Kraft die jeweils die Wasserstoffatome an das Kohlenstoffatom bindet.



Du willst mir jetzt ersnthaft weis machen, du hättest Chemie studiert und weißt nicht mal, dass es kovalente Kristalle gibt? o.O
Kovalente Bindungen, sind Bindungen, bei denen die Bindungspartner sich Elektronen teilen und natürlich ist das auch bei Kristallen möglich. Zum Beispiel bei Überschneidung hybridisierter sp3-Orbitale des Kohlenstoffatoms. Diamant ein Begriff?

Also ich habe ja echt nix dagegen wenn jemand über irgendwas nicht bescheid weiß. Aber immer dieses Vortäuschen von Expertise bei anschließender Selbstoffenbarung geht echt auf die Nüsse.


 
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RE: Vor der Schöpfung...

#54 von Annaxim , 07.06.2011 17:36

Zitat von Instant Karma

Zitat von Annaxim
Da van-der-Waals Kräfte anisotrop wirken (dh. sie sind von der Orientierung der Moleküle abhängig) spielen sie trotz ihrer relativ geringen Stärke bei der Kristallisation eine entscheidende Rolle bei der Ausrichtung der Moleküle zueinander.

Laut "Einführung in die Kristallchemie" von Evans, werden die Van-der-Waals Kräfte von Ionen- und Metallbindungen vollständig überdeckt. Tja, Annaxim. ;)



Du scheinst in meinen Post überlesen zu haben, dass es laut Definition von van-der-Waals Kräften ausdrücklich um NICHT ionische oder kovalente Kräfte handelt. Außerdem habe ich ausdrücklich Beispiele organischer Verbindungen verwendet; schließlich ging es auch ursprünglich darum zwischen Dir und aiem. Wenn du jetzt auf einmal das Thema zu Ionen-, Metallverbindungen und Diamanten wechselst dann reden wir halt aneinander vorbei.

Also denk mal nach wessen Schuld das ist, und häng nicht den Klugscheißer raus!
Du hast echt keinen Grund dazu.


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RE: Vor der Schöpfung...

#55 von Instant Karma , 07.06.2011 18:03

Zitat von Annaxim
Du scheinst in meinen Post überlesen zu haben, dass es laut Definition von van-der-Waals Kräften ausdrücklich um NICHT ionische oder kovalente Kräfte handelt.



Du hast geschrieben, dass sie bei Kristallisationen dieser Bindungen aber eine Rolle spielen. Darauf bezog ich mich dann natürlich auch, denn dies ist nicht der Fall. Übrigens handelt es sich bei den Van-der-Waals Kräften um quantenmechanisch kovalente Bindungen. Die Chemie grenzt es zwar - zu Recht- begrifflich ab, aber im Grunde genommen ist es das. Nur der Vollständigkeit halber...

Also, sorry, aber egal wie du dich windest und herauszureden versuchst. Das war nix, Annaxim. Nehmen wir nur mal den folgenden Satz, der am ehesten Bezug nimmt zu dem um was es hier geht:

Zitat von Annaxim
Das was Du als kovalente Bindung bezeichnest, sind die Bindungen von Atomen innerhalb eines Molküls, Beim Beispiel Methan, ist es die Kraft die jeweils die Wasserstoffatome an das Kohlenstoffatom bindet. Kovalente Bindungen sind in der Regel um Größenordnungen stärker als van-der-Waals Kräfte; es gibt keine kovalenten Bindungen zwischen zwei (oder mehr) Molekülen desselben Stoffs. Bilden sich kovalente Bindungen, so spricht man von einer chemischen Verbindung wobei dann aber ein neuer Stoff entsteht.



Was ist das wieder für ein nichtssagender Unsinn? Genau wie Aiem, beantwortest du hier eine Frage, die keiner stellt. Sind Kristalle keine Stoffe? Alles was Atome enthält, sind Stoffe! In was nimmt das irgendwie zu irgendwas Bezug was ich gesagt habe, außer das dort ähnliche Begriffe auftauchen? Ich mein, was soll sowas? Sind Diamanten nun Kristalle oder nicht? Natürlich sind sie das und natürlich sind Diamanten kovalent gebunden und nicht ionisch oder van-der-waals artig.

Zitat von Annaxim
Außerdem habe ich ausdrücklich Beispiele organischer Verbindungen verwendet; schließlich ging es auch ursprünglich darum zwischen Dir und aiem.



Ich sprach von unpolaren Kristallbindungen. Die müssen nicht zwingend organisch sein.


 
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RE: Vor der Schöpfung...

#56 von aiem , 07.06.2011 18:27

@Annaxim: Schöne Darstellung. Ich habe einer Liste folgende Werte entnommen: CHCl3: 1,15; CH2Cl2: 1,14. Naja, was solls!

@I.K.: Du setzt Dich immer mehr in die Nesseln: bringst alles durcheinander. Annaxim und ich haben bezügl. Chemie bereits mehr vergessen, als Du jemals lernen wirst.


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RE: Vor der Schöpfung...

#57 von Instant Karma , 07.06.2011 20:08

Kindergarten.


 
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RE: Vor der Schöpfung...

#58 von aiem , 08.06.2011 01:58

Zitat von Instant Karma

Zitat von Annaxim
Du scheinst in meinen Post überlesen zu haben, dass es laut Definition von van-der-Waals Kräften ausdrücklich um NICHT ionische oder kovalente Kräfte handelt.



Du hast geschrieben, dass sie bei Kristallisationen dieser Bindungen aber eine Rolle spielen. Darauf bezog ich mich dann natürlich auch, denn dies ist nicht der Fall.



"Bei vielen typischen Molekülkristallen aus kleinen Molekülen beruht die wesentliche Gitterkraft auf Dipol-Dipol-Wechselwirkungen, daher steigen die Festigkeit und der Schmelzpunkt eines Molekülkristalls mit dem Dipolcharakter der eingebauten Moleküle. Bei Kristallen aus größeren Molekülen reicht dagegen oft die Van-der-Waals-Kraft als intramolekulare Bindungskraft aus, so dass sich Kristalle auch aus nicht-polaren Molekülen bilden. Typische Molekülkristalle sind elektrische Isolatoren oder Halbleiter."
[Quelle = Molekülgitter (Wikipedia)] Anmerkung: intramolekular ist falsch; es muss intermolekular heißen! Was meinst Du übrigens, woher ich diese Kenntnis habe? Aus Wikipedia etwa, wie Du es mir andauernd unterstellst?

Zitat von Instant Karma

Also, sorry, aber egal wie du dich windest und herauszureden versuchst. Das war nix, Annaxim. Nehmen wir nur mal den folgenden Satz, der am ehesten Bezug nimmt zu dem um was es hier geht:

Zitat von Annaxim
Das was Du als kovalente Bindung bezeichnest, sind die Bindungen von Atomen innerhalb eines Molküls, Beim Beispiel Methan, ist es die Kraft die jeweils die Wasserstoffatome an das Kohlenstoffatom bindet. Kovalente Bindungen sind in der Regel um Größenordnungen stärker als van-der-Waals Kräfte; es gibt keine kovalenten Bindungen zwischen zwei (oder mehr) Molekülen desselben Stoffs. Bilden sich kovalente Bindungen, so spricht man von einer chemischen Verbindung wobei dann aber ein neuer Stoff entsteht.



Was ist das wieder für ein nichtssagender Unsinn? Genau wie Aiem, beantwortest du hier eine Frage, die keiner stellt. Sind Kristalle keine Stoffe? Alles was Atome enthält, sind Stoffe! In was nimmt das irgendwie zu irgendwas Bezug was ich gesagt habe, außer das dort ähnliche Begriffe auftauchen? Ich mein, was soll sowas? Sind Diamanten nun Kristalle oder nicht? Natürlich sind sie das und natürlich sind Diamanten kovalent gebunden und nicht ionisch oder van-der-waals artig.



Es geht hier nicht um eine Beantwortung einer nicht gestellten Frage, sondern um eine Richtigstellung Deiner mehr als laienhaften Ausführungen, da Du offensichtlich den Unterschied zwischen intramolekularen und intermolekularen Bindungen nicht verstanden hast. Es war stets von Kristallisation die Rede. Kennst Du etwa jemanden, der Diamanten kristallisiert? Sollte bei einer Kristallisation auch nur eine kovalente (egal ob polar od. apolar) Bindung entstanden sein, ist eine neue Verbindung entstanden!

Zitat von Instant Karma

Zitat von Annaxim
Außerdem habe ich ausdrücklich Beispiele organischer Verbindungen verwendet; schließlich ging es auch ursprünglich darum zwischen Dir und aiem.



Ich sprach von unpolaren Kristallbindungen. Die müssen nicht zwingend organisch sein.



Und hier sieht man erneut, dass Du es immer noch nicht gerafft hast: es gibt keine unpolaren Kristallbindungen! Wohl aber gibt es unpolare kovalente Bindungen, wie sie der Diamant aufweist. Das hat mit der kristallinen Struktur nichts zu tun, und wenn, dann nur indirekt (hohe Symmetrie). Graphit übrigens besteht aus kovalenten und Van-der-Waals-Bindungen. Letztere darfst Du meinetwegen als "fluktuierende polare Kristallbindung" bezeichnen, da hier tatsächlich eine intermolekulare schwache Bindung vorliegt. Eine weitere "nicht fluktuierende" intermolekulare Bindung ist die Wasserstoffbrückenbindung, und hier hat Annaxim m.E. ein sehr gutes Argument bezügl. der unterschiedlichen Polarität von CHCl3 und CH2Cl2 gebracht. Von Dir kam da nur Schwachsinn:
wenn Du nämlich behauptest, dass sich im Chloroform die Dipolmomente aufheben, bedeutet dies, dass sie in der Summe 0 sein müssen, was wohl nicht stimmen kann: ein Dipolmoment von 0 ist ausschließlich bei gleichatomigen Molekülen der Fall. Die 3 Cl-Atome haben eine derart starke Elektronensogwirkung, dass Chloroform bereits mit Natronlauge als Brönsted-Säure reagiert. Dies ist bei Dichlormethan nicht der Fall: und da soll Chloroform ein Dipolmoment von 0 aufweisen!

Deine Erklärung zur Gitterschwingung ist akzeptabel, auch wenn deine "Definition" nicht gerade dem allgemeinen Verständnis dient: wozu einen Ablauf von vorne, und den anderen von hinten betrachten, wenn man beide von vorne betrachten kann?

Das hatte ich mit meinem letzten Posting gemeint. Außerdem empfinde ich Dein Verhalten Annaxim und mir gegenüber als reichlich dreist. Annaxim hat alles korrekt dargestellt, und Du, mit Deinen mehr als bescheidenen Chemiekenntnissen - hat man ja bereits bei der Kohlensäure gesehen - maßt Dir an, ihn von oben herab belehren zu wollen, so wie Du es auch bei mir versucht hast. Diese Art von Klugscheißerei ist völlig unangebracht.

Übrigens weiß ich jetzt, was Gott vor der Schöpfung gemacht hat: Dipolmomente berechnet!


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RE: Vor der Schöpfung...

#59 von Instant Karma , 08.06.2011 02:54

Zitat von aiem
Bei Kristallen aus größeren Molekülen reicht dagegen oft die Van-der-Waals-Kraft als intramolekulare Bindungskraft aus, so dass sich Kristalle auch aus nicht-polaren Molekülen bilden.



Ja, stimmt wohl.*

Zitat von aiem

Sollte bei einer Kristallisation auch nur eine kovalente (egal ob polar od. apolar) Bindung entstanden sein, ist eine neue Verbindung entstanden!



Und wer bestreitet das? Siehste: Niemand. Also eine Beantwortung einer nicht gestellten Frage.

Die Sache zwischen mir und Annaxim an dieser Stelle ist ein ganz anderes Missverständnis: Er ging von Molekularkristallen aus - ich hingegen nicht. Drum war er irritiert, weil kovalente Bindungen zwischen Molekülen bei "seinen" Kristallen natürlich nicht auftreten und ich war irritiert, weil kovalente Bindungen zwischen den Atomen bei "meinen" Kristallen natürlich schon auftreten. -Und du hast dich dann eingemischt, weil du dir erhoffst, dass er dir das nächste Mal wieder zur Seite springt, wenn du argumentativ den Kürzeren ziehst. Ziemlich durchschaubar das ganze, übrigens.

Zitat von aiem
wenn Du nämlich behauptest, dass sich im Chloroform die Dipolmomente aufheben, bedeutet dies, dass sie in der Summe 0 sein müssen, was wohl nicht stimmen kann



Natürlich heben sie sich nicht vollständig auf, aber eben mehr als beim Dichlormethan, denn du wolltest ja gerade wissen, warum Chloroform weniger polar ist. Meine Güte... du willst unbedingt recht haben, immer und grundsätzlich und wenn du mich dabei zum 1000. mal absichtlich falsch verstehen musst, hm? Ah, ich vergaß: Sobald du "Dipolmoment" hörst, hörst du ja nicht mehr zu.

Jedenfalls: Genau wie bei Annaxim bezog ich mich auf die symmetrische / asymmetrische Anordnung der Atome. Der Grund warum du ihm recht gibst und nicht mir, liegt an dieser fremdschamerregenden Eierschaukelei, die ihr beide da die ganze Zeit betreibt, denn auch er hat ja das D-Wort erwähnt.

Zitat von aiem
es gibt keine unpolaren Kristallbindungen! Wohl aber gibt es unpolare kovalente Bindungen, wie sie der Diamant aufweist.



Ach, jetzt kommen wieder die Korinthen. Es gibt Kristalle, die aus unpolaren, kovalenten Elektronenpaarbindungen geformt werden. Zufrieden? Ach warte, darf ich auch mal? Der Diamant weist gar keine kovalenten Bindungen auf, sondern der Kohlenstoff darin, jawohl! Kindisch, echt!

Zitat von aiem
hat man ja bereits bei der Kohlensäure gesehen



MEINE Kohlensäure? Ich hab` doch gar keine Kohlensäure, was redest du da wieder nur für unwissenschaftliches Kauderwelsch?
Bring doch mal haargenau auf den Punkt was du hier meinst. So völlig ohne Umgangssprache und am besten mathematisch bis ins letzte ausformuliert, damit ich auch ja nichts finde was ich dir wieder um die Ohren semmeln kann, ja?



* So macht man das übrigens auf die seriöse, wissenschaftliche Tour: Fehler zugeben und fertig und nicht blöd rechtfertigen und schwafeln oder "Listen" erfinden, bis am Ende alles zerredet ist.

Und bei dieser Listen-Sache schließt sich auch schon der Kreis. Ausgelöst wurde die Diskussion durch deine Behauptung, dass in der Chemie nicht alles mit rechten Dingen zugehe, sogar das Wort Alchemie ist gefallen (wenn auch falsch geschrieben *klugscheiß*). Als Begründung kam nun diese Dipol-Sache da, die von mir und Annaxim prompt zerfetzt wurde. Rechtfertigung deinerseits: "Oh, da hab ich wohl die falsche Liste genommen."
Weißte und DA soll man sich dann wundern, dass bei deinen Laborarbeiten ständig was nicht hin haut und dir die Soße überblubbert? Und anstatt dich mal selbst und deine Schlampigkeit zu hinterfragen, mal eine Spur Selbstkritik zu wagen, stellst du gleich die gesamte Wissenschaft in Frage und holst sogar so mittelalterliches Alchemie-Gedöns hervor? Du da irre ich mich lieber 100 Mal am Tag und sehe es danach auch ein und wachse dran, als dass ich mich so in Aberglauben und Fantastereien verrenne wie du es hier leidvoll zur Schau stellst.


 
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RE: Vor der Schöpfung...

#60 von Annaxim , 08.06.2011 05:56

Zitat von Instant Karma
Bring doch mal haargenau auf den Punkt was du hier meinst. So völlig ohne Umgangssprache und am besten mathematisch bis ins letzte ausformuliert, damit ich auch ja nichts finde was ich dir wieder um die Ohren semmeln kann, ja?

* So macht man das übrigens auf die seriöse, wissenschaftliche Tour: Fehler zugeben und fertig und nicht blöd rechtfertigen und schwafeln oder "Listen" erfinden, bis am Ende alles zerredet ist.

Weißte und DA soll man sich dann wundern, dass bei deinen Laborarbeiten ständig was nicht hin haut und dir die Soße überblubbert? Und anstatt dich mal selbst und deine Schlampigkeit zu hinterfragen, mal eine Spur Selbstkritik zu wagen, stellst du gleich die gesamte Wissenschaft in Frage und holst sogar so mittelalterliches Alchemie-Gedöns hervor? Du da irre ich mich lieber 100 Mal am Tag und sehe es danach auch ein und wachse dran, als dass ich mich so in Aberglauben und Fantastereien verrenne wie du es hier leidvoll zur Schau stellst.

So allmählich reicht mir dein sinnleeres vor-pubertäres Geblubber, IK.
Werd endlich erwachsen, und lern was; dann spielen wir vielleicht wieder mit Dir!


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