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warum Jhwh?

#1 von RAFA , 05.12.2011 19:57

Wenn ich mich so ein wenig mit dem Islam auseinander setze, stelle ich fest, dass zwischen Allah und Jhwh und vor allem auch Christus extreme Unterschiede sind.

Jhwh ist klar der Gott Israels, zu dem er auch steht. Er straft zwar, aber im Allgemeinen führt er Israel und scheint darum bestrebt zu sein, es zu Ehren und Kräften kommen zu lassen. Er führt vor allem Kriegszüge und Jerusalem scheint sein besonderer Augenmerk zu sein.

Christus erinnert mich mehr an den Buddhismus. Bei ihm ist die Liebe ganz groß geschrieben. Er hebelt alle Gesetze des Jhwh aus und ersetzt sie durch ein einziges, nämlich die Nächstenliebe. Die jüdischen Speisegesetze und weitere Sitten werden für ungültig erklärt.

Allah hat mit Christus ja gar nix zu tun . Mit der Liebe kann Allah anscheinend gar nichts anfangen, jedenfalls wird sie im Koran kaum erwähnt, dafür zigfach die Strafe, so grausam wie möglich. Allah toppt alle Sadisten: Wenn den armen Seelen im heißen Höllenfeuer die Haut verbrannt ist, lässt er sie ihm wieder nachwachsen, damit er sich maximal quält. Also Qual und Folter sowie bedingungsloser Gehorsam steht im Islam ganz oben. Dem Allah ist es ganz überwichtig, dass seine Gesetze auch bis ins Kleinste gehalten werden. Obwohl der Islam auch Christus anerkennt, steht das alles ganz im Gegensatz zur christlichen Botschaft der Liebe. Die heilige Stadt Allahs ist nicht Jerusalem, sondern Mekka und Medina.
Vor allem ist der Islam offenkundig antisemitisch. Die Juden scheinen für die Muslime der letzte Dreck zu sein.

Es wird offenkundig, dass es sich um ganz verschiedene Gottheiten mit ganz verschiedenen Schwerpunkten und völlig verschiedenen Charakteren handelt. Nach einiger Info hab ich eine ganze Menge gefunden von Al-ilah, dem vorislamischen Mondgott und muss schon nach kurzer Recherche sagen: Also, Nachtigall, da hör ich dir derartig trapsen, da brauchen wir gar nicht weiterforschen - der Fall ist klar.

Warum aber berufen sich all diese verschiedenen Religionen - halt, unsere Mormonen können wir da gleich auch noch hinzufügen! - auf diesen Jhwh, mit dem sie doch ganz deutlich erkennbar NICHTS und wieder nichts zu tun haben? Warum sagen die Muslime nicht: "Allah ist jemand anderes als Jhwh und zwar ist Allah der WAHRE Gott und Jhwh ist ein Götze"? Aber nein, sie stellen es dar, als sei Allah derselbe wie Jhwh. Warum geben die Christen nicht zu: "Jhwh ist ein blutrünstiger Kriegsgott und Schlächter, Jesus ist der wahre Gott", sondern warum berufen sich alle auf diesen Jhwh?



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RE: warum Jhwh?

#2 von Aslan , 05.12.2011 22:00

Zitat von RAFA
...warum berufen sich alle auf diesen Jhwh?


Das Allah nicht der Gott der Bibel ist, dürfte wohl jedem klar sein.
Nebenbei: Für mich ist die Schreibweise Jahwe etwas gebräuchlicher. Im AT hat Gott gemäß den Forderungen des Gesetzes gehandelt; im NT ist es Jesus, der Gott mit den Menschen wieder versöhnte. Es sind nicht zwei unterschiedliche Götter, die von ihren Launen bestimmt werden.


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RE: warum Jhwh?

#3 von RAFA , 05.12.2011 22:12

Zitat von Aslan
Das Allah nicht der Gott der Bibel ist, dürfte wohl jedem klar sein.


@Salih: dein Einsatz!

Du, Aslan, ich kann das ja auch nicht verstehen, aber Muslime denken genau das: Dass Allah und Jhwh derselbe, der einzige Gott sind.

Ebenso ist mir nicht verständlich, wie Christen den Jhwh als ihren Gott sehen und ihn sogar mit Jesus gleich setzen, wo beider Mentalitäten doch grundlegend unterschiedlich sind. Gut, gut, man könnte interpretieren, dass die Aspekte Jesus die Aspekte des AT-Jhwh nur vervollkommnet darstellen, aber das könnte man dann ebensogut von Allah interpretieren.

Also echt, ich verstehe es nicht: Wenn mir Jesus aus irgendeinem Grund zusagt, dann würde ich eine klare Linie ziehen, die ja auch von vielen Christen tatsächlich gezogen wird und das alte Testament verwerfen. Es wagt zwar kaum ein Christ, sich gegen das AT völlig abzugrenzen, aber bei vielen christlichen Gruppen geht der alte Gott der Juden komplett unter. Sie richten sich nur nach Jesus, beten zu Jesus... wozu denn dann noch Jhwh? Warum kann man dann nicht so konsequent sein und zugeben, dass man mit Jhwh nichts zu tun hat und Jesus ein eigener Gott ist? Ja, klar, ich kenne die christlichen Interpretationen, wie die Kluft zwischen beiden Figuren argumentativ überbrückt wird, aber ich kann das einfach nicht akzeptieren, halte das für Konfabulationen.

Bei Allah ist es IMO noch offensichtlicher, dass er mit Jhwh nichts am Hut hat. Also warum steht ihr dann nicht komplett zu euren Göttern und verwerft Jhwh komplett, wenn ihr ihn schon entstellt?



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RE: warum Jhwh?

#4 von Aslan , 05.12.2011 23:22

Zitat von RAFA
Es wagt zwar kaum ein Christ, sich gegen das AT völlig abzugrenzen, aber bei vielen christlichen Gruppen geht der alte Gott der Juden komplett unter. Sie richten sich nur nach Jesus, beten zu Jesus... wozu denn dann noch Jhwh? Warum kann man dann nicht so konsequent sein und zugeben, dass man mit Jhwh nichts zu tun hat und Jesus ein eigener Gott ist?



Das geht irgendwie nicht – ich kann das geistlich gesehen nicht einfach selektieren. Das AT ist für mich genauso Gottes Wort wie das NT. Das hat was mit Gottesfurcht zu tun; ein schwieriger Begriff, den ich an dieser Stelle nicht weiter ausführen möchte. Als Christ sind für mich alle 66 Bücher der Bibel relevant, wenn es darum geht, von Gottes Wort unterwiesen zu werden. Wenn ich lese, wie Gott mit Abraham, Mose, Joseph, Elia, Jeremia, Saul, David & Co. Umgang pflegte und sie in der Lehre der alten Schriften unterwies und mit Ihnen unterwegs war, dann bin ich voller Ehrfurcht genauso ergriffen, wie bei den Gleichnissen Jesu mit den Jüngern oder Paulus in seinen Unterweisungen an die Gemeinden in Kleinasien. ICH kann wiederum nicht verstehen, warum man sich hier unbedingt als Christ abgrenzen muss. Man kann das NT und alles was Jesus lehrte, nur auf Grundlage des AT verstehen. Ein Christ, der sich gegen Gottes Handeln im AT innerlich abgrenzt, wird die Lehre Jesu und der Apostel zwangsläufig missverstehen müssen.

Aus Theologischer Sicht muss man sagen, dass es sich bei dem Dreieinigen Gott um drei eigenständige Personen handelt, die in sich selbst aber EINS sind. Das kann man nicht denken. Daraus kann man keinesfalls herleiten, es handele sich hierbei um konkurrierende Götter, die um die Gunst der Menschen buhlen. Also solche Gedanken lasse ich nicht erst in mein Bewusstsein kommen, denn sie würden nur in die Irre führen. Ich sehe das Ganze in einem großen Zusammenhang, in dem Gott auf unterschiedliche Weise in der Bibel handelt. Das Gottesbild der Menschen im AT spiegelt sich im Verständnis der Heiligen Schriften wider, mit denen die Zeitgenossen des NT Jesus begegneten. Dieses Gottesbild wurde erst durch Jesus und die Apostel ins rechte Licht gerückt.


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RE: warum Jhwh?

#5 von aiem , 06.12.2011 00:39

Man kann immer alles auseinander dividieren: JHVH, Allah oder Krishna sind schlicht und einfach Aspekte des EINEN ("Vater"). Heilige ("Sohn") sind vollkommene Menschen, die keinen eigenen Willen (mehr) haben, sondern sich dem Willen des All-Einen unterworfen haben, und diesen auf eine Weise repräsentieren, als hätte das All-Eine sich mit Fleisch bekleidet. Der hl. Geist ist das "Wort" bzw. der Logos: er ist die alles durchdringende Kraft des "Vaters des Bewusstseins und der Dinge". In Wahrheit besteht kein Unterschied zwischen diesen 3 Erscheinungsformen, die sich verborgen halten oder sich auch offenbaren können. Wovon das abhängt? Keine Ahnung!

Die Welt ist ein Prisma, in dem sich das göttliche Licht bricht. Und selbst die Finsternis ist ein Aspekt des All-Einen. Ohne sie wäre jegliche Offenbarung des Verborgenen undenkbar.


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RE: warum Jhwh?

#6 von RAFA , 06.12.2011 14:44

Zitat von Aslan
ICH kann wiederum nicht verstehen, warum man sich hier unbedingt als Christ abgrenzen muss.


Klar: Die alten Geschichten von der Schöpfung oder von Moses und Abraham sind sehr schön, spannend und faszinierend (mal ganz abgesehen davon, ob sie wahr sind oder nicht). Aber dazwischen sind wieder so barbarische Akte... kannst du dir vorstellen, dass JESUS jeden erstgeborenen Ägypter tötet? Hätte JESUS jemals angewiesen, 400 Baalspriester zu erschlagen ... oder bei Feldzügen alle Männer zu töten, auch die Weiber, die Kinder und sogar das Vieh? Würde JESUS giftige Schlangen unter sein Volk schicken, so dass viele gebissen würden und sterben?

Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Du etwa?


Zitat von Aslan
Man kann das NT und alles was Jesus lehrte, nur auf Grundlage des AT verstehen


Sicher: Jesus selbst hat sich ja auf das AT gegründet und berufen. Das Judentum war ja auch die Religion, in der er aufgewachsen war und die er glaubte. Er KONNTE ja gar nicht anders auftreten als ein Kind Jhwhs.

Aber hier können auch die Mormonen oder die Muslime daher kommen, denn auch deren Propheten und Begründer beriefen sich auf die AT-Geschichten. Anhand des Geistes ihrer Lehren kann man erkennen, ob das denn wirklich auch der Geist des AT-Jhwh ist - und ich finde: klares Nein!


Zitat von Aslan
handele sich hierbei um konkurrierende Götter, die um die Gunst der Menschen buhlen.


Ich würd nicht mal sagen, dass hier verschiedene Götter um Jhwh's Status "buhlen".

Schaun wir uns doch Mohammed an! Er wurde in einer Gegend geboren, wo man das AT kannte. Sicherlich wurde er auch in der Tradition des AT erzogen. Er glaubte an den AT-Gott. Andererseits war da auch noch die Mond-Religion. Juden-Gott-Lehren und Mond-Gott-Lehren waren für ihn offensichtlich nicht klar auseinander zu halten. Nun hatte er eine Vision/Offenbarung. Es ist doch klar, dass er diese Offenbarung in den Kontext einbetten musste, den er kannte - in was denn sonst? Wenn Mohammed überhaupt eine Vision hatte, dann MUSSTE er sie doch auf Basis seines bereits bestehenden Glaubens interpretieren. Ja, vielleicht ist ihm statt des Gibril der Satan persönlich erschienen, mag ja alles sein, aber was hätte Mohammed da denken sollen? Doch nur das, was er kannte und glaubte, nämlich dass das ein Gesandter des großen Gottes war. Und der einzige große Gott, den Mohammed kannte, der war nun mal nur Jhwh. Es ist doch dann klar, dass er die Pflenze, die er da erlebt und gesichtet hat, in den Kontext "Jhwh" einbettet.

Wenn wir jetzt finden wollen, ob das, was Mohammed erzählte und der Geist, den Mohammed hatte, tatsächlich auch derselbe Geist ist, der die Bibelautoren inspirierte, dann müssen wir vergleichen: gibt es Ähnlichkeiten? Erzählt die Bibel und der Koran sinngemäß dasselbe? Oder guttenbergt sich da was und verbergen sich da ganz andere Autoren dahinter?

Ich hoffe, dass du im Fall Mohammeds erkennst, dass der Gott des Koran einen derartig anderen Charakter und Geist hat, dass er unmöglich Jhwh und schon gar nicht Jesus sein kann. Oder?

Wie schauts aus mit den Mormonen? Erkennst du an der Lehre von Joseph Smith, dass hier Jhwh spricht? Wenn man das Buch Mormon so liest: Spricht daraus derselbe Geist wie aus der Bibel und ist der Autor Jhwh? Ja, gut, das Buch Mormon bemüht sich aufs Äußerste, möglichst biblisch zu klingen, aber ist denn seine (Kern)-Aussage das, was Jhwh gesagt hätte?

Ich denke, wir sind uns hier einig: Es ist zwar schon schwieriger zu unterscheiden, weil es etwas besser geist-"kopiert" ist, aber der Geist des Buches Mormon ist ein ganz anderer als der der Bibel!

Mit Jesus und Jhwh würd ich nun gern einen Test machen: Zählt doch mal einfach irgendwelche Eigenschaften auf, die ihr dem jeweiligen Kandidaten zuordnet und nennt dazu eine Bibelstelle, aus der ihr diese Eigenschaft herleitet, z.B.:

Jesus - deeskalierend, Streit vermeidend - Lk. 6,29, Mt 5,39
Jhwh - kriegstreibend, gewaltgebietend - 2.Mose 32,27


Zitat von Aslan
ch sehe das Ganze in einem großen Zusammenhang


Diesen Zusammenhang kann man zwar knüpfen, er gelingt aber auch Muslimen und Mormonen, ohne dass er dort wirklich vorhanden wäre.


Zitat von Aslan
Dieses Gottesbild wurde erst durch Jesus und die Apostel ins rechte Licht gerückt.


Na, das kann man doch dann von Muslimen und Mormonen ebenso interpretieren ?


Zitat von aiem
JHVH, Allah oder Krishna sind schlicht und einfach Aspekte des EINEN ("Vater")


...und ICH bin auch nur "Aspekte des Einen", wenn du so willst, aber Jhwh bin ich definitiv NICHT. Warum soll Allah oder Jesus es dann sein?



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RE: warum Jhwh?

#7 von magnusfe , 07.12.2011 05:12

aber der jesus der ist doch teilwiese der jhwh des at

Jesus im A.T.: der Engel des Herrn

(http://christozentrisch.wordpress.com/20...ngel-des-herrn/)


Im Alten Testament begegnen wir oft einer rätselhaften Figur: dem sogenannten Engel des Herrn. Warum wird in den meisten Übersetzungen dieser Engel nicht einfach EIN Engel des Herrn genannt? Warum spricht dieser Bote oft mit einer solchen Autorität, als ob er selbst Gott wäre?

Lasst uns einige Stelle anschauen, wo von diesem Engel die Rede ist!

Als Hagar Saras Dienerin und Abrahams Nebenfrau auf der Flucht vor ihrer Herrin war, begegnet sie dem Engel, der zu ihr sprach:

Ich will deine Nachkommen so mehren, dass sie der großen Menge wegen nicht gezählt werden können.
1 Mose 16, 10

Sie nannte ihn den Gott, der mich sieht (El Roi)

Als Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollte, wie Gott ihm befohlen hatte, rief ihn der Engel des Herrn und sprach:

Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen.
1 Mose 22, 11

Dieser Engel spricht auch zu Jakob im Traum und sagt:

Ich bin der Gott, der dir zu Bethel erschienen ist, wo du den Stein gesalbt hast, und du hast mir daselbst ein Gelübde getan.
1 Mose 31, 13

Am Ende seines Lebens, wenn er die Söhne Josefs segnet, bittet Jakob diesen Engel, der solle die Knaben segnen. Über diesen Engel sagt er, er sei bis zum heutigen Tag sein Hirte gewesen (1 Mose 48, 15-16)

Den Engel des Herrn finden wieder in der Wüste Sinais, wo Mose die Schafe seines Schwiegervaters hütete. Er erscheint Mose in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. (2 Mose 3, 2). Aus diesem Dornbusch hört Mose eine Stimme, die sagt:

Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.
2 Mose 3, 6

Der Engel erscheint Bileam, der sich auf den Weg gemacht hatte, um das Volk Israel zu verfluchen und spricht zu ihm:

Siehe, ich habe mich aufgemacht, um dir zu widerstehen; denn dein Weg ist verkehrt in meinen Augen.
4 Mose 22, 32

In Richter 2 erscheint wieder der Engel des Herrn und redet zu dem Volk Israel:

Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und ins Land gebracht, das ich euren Vätern zu geben geschworen habe, und gesprochen, ich wollte meinen Bund mit euch nicht brechen ewiglich.

Der Engel erscheint auch Gideon (Richter 6) und befiehlt ihm ein Opfer darzubringen. Nachdem Gideon es getan hat, streckt der Engel seinen Stab aus und verzehrt das Opfer durch Feuer.

Wir könnten noch viele Stellen zitieren, wo dieser merkwürdige Engel erscheint. In der Kirchentradition wurde dieser Engel fast immer mit Jesus Christus identifiziert.

Nun bemerken einige, dass wir den Begriff „der Engel des Herrn“ in manchen Übersetzungen, darunter in der Lutherübersetzung, auch im Neuen Testament nach der Geburt Christi finden. In der Lutherübersetzung erscheint dieser Engel Josef und befiehlt ihm, Maria als Frau zu nehmen (Matthäus 1, 20), dann als Herodes das Kind töten will, nach Ägypten zu fliehen (Matthäus 2, 13). Es ist auch der Engel des Herrn, der bei der Auferstehung Jesu den Stein wegrollt (Matthäus 28, 2). Ist es nicht ein klarer Beweis, dass dieser Engel nichts mit Jesus zu tun hat?

Nichts in dem griechischen Urtext erlaubt uns eine solche Unterscheidung zu machen. Es steht einfach: „siehe Engel des Herrn“ (idou aggelos kuriou). Hier hat die Lutherbibel (wie die alte King James übrigens) willkürlich übersetzt. Es handelt sich nicht um „den“, sondern um „einen“ Engel. Einige Kommentatoren (wie W. G. MacDonald) haben auch gemerkt, dass dies auch für das hebräische Alte Testament gilt.

Wir denken, dass der Engel des Herrn zumindest in den Bibelstellen, die wir erwähnt haben, der Sohn Gottes ist, weil er Eigenschaften Gottes auf sich anwendet, nicht weil der Text eine grammatikale Besonderheit aufweist:

Er wird als Gott wahrgenommen
Er spricht als ob er Gott wäre
Er befiehlt Dinge aus eigener Autorität
Er vergibt Sünden
Er handelt als Richter
Er nimmt Anbetung an
Er tröstet
Er gibt Verheißungen
Es ist erstaunlich, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, im Neuen Testament auch so gehandelt hat.

Er sagt in Johannes 14, 9 : Wer mich sieht, der sieht den Vater! In Johannes 10, 30: Ich und der Vater sind eins. In Matthäus 8, 26 steht er auf im Boot und bedroht den Wind und das Meer. Da wurde es ganz stille. Er heilt und vergibt die Sünden (Markus 2, 5). In Offenbarung 19 kommt er als Richter. In Johannes 20, 28 wird er von Thomas als Gott angebetet. Im Matthäus 11, 28-39 tröstet er die Mühseligen und Beladenen. In Johannes 14 verheißt er seinen Jünger einen Platz im Himmel.




Bibelbelege :


Jes 7,14; 9,5; Mal 3,1; Mt 14,32-33; 26,63-64; Dan 7,13-14; Lk 7,48-50; Joh 1,1.10.14; 8,58; 10,25-33; 14,6-7; 20,26-29; Röm 9,4-5; 2.Kor 4,4; Kol 1,15-20; Phil 2,5-6; Tit 2,11-14; Hebr 1,1-4.8; 2.Petr 1,1; 1.Joh 5,20

"Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn,
der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn kundgemacht."
Johannes 1, 18

Auf den ersten Blick scheint es so zu sein, als hätten wir
hier einen Widerspruch in der Bibel gefunden. Hatte
Moses nicht Gott, wenn auch nur von hinten gesehen. Was
war mit den Propheten und Patriarchen oder den
Glaubenshelden wie Gideon. Nun die Lösung finden wir
im 1. Vers des Johannesevangeliums. Dort wird gesagt:

"Am Anfang war das Wort!"
Das "Wort" von dem hier die Rede ist, heißt auf
griechisch: "Logos".
Dieser Logos hat aber noch eine viel weiter gehende
Bedeutung. Es bezeichnet alles, was von jemandem, also
hier von Gott, ausgeht.
Jede Form der Erscheinung nach außen ist hier gemeint.
Der Logos Gottes bei den Gesprächen mit Adam, bei den
Begegnungen mit Moses oder Jakobs, dieses Logos ist der
Herr Jesus Christus.
Er ist Anfang und Ende. Er ist der, durch den alle Dinge
gemacht sind. Er war von Anfang an der, der zwischen
dem Menschen und Gott, dem Vater, vermittelte. Aber
lassen wir im Weiteren das Wort Gottes selber reden.
"Jahwe besaß mich im Anfang seines Weges, vor seinen
Werken von jeher. Ich war eingesetzt von Ewigkeit her,
von Anbeginn, vor den Uranfängen der Erde.
Ich war geboren, als die Tiefen noch nicht waren, als noch
keine Quellen waren, reich an Wasser.
Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln war ich
geboren;
als er die Erde und die Fluren noch nicht gemacht hatte,
und den Beginn der Schollen des Erdkreises. Dass die
Wasser seinen Befehl nicht überschritten, als er die
Grundfesten der Erde feststellte: war ich Schoßkind bei
ihm, und war Tag für Tag seine Wonne, vor ihm mich
ergötzend allezeit," Sprüche 8, 22 - 30
Sie sprechen von der ewigen Existenz und von der Göttlichkeit der zweiten göttlichen Person, dem Sohn. "Wort" - griechisch "Logos" - ist die Bezeichnung, die Johannes für den Sohn verwendet. Vom "Wort" wird gesagt, dass es sowohl Gott als auch bei Gott war, was einerseits die Gleichheit des Wesens und andererseits die Verschiedenheit der Personen begründet.


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RE: warum Jhwh?

#8 von magnusfe , 07.12.2011 05:14

also war jesus (der eine teilgottinkarnation ist) vor seiner inkarnation im at als engel des herrn unterwegs unter dem namen jhwh

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RE: warum Jhwh?

#9 von RAFA , 07.12.2011 15:12

Zitat von magnusfe
...it einer solchen Autorität, als ob er selbst Gott wäre?


Weil JEDER anständige Bote oder Gesandter so spricht, als wäre er sein Sender selbst und prinzipiell vom Sender selbst nicht zu unterscheiden ist, weil er ihn ja repräsentieren soll.


Zitat von magnusfe
Als Hagar Saras Dienerin und Abrahams Nebenfrau auf der Flucht vor ihrer Herrin war, begegnet sie dem Engel, der zu ihr sprach:
Ich will deine Nachkommen so mehren, dass sie der großen Menge wegen nicht gezählt werden können.
1 Mose 16, 10


Dann guck doch mal andere Gesandte in der Bibel an, z.B. die von Königen und Herrschern, wie DIE auftreten? Wie benimmt sich Pontius Pilatus, der STATTHALTER Roms? Natürlich so wie "Rom selbst" oder meinst du, es lag in Pilatusens PERSÖNLICHEM Interesse, Jesus zu killen? Nein! Das lag im Interesse Roms, und Pilatus benahm sich, als sei er "Rom persönlich". Er sagte nicht: "Rom lässt dich fragen, ob du der König der Juden bist?", sondern er fragte einfach selber, so als wäre er Rom selbst. ...oder der Knecht des Kaiphas: Der hieb dem Petrus gleich so ein Ohr ab als sei er Kaiphas selbst. Oder sonstige Händler und Knechte, die von ihren Herren auf den Markt geschickt werden um etwas zu verkaufen. Die sagten auch nicht: "Moment, da muss ich erst mal meinen Herrn fragen, ob ich mit dem Preis runtergehen darf..." sondern die taten das ganz selbstständig als seien sie ihr Herr selbst.

Also nö, DER Engel des Herrn ist genausowenig immer dieselbe Person wie DER Bote des Königs. Keinesfalls war das zwingend immer derselbe, im Gegenteil (und jetzt kommt die Auflösung): Die Persönlichkeit und Person dieses Boten ist völlig unwichtig - er ist ein SKLAVE seines Herrn und insofern einer persönlichen Erwähnung nicht wert. Seine Rolle ist, der Bote zu sein und wer er ansonsten ist, ist nicht von Bedeutung.


Zitat von magnusfe
wo dieser merkwürdige Engel erscheint.


Wer ist eigentlich dieser merkwürdige "DER Mensch", der so oft erwähnt wird. Ist er denn unsterblich, denn manchmal heißt es: "Die Wiege DES Menschen ist Afrika", da ist DER Mensch also geboren, und dann heißt es wieder: "DER Mensch jagte Mammuts", mei, die gibt es ja nur im Norden, da ist er aber weit rum gekommen, dieser Kerl, ts. Und er muss sogar HEUTE noch leben, denn ich habe schon gelesen: "DER Mensch bedient heute Maschinen..." Wer ist dieser legendäre Mensch?



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RE: warum Jhwh?

#10 von Freigeist , 07.03.2016 18:09

bla bla
Wer sich die Lehren jenen Christus verinnerlicht hat, kann getrost die Bibel "beiseite legen". Solche Menschen sind wahrscheinlich schon längst Buddhisten, ...

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RE: warum Jhwh?

#11 von Freigeist , 07.03.2016 18:58

Apropo IHVH:
Das ist die kabbalistische Beschreibung von "Gott". Da jener grenzenlos ... ist, kann niemand (auch kein Volk) ihn für sich beanspruchen.

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RE: warum Jhwh?

#12 von Morgendämmerung , 09.04.2016 13:35

Erst einmal sollte man klarstellen, seit wann sowas wie Israel gibt. Kein Vater hat seinen Sohn so benannt, der Sohn des Isaacs eines Hebräers hieß Jakob und Abraham war ein Hebräer und ist Stammvater der Nachfahren Ismaeliten, der Esau und der Jakob alias Israeliten.

11 Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten? 12 Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir das Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge. 13 Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Israeliten komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt!, und sie mir sagen werden: Wie ist sein Name?, was soll ich ihnen sagen? 14 Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde???. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: »Ich werde sein???«, der hat mich zu euch gesandt. 15 Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der HERR1, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name auf ewig, mit dem man mich anrufen soll von Geschlecht zu Geschlecht. http://bibelserver.com/text/LUT/2.Mose3

Seit wann ist, "Ich werde sein, der ich sein werde" oder aber "Ich werde sein" ein Name ist es der Wille Gottes, mächte der Herr der Welten so benannt, betitelt und angerufen werden oder können die Geschlechter nicht einmal der einfachsten Gebot nachkommen ?

2 Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin der HERR 3 und bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob als der allmächtige Gott, aber mit meinem Namen »HERR« habe ich mich ihnen nicht offenbart. http://bibelserver.com/text/LUT/2.Mose6

8 Ich, der HERR, das ist mein Name, ich will meine Ehre keinem andern geben noch meinen Ruhm den Götzen. http://bibelserver.com/text/LUT/Jesaja42

11 Um meinetwillen, ja, um meinetwillen will ich's tun, dass ich nicht gelästert werde; denn ich will meine Ehre keinem andern lassen. http://bibelserver.com/text/LUT/Jesaja48

6 Darum soll an jenem Tag mein Volk meinen Namen erkennen, dass ich es bin, der da spricht: Hier bin ich! http://bibelserver.com/text/LUT/Jesaja52

21 Darum siehe, diesmal will ich sie lehren und meine Kraft und Gewalt ihnen kundtun, dass sie erfahren sollen: Ich heiße der HERR. http://bibelserver.com/text/LUT/Jeremia16

Ist Herr ein Name ?

26 Wann wollen doch die Propheten aufhören, die Lüge weissagen und ihres Herzens Trug weissagen 27 und wollen, dass mein Volk meinen Namen vergesse über ihren Träumen, die einer dem andern erzählt, wie auch ihre Väter meinen Namen vergaßen über dem Baal? 28 Ein Prophet, der Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen?, spricht der HERR. http://bibelserver.com/text/LUT/Jeremia23

Welche Nationalität, welche Sprache sie im Moment auch sprechen mögen, sie sollen an die Götzen, an die Gründer ihrer Länder laufen!

39 Aber ihr vom Hause Israel, so spricht Gott der HERR: Weil ihr mir denn nicht gehorchen wollt, so fahrt hin und dient ein jeder seinem Götzen, aber meinen heiligen Namen lasst hinfort ungeschändet mit euren Opfern und Götzen! 44 Und ihr werdet erfahren, dass ich der HERR bin, wenn ich so an euch handle zur Ehre meines Namens und nicht nach euren bösen Wegen und verderblichen Taten, du Haus Israel, spricht Gott der HERR. http://bibelserver.com/text/LUT/Hesekiel20

20 So kamen sie zu den Heiden; aber wohin sie kamen, entheiligten sie meinen heiligen Namen, weil man von ihnen sagte: »Sie sind des HERRN Volk und haben doch aus ihrem Lande fortziehen müssen!« 21 Da tat es mir Leid um meinen heiligen Namen, den das Haus Israel entheiligte unter den Heiden, wohin sie auch kamen. 22 Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht Gott der HERR: Ich tue es nicht um euretwillen, ihr vom Hause Israel, sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr entheiligt habt unter den Heiden, wohin ihr auch gekommen seid. 23 Denn ich will meinen großen Namen, der vor den Heiden entheiligt ist, den ihr unter ihnen entheiligt habt, wieder heilig machen. Und die Heiden sollen erfahren, dass ich der HERR bin, spricht Gott der HERR, wenn ich vor ihren Augen an euch zeige, dass ich heilig bin. http://bibelserver.com/text/LUT/Hesekiel36

11 Denn vom Aufgang der Sonne bis zum Niedergang ist mein Name herrlich unter den Heiden, und an allen Orten wird meinem Namen geopfert und ein reines Opfer dargebracht; denn mein Name ist herrlich unter den Heiden, spricht der HERR Zebaoth. http://bibelserver.com/text/LUT/Maleachi1

Wenigstens haben wir hier einen der Wunderschönsten Namen Gottes geschrieben stehen, ihr nichtsnutzigen volldeppen aller Sprachen, Stämme, Nationen und Völker!

 
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RE: warum Jhwh?

#13 von Freigeist , 11.04.2016 15:19

Laß uns doch mal über den (alttestamentalen) Horizont hinausblicken:
Was hälst Du z.B. von der "Traumzeit" der australischen Aborigines? Wer hatte ihnen zu diesem Bummerang verholfen? - Für diese gab es (vor unserer Zeit/der Eiszeit)) eine über tausende Jahre lange "paradiesische" Epoche.


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RE: warum Jhwh?

#14 von Morgendämmerung , 15.04.2016 21:15

Wieso nicht über die Völker der Mayas oder über die der Azteken schreiben, Menschen die im und mit der Natur leben scheinen allen anderen ein Dorn im Auge zu sein.

 
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RE: warum Jhwh?

#15 von RAFA , 17.05.2016 16:30

Zitat von Morgendämmerung
Seit wann ist, "Ich werde sein, der ich sein werde" oder aber "Ich werde sein" ein Name


Als Kind habe ich gelacht, weil Indianer sich so komische Namen gaben wie "tanzender Wolf", "brüllender Bär" oder "sitzender Bulle" ... aber als ich älter wurde, musste ich feststellen, dass wir alle sowas Seltsames heißen. Auch unsere Namen sind alles nur Fortführungen von Bezeichnungen, die man irgendwann als Name vergab und sie haben alle eine Bedeutung. Also: Es gibt gar keine "Namen"!

Insofern hat natürlich auch "Gott" keinen Namen, denn alle seinen Namen sind nur solche Bezeichnungen, die etwas bedeuten. Sie bedeuten Herr, Vater, Meister, Schöpfer, Allgeist, Unendlicher, Zeitloser, Ewiger ... oder sonst was.

Damit ist Gott aber nix Besonderes. Wir sind ja alle so! Also was will denn dieser aufgestellte Mausdreck!


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