Aus systemtechnischen Gründen ist die Registration als neuer User nur über die direkte Einwahl ins Forum möglich: RAFA.xobor.de

RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#16 von Bierbaron , 22.10.2012 22:28

Der Kabarettist Volker Pispers sprach mal über die Behauptung, in unserem Land könne jeder nur durch Fleiß erfolgreich werden. Dieser Aussage stimmte er zu, ergänzte dann aber, dass das zwar jeder könne, aber nicht alle. Und das Gleiche gilt für Machtpositionen. Wenn es ein riesige Anzahl von Menschen gibt die an EINER bestimmten davon daran interessiert sind, bekommt diese trotzdem nur EINER. Ob nun 10 von den Interessenten aus den gleichen Beweggründen daran interessiert sind und auch ähnlich qualifiziert oder 10000, ändert nicht an der Anzahl dieser Positionen.

Zitat von Demo
Was glaubst Du denn, welcher Gruppe ich mich zuordnen würde?



Nach dem was ich bis jetzt von dir gelesen habe, bist du jemand der genau das tut, was die Menschen in Machtpositionen von ihm erwarten. Also jemand der wie viele andere ehrgeizig ist und Geld für die Machthaber erwirtschaftet, weil die ihm sagen sagen, dass das der Weg zum Erfolg ist.


www.erwaehnenswertes.de

www.agnostizismus.info

Wir sind Brot, Widerstand ist zwecklos!
http://www.youtube.com/watch?v=VJjVkCGy36I

 
Bierbaron
Beiträge: 1.189
Registriert am: 06.03.2011


RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#17 von Loki666 , 22.10.2012 22:36

So von wergen Minigott, Satan Loki übt Weltweit macht aus, auch wenn sich dessen Niemand wirklich bewusst ist, in gewisser weise hat er diese Welt recht gut im Würgegriff, da spielt es überhaupt keine Rolle, wenn ich der einzige Lokianhänger wäre, was im Hintergrund aber nicht so ist. Und zu minderst ist mir ein Punkt klar wo er sich mit Ahriman erfolgreich die Hand reicht. Dagegen sind andere Götter Superloser, ganz egal wie viele dumfbackige Anhänger sie haben.


Loki der Gesetzesbrecher unter den gemanischen Göttern, denn er lebt nach den Motto "Tu was du willst"
Ist keine Aufforderung zum Mist bauen oder einem Anderen zu schaden, sondern zu freien Willen.

http://www.lokis-mythologie.de/loki.html

 
Loki666
Beiträge: 1.035
Registriert am: 28.05.2012


RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#18 von Bierbaron , 23.10.2012 12:16

Zitat von Demo
Das ist eine typische Loser-Sichtweise: Du nimmst an, daß es externe Faktoren sind, die über Erfolg und Mißerfolg entscheiden.



Dass so zu sehen wäre eine typische Loser-Sichtweise, aber das tue ich nicht. Aber sich einzureden, dass immer der Beste oder Geeignetste gewinnt (und sich selbst womöglich als so jemand zu sehen), ist ebenfalls eine Loser-Sichtweise. Ein "Loser" ist nämlich nicht nur jemand, der sich nicht für das Erreichen seiner Ziele einsetzt, sondern auch jemand, der sich derart vom Erreichen seiner Ziele abhängig macht, dass er dauerhaft unzufrieden ist (oder sich als Loser fühlt) solange er diese nicht erreicht hat. Worauf es ankommt, ist immer eine realistische Einschätzung der Relation von inneren und externen Faktoren.

Wenn es also etwas typisch satanistisches ist Machtpositionen anzustreben und auch dahin zu gelangen, deren begrenzte Anzahl aber dafür sorgt, dass egal wer der Geeignetste ist nur 0,x % der Satanisten in eine solche Postion kommen können, wären 99,x % der Satanisten Loser.

Zitat von Demo
Um zur Macht zu gelangen, muß man etwas richtiger machen als die Luschen, die es nie dahin schaffen.



Stimmt, es gibt eine Menge Luschen die es falsch machen. Von denen die es "richtiger" machen gibt es aber auch sehr viel mehr als Machtpositionen. Damit diejenigen die es nie schaffen werden (obwohl sie das Gleiche machen wie die die es erreicht haben und ebenso qualifiziert sind) denen die "oben" stehen dienlich sind, werden diese "satanistischen Gewinnertypen" psychologisch manipuliert und man redet ihnen ein, dass die "da oben" besondere Menschen sind und sie beste Chancen haben auch einer von denen zu werden.

Bevor es falsch verstanden wird, ich halte Satanisten nicht für Loser. Das wären sie nur, wenn sie den Wirtschaftsdogmatikern noch unkritischer aus der Hand fressen als die anderen Scheuklappendenker es tun von denen wir umgeben sind. Es wurde hier (nicht von mir) zwar so dargestellt, als wäre so ein Verhalten typisch satanistisch, aber das halte ich eher für unpassendes Wunschdenken. Das heißt, überall wo ich in diesem Beitrag Begriffe wie "satanistisch" verwende, bezieht sich das auf die Konsequenz, wenn das worum es geht wirklich typisch satanistisch wäre.


www.erwaehnenswertes.de

www.agnostizismus.info

Wir sind Brot, Widerstand ist zwecklos!
http://www.youtube.com/watch?v=VJjVkCGy36I

 
Bierbaron
Beiträge: 1.189
Registriert am: 06.03.2011

zuletzt bearbeitet 23.10.2012 | Top

RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#19 von Loki666 , 23.10.2012 13:43

Zitat
Bevor es falsch verstanden wird, ich halte Satanisten nicht für Loser. Das wären sie nur, wenn sie den Wirtschaftsdogmatikern noch unkritischer aus der Hand fressen als die anderen Scheuklappendenker es tun von denen wir umgeben sind. Es wurde hier (nicht von mir) zwar so dargestellt, als wäre so ein Verhalten typisch satanistisch, aber das halte ich eher für unpassendes Wunschdenken. Das heißt, überall wo ich in diesem Beitrag Begriffe wie "satanistisch" verwende, bezieht sich das auf die Konsequenz, wenn das worum es geht wirklich typisch satanistisch wäre.



Sehe ich ähnlich, denn was nützt mir alle Macht, wenn ich eigentlich Sklave meiner Arbeit bin, schlechte Aussichten mein Individuelle Ich aus zu leben, wenn ich ausgebrannt bin und für nichts mehr Zeit habe, es geht für mich drum so viel "Macht" zu raffen wie man persönlich braucht und nicht an ihr zu ersticken. Was persönlicher Erfolg ist muss Jeder selbst entscheiden Wer nur der „Knete“ hinter her rennt, ist ein Hamster im Laufrad, also nicht mal sein eigener Herr, aber dafür sicher ein guter Arbeitssklave, Nehmen wir mal an man wäre Ganz oben, hat auch Geld wie Heu, aber kann eigentlich nichts, damit anfangen, weil man 18 Stunden an Tag „knüppeln geht wie die Sau“, Sprich Freizeit geht gegen Null, Stress erreicht Rekordwerte und da man schon Jeden Scheiß besitzt, hat man auch daran keine Freude mehr, Dann ist man in meinen Augen kein Satanist, aber dafür sicher Turbokapitalist hoch Zehn. Weil mach muss einem ützen und nich dazu führen das man aufgzerrt wird. Gier ist ja was Feines, aber nur in der richtigen Portion.


Loki der Gesetzesbrecher unter den gemanischen Göttern, denn er lebt nach den Motto "Tu was du willst"
Ist keine Aufforderung zum Mist bauen oder einem Anderen zu schaden, sondern zu freien Willen.

http://www.lokis-mythologie.de/loki.html

 
Loki666
Beiträge: 1.035
Registriert am: 28.05.2012

zuletzt bearbeitet 23.10.2012 | Top

RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#20 von RAFA , 23.10.2012 16:55

Zitat von BB
Ein "Loser" ist nämlich nicht n...


Also ich weiß nicht: für MICH ist ein Loser einer, der das NICHT erreicht, was ICH erreicht haben will. Wenn er selber damit glücklich ist, weil er das gar nicht erreichen wollte, dann ist es für mich der Oberloser, z.B. Christen: Je weiter sie dem Himmelreich nahen, desto losiger finde ich sie, auch wenn sie selbst meinen, sie hätten gewonnen. Das Protobeispiel des Losers ist IMO Jesus.


Zitat von BB
t (oder sich als Loser fühlt)


Ist der "Kaiser von China", der x-mal im Guinessbuch der Rekorde steht, dem die schönsten Frauen zu Füßen liegen und der noch soeben einen 6er im Lotto hatte... aber der sich (aus irgendwelchen, unverständlichen Gründen) wie ein Loser fühlt, für DICH ein Loser?


Zitat von BB
etwas typisch satanistisches ist Machtpositionen anzustreben und


Wir hatten das im Sataniforum erst neulich, dass der Wille zur Macht auch schwer geschlechtsspezifisch sein soll, weil meistens bloß Männer die Macht wollen und die wenigsten Frauen an Macht mehr Interesse haben.

Insofern bin auch ICH absolut nicht an Macht interessiert. Es sollte natürlich alles in meinem Leben ganz gut funzen, damit ich keine großen Probleme haben, aber mehr soll es nicht sein. Das Allerletzte, was ich haben will, wäre, dass andere nach meiner Pfeife tanzen und am ekligsten fände ich das, wenn ich die auch noch rumkommandieren müsste.



www.RAFA.at
guckstu auch in meinen Blog: www.RAFAmania.de

 
RAFA
Beiträge: 3.573
Registriert am: 05.03.2011


RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#21 von Bierbaron , 23.10.2012 22:35

Zitat von RAFA im Beitrag #20

Zitat von BB
t (oder sich als Loser fühlt)

Ist der "Kaiser von China", der x-mal im Guinessbuch der Rekorde steht, dem die schönsten Frauen zu Füßen liegen und der noch soeben einen 6er im Lotto hatte... aber der sich (aus irgendwelchen, unverständlichen Gründen) wie ein Loser fühlt, für DICH ein Loser?



Nein, der ist für mich nur jemand der sich wie ein Loser fühlt. Der Grund für sein Empfinden könnte die Erkenntnis sein, dass Glück und Zufriedenheit innere psychische Zustände sind, die sich nicht so einfach durch äußere Umstände lenken lassen wie er es gerne hätte.

Menschen die Ziele erreichen wollen haben alle eines gemeinsam. Sie hoffen, dass sie wenn ihnen das gelingt mit dem Erreichten zufrieden sind, und das am besten dauerhaft oder zumindest sehr lange. Oft gelingt das aber nicht und man fragt ob mit einem was nicht stimmt, es ist ja (oberflächlich) alles in Ordnung. Aber die Antwort auf das was einen zufrieden oder glücklich macht gibt nun mal die Psychologie und nicht irgendein System was damit nichts zu tun hat.


www.erwaehnenswertes.de

www.agnostizismus.info

Wir sind Brot, Widerstand ist zwecklos!
http://www.youtube.com/watch?v=VJjVkCGy36I

 
Bierbaron
Beiträge: 1.189
Registriert am: 06.03.2011

zuletzt bearbeitet 23.10.2012 | Top

RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#22 von Demogorgon , 25.10.2012 14:32

Zitat von RAFA im Beitrag #15
Ahrimans Prinzip folgt die gesamte "westliche" Welt! Es ist so tiefstens blau hier wie sonst nirgendwo!


Inwieweit? Und warum "blau"?

Zitat von RAFA im Beitrag #15
Wenn es so wäre, dass nur Götter zu Existenz und Wirkung kommen, die bei ihren Namen verehrt werden, dann wäre ja SATAN schon überlängst ausgestorben


Ich denke schon, daß Satan immer seine Anbeter gehabt hat, nämlich Leute, die gegen das Christentum rebellieren wollten, als es noch vorherrschend war.

Zitat von RAFA im Beitrag #15
Nein: Ich bin allergisch gegen "dankbar". Das ist echt Christenquatsch.


Zitat von RAFA im Beitrag #15
Nein: "Danke" mag ich nur zu Leuten sagen, die sich auch über MICH Gedanken gemacht haben


Lehnst Du Dankbarkeit jetzt prinzipiell ab oder willst Du sie nur bestimmten Leuten zubilligen?

Zitat von RAFA im Beitrag #15
und nicht so wie Eltern, die sich nur Gedanken machen, wie sie "mich" gerne hätten


Nun gut, aber so sind doch keinesfalls alle Eltern.

 
Demogorgon
Beiträge: 120
Registriert am: 15.10.2012


RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#23 von Demogorgon , 25.10.2012 14:33

Zitat von Bierbaron im Beitrag #16
Nach dem was ich bis jetzt von dir gelesen habe, bist du jemand der genau das tut, was die Menschen in Machtpositionen von ihm erwarten. Also jemand der wie viele andere ehrgeizig ist und Geld für die Machthaber erwirtschaftet, weil die ihm sagen sagen, dass das der Weg zum Erfolg ist.


Und woran glauben der Herr, diese Annahme festmachen zu können?

 
Demogorgon
Beiträge: 120
Registriert am: 15.10.2012


RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#24 von Demogorgon , 25.10.2012 14:45

Zitat von Bierbaron im Beitrag #18
Aber sich einzureden, dass immer der Beste oder Geeignetste gewinnt (und sich selbst womöglich als so jemand zu sehen), ist ebenfalls eine Loser-Sichtweise.


Ja, wäre es. Nur hat das hier niemand behauptet. Es heißt ja survival of the fittest, worunter die Bestangepassten zu verstehen sind. Das heißt, daß berufliche Positionen nicht immer an den fachlich Geeignetsten gehen, sondern manchmal auch an den, der dem Chef am Besten in den Arsch kriecht oder der Frau, die am Besten mit dem Hintern wackeln kann. Der oder die sind dann nicht fachlich am Besten, aber waren am Besten an die Umgebung und deren Erwartungen angepasst.

Zitat von Bierbaron im Beitrag #18
Ein "Loser" ist nämlich nicht nur jemand, der sich nicht für das Erreichen seiner Ziele einsetzt, sondern auch jemand, der sich derart vom Erreichen seiner Ziele abhängig macht, dass er dauerhaft unzufrieden ist (oder sich als Loser fühlt) solange er diese nicht erreicht hat.


Korrekt. Es ist wichtig, die Relativität der eigenen Ziele vor Augen zu haben und auch mal loslassen zu können. Aber ich sehe nicht, daß hier das Gegenteil behauptet wurde?

Zitat von Bierbaron im Beitrag #18
Das wären sie nur, wenn sie den Wirtschaftsdogmatikern noch unkritischer aus der Hand fressen als die anderen Scheuklappendenker es tun von denen wir umgeben sind.


Welche Wirtschaftsdogmen siehst Du denn am Werk? Ich bin mir ziemlich sicher, daß sich hinter dieser Floskel absolute Ahnungslosigkeit verbirgt, frage aber trotzdem lieber mal nach.

 
Demogorgon
Beiträge: 120
Registriert am: 15.10.2012


RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#25 von Demogorgon , 25.10.2012 14:56

Zitat von RAFA im Beitrag #20
Ist der "Kaiser von China", der x-mal im Guinessbuch der Rekorde steht, dem die schönsten Frauen zu Füßen liegen und der noch soeben einen 6er im Lotto hatte... aber der sich (aus irgendwelchen, unverständlichen Gründen) wie ein Loser fühlt, für DICH ein Loser? [/blau]


Die Frage ging zwar nicht an mich, aber ich antworte trotzdem mal darauf: Ja, für mich wäre dieser Jemand ein Loser. Denn seine Annahme, er sei einer, dürfte ihn unglücklich machen, und somit hat er das Wichtigste - nämlich Glück - nicht gewonnen.

Materielle Reichtümer, Sex und Macht sind alle nur Mittel zum Zweck und kein Selbstzweck. Der Zweck besteht darin, glücklich zu werden. Dafür brauchen viele Menschen den innerweltlichen Erfolg, andere nicht.

Ich kann mir durchaus vorstellen, daß es viele bettelarme, aber zutiefst glückliche buddhistische Mönche gibt, die keinesfalls Loser sind. Demgegenüber gibt es sicherlich viele todunglückliche Millionäre. Warum sollten die Winner sein?

Zitat von RAFA im Beitrag #20

Also ich weiß nicht: für MICH ist ein Loser einer, der das NICHT erreicht, was ICH erreicht haben will. Wenn er selber damit glücklich ist, weil er das gar nicht erreichen wollte, dann ist es für mich der Oberloser, z.B. Christen: Je weiter sie dem Himmelreich nahen, desto losiger finde ich sie, auch wenn sie selbst meinen, sie hätten gewonnen. Das Protobeispiel des Losers ist IMO Jesus. [/blau]



Finde ich nicht stimmig, denn Du kannst Deine Ziele doch schlecht auf andere Leute übertragen. Das Christen-Beispiel paßt m.E. nicht ganz, denn die Christen nahen sich eben nicht dem Himmelreich, sondern bilden sich selbiges nur ein. Christen sind im Allgemeinen Loser, weil zwischen ihrem Ziel (absolute Liebe, absolute Selbstlosigkeit) und der Realität (absoluter Egoismus, fromm getarnt) so ein gewaltiger Zwiespalt klafft.

Und inwieweit sollte Jesus Protobeispiel eines Loser sein?

 
Demogorgon
Beiträge: 120
Registriert am: 15.10.2012


RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#26 von RAFA , 25.10.2012 17:52

Zitat von BB
Aber die Antwort auf das was einen zufrieden oder glücklich macht gibt nun mal die Psychologie und nicht irgendein System was damit nichts zu tun hat.


Manche Bedürfnisse sind natürlich solcher Art, die behandlungsbedürftig sind, weil ganz andere Ursachen dahinter stecken. Andere Bedürfnisse liegen tatsächlich am System, ich erinnere mich an die 80er Jahre: Ich hatte einen mies bezahlten Job und Schulden, war ständig schlechter Laune - ja, weil ich nichts machen konnte, weil ich keine Kohle hatte - und hab schon ernsthaft gedacht, dass ich depressiv bin. Aber dann hatte ich Glück bei der Jobsuche, endlich hatte ich dann auch meinen Finanzhaushalt saniert und auf einmal ging es mir dauerhaft um 100% besser (also auch seelisch). Das lag also sehr wohl "am System".

Ich finde den Ansatz nicht richtig, grundsätzlich die Schuld bei sich selbst zu suchen. Er hat nämlich zur Folge, dass man sich Dingen anpasst, die man lieber bekämpfen sollte.


Zitat von Demo
Inwieweit? Und warum "blau"?


(Blau ist seine Farbe.)

Ahriman ist der Maschinengeist: seit der Industrialisierung im 19 Jahrhundert ist sein System auf dem Vormarsch, und mit dem Aufkommen der PCs fängt nun auch die menschliche Seele (Psyche) an, sich immer mehr zu methodisieren, sich selbst zu programmieren, das eigene Betriebssystem zu durchschauen und sich über das bisher Tierisch-menschliche zu erheben zu einem systemischen Geist gleich den Göttern.


Zitat von Demo
Ich denke schon, daß Satan immer seine Anbeter gehabt hat, nämlich Leute, die gegen das Christentum rebellieren wollten, als es noch vorherrschend war.


Was?? Die 2-3 Hanserle!? Da hat ja irgendein Urwaldgott mehr Anbeter


Zitat von Demo
Lehnst Du Dankbarkeit jetzt prinzipiell ab oder willst Du sie nur bestimmten Leuten zubilligen?


Ich lehne Dankbarkeit für Alltäglichkeiten, Default-Zustände und Selbstverständlichkeiten prinzipiell ab, also z.B. für Gesundheit, meine Existenz, den Standard-Lebensunterhalt oder das schöne Wetter. Sollte ich aber einen 6er im Lotto haben und jemand dafür verantwortlich wissen, dann wäre ich diesem durchaus dankbar.


Zitat von Demo
Nun gut, aber so sind doch keinesfalls alle Eltern.


Mich stört am Eltern-dankbar-sein das, dass Eltern-sein meistens ein "von allein" eintretender Zustand ist. Man IST das halt einfach und wird in den seltensten Fällen gefragt. Irgendwann entdeckt man halt, dass man schwanger ist und alles andere läuft dann von alleine. Wozu soll man denn "dankbar" sein für eine Sache, die "von allein" läuft? Da müssten mir ja die Rentner dankbar sein, weil ich arbeite und damit ihre Rente finanziere oder die Verkehrswerke müssten mir dankbar sein, weil ich ständig mit dem Bus fahre oder du müsstest mir jetzt dankbar sein, weil du eine Antwort von mir kriegst. Das ist doch Unsinn! Das ergibt sich doch aus den Umständen von selbst! Außerdem sind das alles eben Dinge, die ich "zwangsläufig" mache, weil sie sich halt so ergeben - dafür braucht mir doch keiner dankbar sein!

Der ganz große Punkt gegen die Dankbarkeit für das eigene Leben und das Großgezogenwordensein ist der: Es macht doch keiner ein Kind um dieses Kindes Willen! Es sagt doch keiner: "ICH will zwar nicht, aber dem zukünftigen Kind zuliebe, schenke ich ihm jetzt ein Leben und bringe es auf die Welt und ziehe es groß.", sondern man vögelt halt, wird schwanger, ja und dann hat mans halt und was will man schon anders damit machen als es halt dann großzuziehen? Oder man will es freiwillig haben, aber dann, weil man Kinder so niedlich findet, weil man seine eigenen Gene weitergeben will, weil man einen Stammhalter haben will oder weil man sich in einer Familie wohl fühlt und diese deswegen gründet, oder weil man halt auch endlich die Rolle des großen, tollen Vaters/Mutter haben will oder oder oder. Aber - wie gesagt - wer setzt denn ein Kind auf die Welt, weil er an dieses Kind denkt und sich sagt: "Gut - ich schenke ihm das Leben!"

Darum verstehe ich überhaupt nicht, warum und wofür man seinen Eltern dankbar sein soll?


Zitat von Demo
Der Zweck besteht darin, glücklich zu werden.


Glücklich...

"glücklich" ist doch nur ein etwas verklärter Begriff, der eigentlich meint: die Bedürfnisse in richtiger Weise ausreichend gestillt bekommen. Dazu zählen genauso materielle Bedürfnisse, freilich auch psychische. Letzter setzen aber eine intensive Auseinandersetzung mit sich selbst und Selbsterkenntnis voraus, die man sowieso erst mal nach einer ordentlich langen Zeit gewinnt. Ich bin der Meinung, VOR 40 kann man sich gar noch nicht so toll selbst erkannt haben, dass man auch wirklich (dauerhaft) glücklich sein könnte. Drum sind auch die Älteren meistens glücklicher.

Sind deswegen alle Jungen Loser?


Zitat von Demo
daß es viele bettelarme, aber zutiefst glückliche buddhistische Mönche gibt, die keinesfalls Loser sind.


Das kommt ganz drauf an, in welchem Umfeld man lebt. Ich bin davon überzeugt, wären dieselben Mönche für sich alleine gestellt in unserer Gesellschaft, würden sie ganz schnell unglücklich werden, weil man ihnen als arme Schlucker hierzulande grundsätzliche Bedürfnisse wie menschliche Nähe, Achtung und Respekt verweigerte.


Zitat von Demo
ig, denn Du kannst Deine Ziele doch schlecht auf andere Leute übertragen


aber sicher doch! Ich kann doch jederzeit auch andere an MEINEN Idealbildern messen. Ich frage sogar: bittschön, an was denn SONST?


Zitat von Demo
Und inwieweit sollte Jesus Protobeispiel eines Loser sein?


Weil er ein Leben geführt hat, das ich erbärmlich finde und als dessen Abschuss noch einen viel zu frühen und noch dazu sehr grausamen Tod gefunden hat. So möchte ich niemals enden! ...weder so zu leben, noch so zu sterben.



www.RAFA.at
guckstu auch in meinen Blog: www.RAFAmania.de

 
RAFA
Beiträge: 3.573
Registriert am: 05.03.2011

zuletzt bearbeitet 25.10.2012 | Top

RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#27 von magnusfe , 25.10.2012 20:38

die eizellen deiner mutter wurden von deiner oma an deine mutter vererbt ... der genetische urcode dazu stammt aus evas eizelle

und eva wurde kreationiert

ist wie wenn ein mann eine maschine baut diese maschine baut wieder eine maschine und diese maschine noch eine maschine

dann wurden fast alle maschinen von anderen maschinen gebaut aber sie sind trotzdem alle vom erfinder erschaffen


---


---
Mastermissionator of Theologik -> www.magnusfe.npage.de

 
magnusfe
Beiträge: 2.287
Registriert am: 05.03.2011

zuletzt bearbeitet 25.10.2012 | Top

RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#28 von RAFA , 25.10.2012 20:56

Jaaa ja .
Das müsst man jetzt bloß noch glauben.

Aber selbst WENN man es glaubt: Was solls? Was interessiert mich die Maschine von vor 1000 Jahren oder sogar die von vor 5000 Jahren?

Was interessiert mich die 1. Maschine und was interessiert mich der Ingenieur, der sie gebaut hat? Was mich interessiert, ist die Maschine, die ICH jetzt BIN! Bestenfalls interessieren mich noch die Vor-Maschine, also meine Mutter und auch noch meine Oma, weil da kann ich noch was für mich rausholen und sagen: "Sie hatte diesen und jenen Tick, den ICH auch hab, aha! Wie ging SIE denn damit um und erleichtert das auch MIR den Umgang mit mir selbst?"

Aber mei: Was interessiert mich die Ur-Mutter, die mit mir genauso viel gemeinsam hat wie alle anderen Leute auf diesem Planeten? ...d.h. so fremd ist sie mir auch.

Soll ich die Neandertaler ehren? Oder Lucy, das Fossil? Warum denn?

Diese seltsam Vorfahren-Verehrung ist eine orientalische Spezialität. Man findet es in Arabien und Umgebung tooooootal wichtig, wer der Vater und die Mutter war, wer der Vater des Vaters und dessen Vater und dessen Vater, denn wehe, einer dieser Väter ist unbekannt, dann wär man nämlich ein "Hurensohn" und das ist dann gaaaaanz furchtbar schlimm.

wie diese Zulukaffer denken, wissen wir ja alle.
Aber WIR hier denken NICHT so.

Wessen Mutter eine Hure war und wessen Vater unbekannt ist, ist mir vollkommen egal. Es ist doch viel wichtiger, wer derjenige SELBST ist!

Darum haben wir auch keine so infantile Eltern-Ehrung wie diese Typen, denen es derartig wichtig ist, wer wo seinen Pipi reinsteckt, dass sie sogar meinen, der Schöpfer des Universums würde das überprüfen!

DORT gehört dieser Ahnenkult hin. Aber was sollen denn WIR damit?



www.RAFA.at
guckstu auch in meinen Blog: www.RAFAmania.de

 
RAFA
Beiträge: 3.573
Registriert am: 05.03.2011


RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#29 von Bierbaron , 26.10.2012 23:19

Zitat von Demogorgon im Beitrag #23
Zitat von Bierbaron im Beitrag #16
Nach dem was ich bis jetzt von dir gelesen habe, bist du jemand der genau das tut, was die Menschen in Machtpositionen von ihm erwarten. Also jemand der wie viele andere ehrgeizig ist und Geld für die Machthaber erwirtschaftet, weil die ihm sagen sagen, dass das der Weg zum Erfolg ist.


Und woran glauben der Herr, diese Annahme festmachen zu können?


Diese Meinung hat sich aus dem gebildet, wo du Satanisten siehst und wer für dich Luschen sind. In dem Zusammenhang kam das so rüber, als würdest du ausschließlich oder zumindest überwiegend nur das als anstrebenswert ansehen, was von Wirtschaft und Politik diktiert wird. Aber ich denke da habe ich mich getäuscht. Zumindest stellen deine weiteren Beiträge dich als skeptischer dar.

Zitat von Demogorgon im Beitrag #24
Zitat von Bierbaron im Beitrag #18
Ein "Loser" ist nämlich nicht nur jemand, der sich nicht für das Erreichen seiner Ziele einsetzt, sondern auch jemand, der sich derart vom Erreichen seiner Ziele abhängig macht, dass er dauerhaft unzufrieden ist (oder sich als Loser fühlt) solange er diese nicht erreicht hat.


Korrekt. Es ist wichtig, die Relativität der eigenen Ziele vor Augen zu haben und auch mal loslassen zu können. Aber ich sehe nicht, daß hier das Gegenteil behauptet wurde?


Stimmt, das war auch eher als Ergänzung gedacht. Deswegen schrieb ich ja "nicht nur" und "auch".

Zitat von Demogorgon im Beitrag #24
Zitat von Bierbaron im Beitrag #18
Das wären sie nur, wenn sie den Wirtschaftsdogmatikern noch unkritischer aus der Hand fressen als die anderen Scheuklappendenker es tun von denen wir umgeben sind.


Welche Wirtschaftsdogmen siehst Du denn am Werk? Ich bin mir ziemlich sicher, daß sich hinter dieser Floskel absolute Ahnungslosigkeit verbirgt, frage aber trotzdem lieber mal nach.


Das war allgemein gemeint. Also die Wirtschaft als Maßstab für das was es zu erreichen und wonach es zu bewerten gilt, nicht zu hinterfragen.

Zitat von RAFA im Beitrag #26

Zitat von Demo
Ich kann mir durchaus vorstellen, daß es viele bettelarme, aber zutiefst glückliche buddhistische Mönche gibt, die keinesfalls Loser sind. Demgegenüber gibt es sicherlich viele todunglückliche Millionäre. Warum sollten die Winner sein?

Das kommt ganz drauf an, in welchem Umfeld man lebt. Ich bin davon überzeugt, wären dieselben Mönche für sich alleine gestellt in unserer Gesellschaft, würden sie ganz schnell unglücklich werden, weil man ihnen als arme Schlucker hierzulande grundsätzliche Bedürfnisse wie menschliche Nähe, Achtung und Respekt verweigerte.



Sich in möglichst geringem Umfang von äußeren Umständen wie menschliche Nähe, Achtung oder Respekt abhängig zu machen, ist eine der Grundlehren des Buddhismus. Bei buddhistischen Mönchen oder Buddhisten in unserer Gesellschaft ist es deswegen eher so, dass die nicht unglücklich werden, sondern deren Sichtweise durch unzufriedene Menschen denen es nach "westlichen Maßstäben" gut gehen müsste, bestätigt wird.


www.erwaehnenswertes.de

www.agnostizismus.info

Wir sind Brot, Widerstand ist zwecklos!
http://www.youtube.com/watch?v=VJjVkCGy36I

 
Bierbaron
Beiträge: 1.189
Registriert am: 06.03.2011


RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#30 von RAFA , 28.10.2012 14:17

Zitat von BB
rden, sondern deren Sichtweise durch unzufriedene Menschen denen es nach "westlichen Maßstäben" gut gehen müsste, bestätigt wird.


Ja gut: wenn ich mich unter lauter Idioten begebe, sehe ich dort auch vorwiegend bestätigt, wie klug und toll ich bin, aber was mach ich danach?

Was machen denn ECHTE buddhistische Mönche den ganzen Tag? Sie müssen doch auch irgendetwas tun? Oder machen sie einfach den ganzen Tag NIX - wie halten die das aus?



www.RAFA.at
guckstu auch in meinen Blog: www.RAFAmania.de

 
RAFA
Beiträge: 3.573
Registriert am: 05.03.2011


   

Aus für die Pimmelschnippler!
es war einmal eine Bibel...

Toplisten, Counter, Banner (bitte drauf klicken!):
Christliche Topliste von Gnadenmeer.de Life-is-More Christian Toplist
Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen