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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#31 von Bierbaron , 28.10.2012 18:56

Zitat von RAFA im Beitrag #30

Zitat von BB
rden, sondern deren Sichtweise durch unzufriedene Menschen denen es nach "westlichen Maßstäben" gut gehen müsste, bestätigt wird.

Ja gut: wenn ich mich unter lauter Idioten begebe, sehe ich dort auch vorwiegend bestätigt, wie klug und toll ich bin, aber was mach ich danach?

Was machen denn ECHTE buddhistische Mönche den ganzen Tag? Sie müssen doch auch irgendetwas tun? Oder machen sie einfach den ganzen Tag NIX - wie halten die das aus?



Die verbringen viel Zeit mit Meditation und schränken materielle Interessen und meist auch das was sie an Nahrung zu sich nehmen ein. Aber die waren ja nicht von Geburt an Mönche. Das sind einfach nur Buddhisten die sich durch den Buddhismus positiv bereichert fühlen und diesen Weg weitergehen weil sie sich dabei gut fühlen. Es geht dabei also nicht darum was auszuhalten, man soll sich bei dem was man tut gut fühlen. Askese wird im Buddhismus generell abgelehnt.

Zitat von Wikipedia
Der Begründer des Buddhismus, Siddhartha Gautama, der nach heutigem Forschungsstand im späten 5. oder frühen 4. Jahrhundert v. Chr. starb, praktizierte anfänglich eine sehr strenge Askese, die er aber abbrach, als er zur Auffassung gelangte, dass sie nutzlos sei.[5] Daraufhin formulierte er die buddhistische Lehre in Abgrenzung von den Askesepraktiken der brahmanischen Mönche und des Jainismus, die er ablehnte. Er verkündete den „mittleren Weg“ (Pali: majjhimā paṭipadā) zwischen den beiden Extremen einer aus seiner Sicht übertriebenen Askese und eines ungeregelten Genusslebens. Dieser Weg war ursprünglich für bhikkhus (Mönche, wörtlich „Bettler“) konzipiert und enthielt asketische Bestimmungen für ein Mönchsleben, aber keine Praktiken der „Selbstquälerei“.[6] Der Körper sollte nicht geschädigt oder geschwächt werden.



Es ist auch nicht so, dass im Buddhismus materieller Wohlstand oder diesen anzustreben als etwas negatives dargestellt wird. Im Buddhismus wird lediglich die einseitige Fixiertheit (darauf) abgelehnt und ein gemäßigterer Mittelweg gelehrt. Einseitiges Denken ist da ja ohnehin nicht nötig. Wirtschaft und Politik wird gerne als Maßstab für das gesehen was man zu erreichen und zu wollen hat. Aber ob einen das emotional bereichert und das psychologisch klug ist, wird offen gelassen. Wenn einem einem das klar, hat man die Möglichkeit diesen Weg zwar AUCH zu gehen. Aber es ist ja kein Widerspruch, wenn man diesen Weg zwar verfolgt, sich zur Persönlichkeitsentwicklung aber aus anderen Quellen inspirieren lässt.

Vieles in der buddhistischen Lehre geht in den Bereich der Psychologie und wird auch bei Psychotherapien angewendet. Im Buddhismus gibt es keinen Dogmatismus und es wird erwartet, das was er vermittelt zu hinterfragen und/oder an den aktuellen Wissensstand anzugleichen. Es ist auch Widerspruch zu den Lehren des Buddhismus sich nur das rauszusuchen was einen persönlich bereichert oder inspiriert. Man kann da beispielsweise Interesse an meditativen Entspannungstechniken haben, aber dazu ist z.B. nicht nötig an Wiedergeburt oder andere Glaubensinhalte des Buddhismus zu glauben.

Buddhismus für Ungläubige

Zitat
Batchelor zeigt in diesem Buch, daß der Buddhismus nicht etwas ist, woran man »glauben« soll oder muß, sondern daß er praktische Anleitung zu einem achtsameren und mitfühlenderen Denken und Handeln ist, welches den Menschen dazu führt, authentischer im Hier und Jetzt zu leben. Dazu ist kein Bezug auf »überweltliche Wahrheiten« nötig, kein Glaube an Wiedergeburt und andere Kategorien der fernöstlichen Religionen, die nicht zum Kern des Buddhismus, sondern zu seinem kulturellen Überbau gehören. Er stützt seine Erläuterungen ab mit Anleitungen zu grundlegenden Meditationsübungen, die den Nachvollzug der Lehren in eigener Erfahrung ermöglichen.


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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#32 von RAFA , 28.10.2012 21:23

Zitat von BB
Die verbringen viel Zeit mit Meditation und schränken materielle Interessen u


Es geht mir doch gar nicht um materielle Interessen, aber .. man "muss" ja den ganzen Tag über irgendwas tun-denken-fühlen. Ok ok, man arbeitet eine Weile, man meditiert eine Weile ... aber dann "muss" man doch irgendwann "unter Menschen"? Jedenfalls geht es MIR so: Ich halt es ehrlich LANG alleine aus und schaffe es, ausgiebig in meinem eigenen Mief zu brüten (=Meditation), aber dann will ich irgendwann was anderes sehen und hören außer immer nur meine eigenen Gedanken und Gefühle. Also begebe ich mich unter Menschen... was machen buddhistische Mönche an der Stelle?



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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#33 von Bierbaron , 29.10.2012 02:02

Zitat von RAFA im Beitrag #32
aber dann will ich irgendwann was anderes sehen und hören außer immer nur meine eigenen Gedanken und Gefühle. Also begebe ich mich unter Menschen... was machen buddhistische Mönche an der Stelle?


Da gibt es verschiedene Richtungen und Strömungen und das ist teils auch regional bedingt. Wenn jemand einem Orden angehört der diesbezüglich so strenge Regelungen hat, dass er sich irgendwann zu stark eingeschränkt fühlt, kann er diesen verlassen, und das auch zeitweise und ohne größere Konsequenzen. Es ist da nicht wie bei anderen Religionen so, dass so jemand sich dann endgültig von seiner Laufbahn verabschieden muss. Vielleicht gibt es auch Ausnahmen, aber soweit ich weiß, ist es in der Regel kein Problem später zu diesem Orden zurückzukehren oder einem anderen beizutreten.

Es ist ja auch nicht so, dass alle buddhistischen Mönche zurückgezogen leben. Wer sich dazu berufen fühlt kann das machen, aber es gibt da viel mehr Möglichkeiten, z.B. im engagierten Buddhismus.

http://www.tibet.de/zeitschrift/newsdeta...9b161b42102c5e7


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