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was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#1 von RAFA , 20.10.2012 13:20

Die Gläubigen sagen gerne, dass uns Gott geschaffen hat.

Aber Moment mal! Also ich bin mir ganz sicher: MICH hat gar niemand "erschaffen", sondern ich wuchs im Bauch meiner Mutter aus einer Eizelle heran. Diese Eizelle wurde von der Gebärmutter meiner Mutter gebildet. Also nirgends ist da eine Erschaffung.

ANGENHOMMEN - so hanebüchen die Idee auch ist - es waren ursprünglich wirklich mal keine Mütter und Väter mehr da, sondern die ersten Menschen wurden tatsächlich von irgendwem erschaffen.

Aber sorry: na und?

Ob nun der Urvater und die Urmutter meines Stammbaums Adam und Eva hießen oder Hänsel und Gretel - das ist mir wirklich vollkommen egal! Mir ist ja schon mein Urgroßvater relativ egal, obwohl ich den noch gekannt habe. Erst recht egal ist mir irgendein Vorfahr vor 1000 Jahren. Ja, mag das mein Ururururururururururgroßvater gewesen sein, aber...: was interessiert mich das? Soll ich dem "danke" sagen? Soll ich ihm die imaginäre Flosse schütteln und sagen: "Wie schön hast du deinen Sohn gemacht, dass er wieder einen Sohn gemacht hat, der wieder einen Sohn gemacht hat, so dass irgendein Folgesohn dann endlich mal MICH gemacht hat!" Ist das nicht ein bisschen ...krank?

Ich verstehe nicht, warum man irgendwelchen Erschaffern oder Vorvätern oder gar dem fiktiven "Schöpfer" als "Erst-Vater" irgendwas schuldig sein soll? Kann mir das mal wer erklären?



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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#2 von Loki666 , 21.10.2012 17:03

Aus meiner Ansicht ist man nicht mal seinen Eltern was schuldig, denn man wurde ja nicht gefragt oder hat drum gebeten gezeugt zu werden. Zweitens sollten sie sich ihrer Verantwortung bewusst sein, was für mich auch heißt, das es selbstverständlich ist, das man sich um seine Kinder kümmert und sie erst mal bedingungslos liebt, so wie sie sind. Was nicht bedeutet, dass man sie nicht erzieht und fördert. Das ich aber vermute, dass das Ganze auf Götter abzielt. Sage ich „Die“ haben voll versagt und auch nicht das geringste bisschen Dankbarkeit verdient. Die stellen nämlich nur idiotische Forderungen, denen man eh nicht wirklich nachkommen kann und wenn man bei Verstand ist auch nicht sollte. „Gott“ scheint aber wie alle „Eltern“ den Tick zu haben das wir umbringt seinen Vorstellungen entsprechen müssen stellt dann Dinge auf die Beine die man nicht bewältigen kann und dann ist der „Alte“ enttäuscht. Ergebnis man wurde vor die Tür gesetzt, nun ist man schon mal auf der Welt und will unabhängig sein weil man „Gott“ echt nix mehr zu sagen hat, den „Er“ hat alles verkackt, da nervt der Sack weiter mit Geboten, diversen Strafen und Drohungen. Wenn man Gott also als Vater sieht ist der schlimmer als irgendwelche Assi-Eltern im Fernsehen. Wenn „Er“ wirklich mal was tun könnte, ist er garantiert nicht zur Stelle um zu helfen. Und wie es bei Versagern so ist, sind immer die Andren schuld. Darum versteh ich gar nicht war mancher diesem imaginären „Vater“ in den Arsch kriechen und ehren muss. Es heißt zwar „Vater unser“ aber die Bezeichnung „Vater“ hat „Der“ echt nicht verdient, denn das beleidigt alle Eltern, die sich wenigsten versuchen Mühe um Ihre Kinder zu geben. Zu diversen "Vorvätern" habe ich gar keine Bindung, also warum solte ich einen "Hype" drum machen, ich lebe Jetzt und nicht vor 1000 Jahren. Wenn Elter wirklich wollen, das man Sie ehrt, sollten Sie mal mit gutem Beispiel vorran gehen, aber Elter betrachten ihre Kinder oftmals wie Eigentum ohne Rechte. Es ist ja nur das kleine dumme Ding, was nichts zu melden hat. was Eltern dan aber wieder TOP können ist sich in Sachen rein zu hängen, die sie eigentlich nichts mehr angehen. Das Ergebnis ist Rebellion, egal ob gegen echte Eltern oder einem erdachten "Schöpfer".


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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#3 von Demogorgon , 22.10.2012 01:15

Zitat von Loki666 im Beitrag #2
Das ich aber vermute, dass das Ganze auf Götter abzielt. Sage ich „Die“ haben voll versagt und auch nicht das geringste bisschen Dankbarkeit verdient. Die stellen nämlich nur idiotische Forderungen, denen man eh nicht wirklich nachkommen kann und wenn man bei Verstand ist auch nicht sollte. „Gott“ scheint aber wie alle „Eltern“ den Tick zu haben das wir umbringt seinen Vorstellungen entsprechen müssen stellt dann Dinge auf die Beine die man nicht bewältigen kann und dann ist der „Alte“ enttäuscht. Ergebnis man wurde vor die Tür gesetzt, nun ist man schon mal auf der Welt und will unabhängig sein weil man „Gott“ echt nix mehr zu sagen hat, den „Er“ hat alles verkackt, da nervt der Sack weiter mit Geboten, diversen Strafen und Drohungen. Wenn man Gott also als Vater sieht ist der schlimmer als irgendwelche Assi-Eltern im Fernsehen. Wenn „Er“ wirklich mal was tun könnte, ist er garantiert nicht zur Stelle um zu helfen. Und wie es bei Versagern so ist, sind immer die Andren schuld. Darum versteh ich gar nicht war mancher diesem imaginären „Vater“ in den Arsch kriechen und ehren muss. Es heißt zwar „Vater unser“ aber die Bezeichnung „Vater“ hat „Der“ echt nicht verdient, denn das beleidigt alle Eltern, die sich wenigsten versuchen Mühe um Ihre Kinder zu geben.


Weißt Du, Loki, dieses andauernde „Gott ist so böse, so furchtbar schlecht“-Geseiere geht mir langsam ziemlich auf den Keks. Das ist typisches Loser-Gelalle. Jahwe ist eine kollektive Vorstellung, die im Gegensatz bspw. zu Loki oder zu Ahriman vor allem eines hat: Erfolg.

Jahwe hat heute noch sein Volk, das sich trotz größter Widerstände seit Jahrtausenden hält und durchaus auch Einfluß erlangt hat. Darüber hinaus wird er, wenn auch in gewissen Modifikationen, von mehr als drei Milliarden Menschen angebetet. Ahriman bzw. Loki können froh sein, wenn sie mal einen finden, der bereit ist, sich mit ihnen abzugeben, und der eine ist sich dann meist noch nicht mal sicher, ob es besagten Gott überhaupt gibt, geschweige denn, daß er ihn anbeten würde.

Der Satanismus ist aus meiner Sicht ganz wesentlich eine Ideologie des Naturgesetzes, und in der Natur zählt eben nur Erfolg. Den hatte Jahwe und die übrigen Götter hatten ihn in diesem Ausmaß nicht. Mir selber paßt das auch nicht, ich bin überzeugt, daß die Welt schöner wäre, wenn sich der Polytheismus gegenüber dem Monotheismus durchgesetzt hätte. Hat er aber nicht, und rumjammern ist da fehl am Platz.

Zitat von Loki666 im Beitrag #2
Aus meiner Ansicht ist man nicht mal seinen Eltern was schuldig, denn man wurde ja nicht gefragt oder hat drum gebeten gezeugt zu werden.


Das kann man als extremer Individualist so sehen, nur kann es Gesellschaft eben nur dann bestehen, wenn zumindest die große Mehrheit der Menschen es anders sieht. Gebote wie „Ehre Deine Eltern“ sind für das Bestehen einer Sozialordnung wesentlich erforderlich. Das könnte auch ein Grund für den Siegeszug Jahwes gewesen sei.

Zitat von Loki666 im Beitrag #2
Zweitens sollten sie sich ihrer Verantwortung bewusst sein, was für mich auch heißt, das es selbstverständlich ist, das man sich um seine Kinder kümmert und sie erst mal bedingungslos liebt, so wie sie sind.


Das ist unlogisch. Wenn Du Dich auf den Standpunkt stellst, daß Eltern keine Rechte von ihren Kindern einfordern können, so ergibt sich doch daraus auch, daß umgekehrt die Kinder es ebenso nicht von ihren Eltern können. Es macht aber durchaus Sinn, daß entsprechende Rechte auf Gegenseitigkeit eingefordert werden können. Da Rechte nicht wirklich existieren, sondern nur zwischenmenschliche Spielregeln darstellen, ist es eben Verantwortung der Gesellschaft, derartige Rechte festzulegen.


 
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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#4 von Loki666 , 22.10.2012 08:42

Wenn dir was auf den Keks geht, lies es nicht und mir ist echt nicht bewusst, das ich hier irgendwas von "Gut und Böse" getextet hätte. Ich habe das nur mal aus menschlicher Sicht gesehen mit Gott. Über gut und Böse bin ich schon drüber weg, ich nutz diese Begriffe teilweise nur, weil mancher nicht weiter Denken kann oder es gerade keinen besseren Begriff gibt. Gott ist nicht böse er ist nur gleichgültig. Jahwes Erfolg gründet höchstens darauf das der größte Teil der Menschheit hirnloses Vieh ist und dies bescheuerte Gedankenkollektiv benötig, wo alles darauf hinweist, wie scheiße es einen geht, wenn man nur auf Gott setzt.Guck dir mal die Loserstaaten im nahen Osten an und vor allem ständig Zoff in der Ecke. Wenn ich einen Teil deines Texten lese hat du mich sogar minimal verstanden.


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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#5 von Demogorgon , 22.10.2012 11:13

Zitat von Loki666 im Beitrag #4
Jahwes Erfolg gründet höchstens darauf das der größte Teil der Menschheit hirnloses Vieh ist und dies bescheuerte Gedankenkollektiv benötig


Sicher, aber so sind die Menschen nun einmal. Ich muß aber sagen, daß ich dagegen auch durchaus nichts einzuwenden habe. Eine Gesellschaft braucht einige wenige Herren, die den anderen sagen, was sie zu tun haben, und sie braucht viele Sklaven, die den Machthabern gehorchen und dankbar sind, daß ihnen wer sagt, wo es lang geht.

Satanismus ist die ideale Weltanschauung für jemanden, der zu den Herren gehört bzw. ernsthaft erstrebt, da mal hinzukommen. Ich würde sogar behaupten, daß alle wirklich mächtigen Menschen im Herzen Satanisten sind, wenn sie auch oberflächlich anderen Weltanschauungen huldigen mögen. Aber ohne ein Wertesystem, das mit dem des Satanismus zumindest positiv korreliert, wären sie nicht so mächtig.

Für die viele, vielen Sklavenseelen hingegen ist Jahwe möglicherweise genau das Richtige. Mir soll es recht sein, denn eine Gesellschaft, die nur aus Satanisten besteht, könnte gar nicht existieren.

Zitat von Loki666 im Beitrag #4
Guck dir mal die Loserstaaten im nahen Osten an und vor allem ständig Zoff in der Ecke.


Fraglich ist: Sind die so arm, weil sie so religiös sind, oder sind sie so religiös, weil sie so arm sind? Diese Frage ist m.E. nicht eindeutig zu beantworten.

 
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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#6 von Bierbaron , 22.10.2012 12:54

Zitat von Demogorgon im Beitrag #5
Sicher, aber so sind die Menschen nun einmal. Ich muß aber sagen, daß ich dagegen auch durchaus nichts einzuwenden habe. Eine Gesellschaft braucht einige wenige Herren, die den anderen sagen, was sie zu tun haben, und sie braucht viele Sklaven, die den Machthabern gehorchen und dankbar sind, daß ihnen wer sagt, wo es lang geht.


Welcher dieser beiden Gruppen gehörst du an? Oder gibt es da noch weitere und du siehst dich einer von denen als angehörig an?

Zitat von Demogorgon im Beitrag #5
Satanismus ist die ideale Weltanschauung für jemanden, der zu den Herren gehört bzw. ernsthaft erstrebt, da mal hinzukommen. Ich würde sogar behaupten, daß alle wirklich mächtigen Menschen im Herzen Satanisten sind, wenn sie auch oberflächlich anderen Weltanschauungen huldigen mögen. Aber ohne ein Wertesystem, das mit dem des Satanismus zumindest positiv korreliert, wären sie nicht so mächtig.


Soweit ich weiß, ist es im Satanismus aber so, dass es zwar als nichts negatives angesehen wird "egoistisch" zu handeln, es aber durchaus als negativ zu bewerten ist, wenn das zum Schaden anderer ist. Bei den "wirklich mächtigen Menschen" ist es in der Regel aber eher so, dass deren Macht auf Ausbeutung anderer Menschen beruht. Also ein Widerspruch zum Satanismus. Wenn man sich viel mit Religionen auseinandersetzt, sieht man vielleicht manchmal aber auch einfach nur Zusammenhänge, die es gar nicht gibt.

Um zu Macht zu gelangen, sind die entscheidenden Grundvoraussetzungen andere denke ich. Man muss den Podest auf den "wir" die Wirtschaft gestellt haben als gerechtfertigt ansehen, und/oder man muss einen hohen Status als etwas anstrebenswertes oder bereicherndes ansehen. Das ist aber eine eher durchschnittliche Denkweise. Die Menschen in den oberen Machtpositionen sind auch in keiner Weise besondere Menschen, es gibt etliche Millionen andere mit gleichen Qualifikationen, die sich ebenso stark einsetzen in diese Postionen zu kommen. Die "Auslese" erfolgt deswegen lediglich durch die Anzahl möglicher Machtpositionen und anderer äußerer Faktoren.


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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#7 von Loki666 , 22.10.2012 14:57

Zitat
Ich würde sogar behaupten, daß alle wirklich mächtigen Menschen im Herzen Satanisten sind, wenn sie auch oberflächlich anderen Weltanschauungen huldigen mögen. Aber ohne ein Wertesystem, das mit dem des Satanismus zumindest positiv korreliert, wären sie nicht so mächtig.

Sehe ich Genauso, weil Satanist sein, legt keine politische Gesinnung fest Ich könnt also vom augenscheinlichem Demokrat bis zu Faschist wirklich alles sein, Theoretisch. Genau genommen nehme ich mir die nützlichste Position, was meinem EGO gerade am dienlichsten ist bzw. habe sich mehr als nur ein "Gesicht" Grundsätzlich stört mich Faschismus aber, denn da gibt es keine wirkliche Individualität, mal ganz davon abgesehen das ich „Christentum und CO“ für faschistisch halte. Weil der Mensch möglichst zu gehorsamen Viehzeug erzogen wird, der andere ausgrenzt und auch nicht mehr groß was hinterfrag, auch nicht warum die andere Gruppe der angebliche „Feind“ ist Im Endeffekt für das zu Gewalt aber auch menschlichen Stillstand. Der Islam ist ein gutes Beispiel, er brachte zwar mal diverse Reiche hervor und heute ist er nur noch lähmend und rückständig, wie die meisten "Lichtreligionen" auch. Ich sehe eigentlich nur noch für den Buddhismus Chancen, weil er scheinbar genauso dogmenfrei ist wie der Satanismus. Auch wenn ich meine Entscheidungen sicher nicht wegen gutem Karma treffe, sondern ehr was für mich am besten scheint


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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#8 von RAFA , 22.10.2012 20:16

Zitat von Loki
was Eltern dan aber wieder TOP können ist sich in Sachen rein zu hängen, die sie eigentlich nichts mehr angehen. Das Ergebnis ist Rebellion, egal ob gegen echte Eltern oder einem erdachten "Schöpfer".


So ist ja denn auch die Geschichte LUZIFERs die absolute Pubertät-Geschichte, wo der Kleine anfängt, dem Alten auf den Kopf spucken zu wollen und schreit: "Was du kannst, kann ich schon lange!" und wo er mindestens denselben Status haben will wie der Alte. Meistens streiten sich beide so lange, bis der Kleine irgendwann seinen Krempel packt und auszieht, oder bis der Alte ihn halt dann endlich rausschmeißt.

Das ist alles an Luzifers Rebellion.
Da ist längst nichts Böses, sondern das ist ganz natürlich.


Zitat von Demogorgon
Jahwe ist eine kollektive Vorstellung, die im Gegensatz bspw. zu Loki oder zu Ahriman vor allem eines hat: Erfolg.


Jhwh zahlte aber auch den Preis dafür: er ließ sich um des Erfolges Willen total entstellen und verdrehen und wenn er sich heute in den Spiegel schaute, dürfte er sich selbst nicht mehr erkennen. Hat der überhaupt noch eine Persönlichkeit?

Ich tät dissoziieren, wär ich der


Zitat von Demogorgon
Jahwe hat heute noch sein Volk, das sich trotz größter Widerstände seit Jahrtausenden hält und durchaus auch Einfluß erlangt hat.


Das stimmt allerdings, und dort ist er auch noch ECHT. Das erkenne ich ihm auch an.

Aber Ahriman hat ebenso seine Leute, auch wenn sie kein in sich geschlossenes Volk sind. Ahriman war noch nie derjenige, der seinen Namen groß geheiligt haben wollte. Ihm war es schon immer wichtiger, dass er IST.


Zitat von Demo
Darüber hinaus wird er, wenn auch in gewissen Modifikationen, von mehr als drei Milliarden Menschen angebetet.


Ich könnte mir vorstellen, dass er deswegen mind. 3 Milliarden Eimer braucht . ich denke nicht, dass Jhwh viel davon hat, wenn ihn wieder einer voll schreit: "Oh bitte, mach, dass ich den Bus noch erwische!"


Zitat von Demo
och nicht mal sicher, ob es besagten Gott überhaupt gibt,


Rudolf Steiner behauptete, das sei gerade Ahrimans Spezialität, und die alten Perser glaubten, dass die Atheisten von Ahriman besessen seien und das Wesentliche daran wäre, dass sie das natürlich völlig abstreiten, aber das genau SEI es ja!


Zitat von Demo
denn, daß er ihn anbeten würde.


Ich hätte Ahriman liebend gerne angebetet und ihn als Gott gehabt, aber er wollte das nicht und hat mirs "verboten" (er hat auch so lang gezickt und mich damit derartig auflaufen lassen, bis ich das dann mal aufgab und mich seinem Wunsch beugte, ihm auf Augenhöhe entgegenzutreten).


Zitat von Demo
e wie „Ehre Deine Eltern“ sind für das Bestehen einer Sozialordnung wesentlich erforderlich


Wurde durch die Rente und das Sozialsystem ersetzt (zum Glück!!!)


Zitat von Demo
Sind die so arm, weil sie so religiös sind, oder sind sie so religiös, weil sie so arm sind?


Imo ist das ein Selbstläufer: sie sind religiös, weil sie arm sind und weil sie religiös sind, werden sie noch ärmer und noch religiöser und noch ärmer und noch religiöser bis eben im religiösen Mantel die Bombe hoch geht.

...aber nach wie vor steht die Frage: Darf man denn NIE erwachsen und unabhängig werden und sich auf dieselbe Stufe stellen wie die Eltern, weil man da halt auch IST und darf man sich nie als gleichwertig mit ihnen achten? Was soll diese ewige Ehrerei und wofür soll sie denn sein, wenn man doch mittlerweile dann schon selber Eltern ist, selber Kinder hat, selber erwachsen ist und alles genauso gut kann wie die Eltern? Wozu soll man die dann noch höher achten als sich selbst? ...und was zum Teufel soll man besonders an den VORFAHREN achten? Die habe ich ja ab Urgroßvater nicht einmal mehr gekannt! Das sind für mich völlig fremde Leute. Vermutlich waren sie, weil ungebildeter und technisch/wissenschaftlich noch nicht so weit entwickelt auch noch wesentlich dämlicher als ich. Wofür soll ich die ehren?

Wenn ich heute den Schädel von irgendeinem Steinzeitmenschen anschau, find ich das hoch interessant, aber ... ehren? Für was denn? Dafür, dass der die Keule schwingen konnte? ...dass er schon VOR mir gelebt hat? Was issn der Besseres als ich?

Und last but not least: Wofür soll man den "Ur-Vater" ehren? Dafür, dass er meine Vorfahren aus lauter LUST gezeugt hat, so wie es auch Tiere tun? Da war übrigens Gott nicht anders, denn auch er hatte LUST am Schaffen (des Menschen), sonst hätt er es nicht getan. Dafür soll ich ihn ... ehren? Das kann ich nicht nachvollziehen und ich bitte hier um Erklärung!



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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#9 von Demogorgon , 22.10.2012 20:58

Zitat von Bierbaron im Beitrag #6
Welcher dieser beiden Gruppen gehörst du an? Oder gibt es da noch weitere und du siehst dich einer von denen als angehörig an?


Was für eine geniale Frage Was glaubst Du denn, welcher Gruppe ich mich zuordnen würde?

Zitat von Bierbaron im Beitrag #6
Soweit ich weiß, ist es im Satanismus aber so, dass es zwar als nichts negatives angesehen wird "egoistisch" zu handeln, es aber durchaus als negativ zu bewerten ist, wenn das zum Schaden anderer ist.


Das sehen manche Satanisten so, andere sehen es anders. Ich halte das für Kitsch, denn jedes Mal, wenn man sich gegen einen anderen durchsetzt, schadet man diesem. Das ist der Lauf der Dinge.

Zitat von Bierbaron im Beitrag #6
Bei den "wirklich mächtigen Menschen" ist es in der Regel aber eher so, dass deren Macht auf Ausbeutung anderer Menschen beruht.


So? Begründung? Und was ist "Ausbeutung"? Das ist alles nur moralistischer Quatsch, säkularisiertes Christentum!

Zitat von Bierbaron im Beitrag #6
Wenn man sich viel mit Religionen auseinandersetzt, sieht man vielleicht manchmal aber auch einfach nur Zusammenhänge, die es gar nicht gibt.


Verstehe ich in dem Zusammenhang nicht? Was meinst Du?

Zitat von Bierbaron im Beitrag #6
Um zu Macht zu gelangen, sind die entscheidenden Grundvoraussetzungen andere denke ich. Man muss den Podest auf den "wir" die Wirtschaft gestellt haben als gerechtfertigt ansehen, und/oder man muss einen hohen Status als etwas anstrebenswertes oder bereicherndes ansehen. Das ist aber eine eher durchschnittliche Denkweise.


Um zur Macht zu gelangen, muß man etwas richtiger machen als die Luschen, die es nie dahin schaffen.

Zitat von Bierbaron im Beitrag #6
es gibt etliche Millionen andere mit gleichen Qualifikationen, die sich ebenso stark einsetzen in diese Postionen zu kommen. Die "Auslese" erfolgt deswegen lediglich durch die Anzahl möglicher Machtpositionen und anderer äußerer Faktoren.


Das ist eine typische Loser-Sichtweise: Du nimmst an, daß es externe Faktoren sind, die über Erfolg und Mißerfolg entscheiden.

Alle Menschen, die jemals irgendwas gerissen haben, stimmen aber darin überein, daß man ausschließlich selber für seinen Werdegang verantwortlich ist.

 
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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#10 von Demogorgon , 22.10.2012 21:01

Zitat von Loki666 im Beitrag #7
Ich sehe eigentlich nur noch für den Buddhismus Chancen, weil er scheinbar genauso dogmenfrei ist wie der Satanismus. Auch wenn ich meine Entscheidungen sicher nicht wegen gutem Karma treffe, sondern ehr was für mich am besten scheint


Weitgehende Zustimmung! Was denkst Du denn über Hinduismus und Taoismus, für die sehe ich auch noch Hoffnung?

 
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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#11 von Loki666 , 22.10.2012 21:12

Zitat
Weitgehende Zustimmung! Was denkst Du denn über Hinduismus und Taoismus, für die sehe ich auch noch Hoffnung?,

Dazu habe ich mir noch keine Meinug gemacht, weil ich das , weniger gut kenne, wo bei ich mich jetzt nicht als Buddhisexperte aufspielen würde. Ich denke BB steck da am meisten in der Matherie drin.


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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#12 von Bierbaron , 22.10.2012 21:14

Zitat von Loki666 im Beitrag #7

Zitat
Ich würde sogar behaupten, daß alle wirklich mächtigen Menschen im Herzen Satanisten sind, wenn sie auch oberflächlich anderen Weltanschauungen huldigen mögen. Aber ohne ein Wertesystem, das mit dem des Satanismus zumindest positiv korreliert, wären sie nicht so mächtig.
Sehe ich Genauso, weil Satanist sein...



Es als anstrebenswert anzusehen in unserem auf Wirtschaftsdogmen basierenden Wertesystem weit oben zu stehen, haben Menschen in Machtpositionen mit Hunderten Millionen anderer Menschen gemeinsam. Demnach wäre ein Großteil der Menschheit im Herzen Satanist. Wobei ich nicht abstreiten will, dass das ja so sein könnte.


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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#13 von Demogorgon , 22.10.2012 21:16

Zitat von RAFA im Beitrag #8
Jhwh zahlte aber auch den Preis dafür: er ließ sich um des Erfolges Willen total entstellen und verdrehen und wenn er sich heute in den Spiegel schaute, dürfte er sich selbst nicht mehr erkennen. Hat der überhaupt noch eine Persönlichkeit?

Ich tät dissoziieren, wär ich der


Ich gehe davon aus, daß Götter keine eigenständigen Persönlichkeiten, sondern kollektive Ideen und als solche der Evolution unterworfen sind. Aber selbst, wenn sie realexistierende Wesen wären, spräche auch nichts gegen die Annahme, daß sie evolvieren. Ich sehe nicht, daß ihnen das irgendwie schaden sollte.

Ich glaube ferner, daß Götter ihre Energie aus ihren Wirten beziehen: Aus denen, die sie anbeten, verehren oder sonstwie anerkennen. Wer drei Milliarden Anhänger hat, kann mehr Energie ansammeln als irgendein Mini-Gott, der froh sein kann, 10 arme Irre zu finden, die ihn verehren wollen.

Zitat von RAFA im Beitrag #8
Aber Ahriman hat ebenso seine Leute, auch wenn sie kein in sich geschlossenes Volk sind.


Hat er? Wen denn? Ich würde mich wundern, wenn Du außer Dir noch neun andere zusammentrommeln könntest.

Nein, Rafa, Du solltest es einsehen: Du stehst auf verlorenem Posten. Du pflegst Umgang mit einem absoluten Loser, einem ausgestorbenen Gott, während sein Konkurrent Jahwe einen beispiellosen Siegeszug zu verzeichnen hat. Das mag weh tun, aber es ist nun mal so.

Zitat von RAFA im Beitrag #8

Zitat von Demo
e wie „Ehre Deine Eltern“ sind für das Bestehen einer Sozialordnung wesentlich erforderlich

Wurde durch die Rente und das Sozialsystem ersetzt (zum Glück!!!)



Zum Glück? Das ist ja eine Loser-Einstellung par exellence

Man muß nur rechnen können, um zu erkennen, daß Rente und Sozialsystem heute schon am Rande der Pleite sind. Irgendwann kippt das alles, und dann kippt die Sozialordnung gleich mit. Demgegenüber hat das alte Prinzip Jahrtausende gehalten.

Zitat von RAFA im Beitrag #8
...aber nach wie vor steht die Frage: Darf man denn NIE erwachsen und unabhängig werden und sich auf dieselbe Stufe stellen wie die Eltern, weil man da halt auch IST und darf man sich nie als gleichwertig mit ihnen achten? Was soll diese ewige Ehrerei und wofür soll sie denn sein, wenn man doch mittlerweile dann schon selber Eltern ist, selber Kinder hat, selber erwachsen ist und alles genauso gut kann wie die Eltern? Wozu soll man die dann noch höher achten als sich selbst?


Deinen Eltern verdankst Du Dein Leben und bis auf wenige Ausnahmen geben sich die meisten Eltern auch große Mühe mit ihren Kindern. Da ist ein wenig Dankbarkeit selbstverständlich, finde ich. Ich finde es jedenfalls zum Kotzen, wenn manche pflegebedürftigen Alten alleine sterben, weil ihre Kinder sich nur alle drei Monate dazu bequemen, mal für eine halbe Stunde vorbei zu kommen.

Also, ich bleibe dabei: Das Gebot, die Eltern zu ehren, ist für den Bestand einer Gesellschaft zutiefst sinnvoll. Und das sage ich als Satanist, der von Jahwe an sich gar nichts hält! Aber wo er recht hat, hat er recht.


 
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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#14 von Loki666 , 22.10.2012 21:42

Zitat


Es als anstrebenswert anzusehen in unserem auf Wirtschaftsdogmen basierenden Wertesystem weit oben zu stehen, haben Menschen in Machtpositionen mit Hunderten Millionen anderer Menschen gemeinsam. Demnach wäre ein Großteil der Menschheit im Herzen Satanist. Wobei ich nicht abstreiten will, dass das ja so sein könnte.



Wenn man das wirklich so sieht, dann hat der Satanismus, wenn man ihn drauf reduziert, die meisten Anhänger und ganz sicher hat er mehr als jede dieser diversen Religionen. Aber persönlicher Erfolg definiert sich aber nicht nur durch „Mammons Segen“ Ich habe auch gelernt anderweitig meine Mitmenschen für meine Dinge ein zu spannen. Macht basiert nicht nur auf „Kohle“, aber wenn man sie hat und entsprechende Position inne, wird es natürlich einfacher. Was Wirtschaftdogmen angeht, man muss ja kein rein materiellen Satanismus anstreben, ich denke für die wahre Entfaltung des ICHs braucht es mehr. Teilweise ist mir der Lavey Satanismus viel zu materiell und an der Stelle auch zu kurz gedacht Wenn man das nur auf Geld reduziert, ist es halt nur noch Kapitalismus. Natürlich will aber Jeder so mächtig wie möglich sein ,um seinen „Traum“ zu leben.


Loki der Gesetzesbrecher unter den gemanischen Göttern, denn er lebt nach den Motto "Tu was du willst"
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RE: was ist so Besonderes am Ur-Vater?

#15 von RAFA , 22.10.2012 21:52

Zitat von Demo
Ich gehe davon aus, daß Götter keine eigenständigen Persönlichkeiten, sondern kollektive Ideen und als solche der Evolution unterworfen sind.


Wenn sie andauernd von ihren Anhängern als Persönlichkeiten konstruktiviert werden, dann sollten sie auch irgendwann eine haben, nicht wahr? ...GERADE als kollektive Idee (Schwarmintelligenz)!


Zitat von Demo
...ch nichts gegen die Annahme, daß sie evolvieren. Ich sehe nicht, daß ihnen das irgendwie schaden sollte.


Es kommt auf die Perspektive an: Also ich - als Person - fände es einen Verlust, zu einer Art von Fitness zu evolvieren, bei der ich meinen Charakter verlieren würde. Ich bevorzuge, erst einmal im SINN meines Charakters zu evolvieren und nur FEHLER desselben zu verändern, und selbst DAS tue ich naturgemäß von Herzen ungern .

Jhwh hat sich da als Glitschi in den Händen der Sekten erwiesen. Das hat zur Folge, dass er zwar namentlich noch lebt, aber nicht inhaltlich: Was heute weltweit "Gott" ist, ist längst nicht mehr Jhwh (gerade noch in Israel - aber sonst wo?).


Zitat von Demo
Wer drei Milliarden Anhänger hat, kann mehr Energie ansammeln als irgendein Mini-Gott, der froh sein kann


Sicherlich! Aber VIEL Energie ist nicht immer gut, denn wenn sie sich gegenseitig intraindivudell bestrebt, hat die Hülle ein Problem!

So wird Gott "Möchte-gern-Jhwh" zwar von 3 Milliarden angebetet, aber untereinander bekriegen sich mind. 1,5 Milliarden um ihn. Das entspricht eine saftigen Neurose! Also ICH wollte das NICHT haben, dass sich mindestens die Hälfte meiner Energien untereinander uneins ist


Zitat von Demo
Hat er? Wen denn? Ich würde mich wundern, wenn Du außer Dir noch neun andere zusammentrommeln könntest.


Du darfst nicht meinen, dass welche nur dann jemandem anhängen, wenn sie dessen Namen kennen/nennen!

Ahrimans Prinzip folgt die gesamte "westliche" Welt! Es ist so tiefstens blau hier wie sonst nirgendwo!


Zitat von Demo
einem ausgestorbenen Gott, während sein Konkurrent Jahwe einen beispiellosen Siegeszug zu verzeichnen hat.


Wenn es so wäre, dass nur Götter zu Existenz und Wirkung kommen, die bei ihren Namen verehrt werden, dann wäre ja SATAN schon überlängst ausgestorben


Zitat von Demo
Zum Glück? Das ist ja eine Loser-Einstellung par exellence


Wieso? Ich würde mich zu Tode genieren, wenn ich mir als altes Weib von Töchtern oder Schwiegertöchtern den Arsch auswischen lassen müsste. Ich bin HEILFROH, dass das einmal Leute tun werden, die diesen Beruf freiwillig ergriffen haben und dafür auch mit Bezahlung "entschädigt" werden.


Zitat von Demo
daß Rente und Sozialsystem heute schon am Rande der Pleite sind.


ach so: ja finanziell geb ich da natürlich auch keinen Pfifferling drauf. Da verlass ich mich lieber auf meine Hütte und was mir bis dort hin noch so alles so gehört (Erbe).


Zitat von Demo
Da ist ein wenig Dankbarkeit selbstverständlich, finde ich.


Ich finde das völlig Banane, Eltern "dankbar" zu sein. Ich wüsst nicht wofür. Soll ich dann auch meinem Auto dankbar sein, weil es fährt, dem Briefträger, weil er mir so schöne Briefe bringt oder den Lehrern, weil sie mir auf der Schule so tolle Sachen beigebracht haben? Das ist doch Unsinn! Die Aktionen solcher Leute liegen doch in ihrer Situation selbst!

Ich hab nun zwar meine Tochter nicht aufgezogen, aber wenn die käme und mir "dankbar" wäre, weil ich sie geboren habe - also ich dächt, ich wär im falschen Film, wüsst überhaupt nicht, was ich da drauf sagen soll, könnt das gar nicht nachvollziehen! Bittschön: ich hab das nicht freiwillig gemacht! Ich war halt schwanger und dass ich das Kind dann geboren habe, ist eine logische Folge dessen, nach der ich ziemlich wenig gefragt wurde. Ebenso ist es mit der Erziehung: Wenn sie schon ein Kind gekriegt haben, dann wollen das die meisten Mütter auch behalten. Wenn sie es haben, müssen sie es natürlich auch füttern und groß ziehen. Entweder sie tun das unfreiwillig, dann wird es eh nichts (also wofür dankbar sein?) oder sie tun das gerne und haben Freude dran und da frag ich mich erst recht, wofür ich dankbar sein soll, dass einer das tut, was ihm gefällt?

Nein: Ich bin allergisch gegen "dankbar". Das ist echt Christenquatsch. Dazu fällt mir das bescheuerte, christliche Lied ein: Dankä für diesen schönen Tag, danke für meine Arbeitsstelle, danke für den Schiss, den ich heute früh ins Klo gekackt habe ... oder was Hey, nee, hey!

Also nein: Erst mal ist der Sinn einer Sache der Selbstzweck und alles, was geschieht, geschieht erst einmal um seiner selbst willen. Wenn es für mich einen Vorteil bringt, ist das klasse, wenn nicht, ist das ebenso Schicksal.

Nein: "Danke" mag ich nur zu Leuten sagen, die sich auch über MICH Gedanken gemacht haben (und nicht so wie Eltern, die sich nur Gedanken machen, wie sie "mich" gerne hätten ) und mir etwas geben, was ich auch wirklich will (was das Leben betrifft, bin ich mir da seit jeher sehr unschlüssig, wie ich's werten soll. Zu oft habe ich schon gedacht: "Wäre ich nur nie geboren worden!").


Zitat von Demo
he pflegebedürftigen Alten alleine sterben


Geschmackssache: Ich habe einen HORROR davor, dass ich NICHT alleine sterben kann. I(ch stelle es mir ENTSETZLICH vor, wenn ich weiß, der Tod kommt, und dann stehen lauter so Affen um mich rum und tätscheln mir die Flosse. Mann, haut bitte bitte bloß ab und lasst mich allein mit Lord Satan! Gerade dann! Ihr könnt mich IMMER nerven, bloß bitte bitte ausgerechnet DANN nicht!



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