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Fernöstliche Religionen

#1 von aiem , 30.10.2012 11:05

Im Folgenden versuche ich einen Kurzüberblick zu geben, um Missverständnisse auszuräumen und Zusammenhänge zu verdeutlichen:

Taoismus/Buddhismus:

Taoismus in seiner reinsten bzw. ursprünglichen Form (TAO TE KING) ist gänzlich frei von alchemistischen, sexualmagisch angehauchten Praktiken und ähnlichem Larifari, wie es erst viel später Einzug hielt. Im Taoismus geht es ausschließlich um das Erkennen der "Essenz" und das BEWUSSTE Leben in selbiger. Mit dem Tao (bewusst) zu fließen, ist dasselbe wie Buddhaschft erreicht zu haben, und Letzteres ist dasselbe wie die Einheit des Seins erfahren zu haben und in dieser auch verbleiben zu können. So wie der Buddhismus von den "gläubigen" Buddhisten praktiziert wird, hebt er sich um nichts von den restlichen Religionen ab: Man bittet den Herrn Buddha (vergl. Herrgott) um dieses und jenes, aber nur nicht um das, was nach der Lehre des Buddha erstrebenswert wäre... Chan (Shaolin) und Zen sind hier am ursprünglichsten, da sie jeglicher Verehrung des bzw. der Buddhas oder auch Schutzgottheiten (Lamaismus) einen Riegel vorschieben.


Hinduismus:

Ich finde es schön, dass es einem "Gläubigen" innerhalb einer Religion mehr ofer weniger freisteht, sich den Gott oder die Göttin auszusuchen, die einem am ehesten entspricht. Der gesamte Götterpantheon ist nichts als ein winziger Ausschnitt des "unpersönlichen" Brahman, das im Hinduismus das Allumfassende ist, aus dem für einfache Gemüter (Götzenverehrer und Bittsteller) gewisse, stets unvollkommene Aspekte herausgelöst und zu Göttern geformt werden. Wenn die Hingabe ausreichend groß ist, mag man auch auf diese Weise dem Brahman näher kommen, es wartet aber noch die schwer zu bewältigende Aufgabe auf den "Götzenverehrer", den geliebten Götzen zu zerschlagen... Daher gehen Taoismus, Chan und Zen lieber den direkten Weg oder den Weg der Nichtdualität, der indes kein Weg für die Masse ist, da er auf viele nicht nur zutiefst widersprüchlich, sondern auch nihilistisch oder un(be)greifbar wirkt.

Es ist doch schön, wenn man eine Götzenstatue (z.B. eine Marienstatue) ans Herz drücken kann, während man sich irgendeinen Scheißdreck wünscht, der letzten Endes zu nichts gut ist und womöglich noch mehr schadet als er hilft, oder etwa nicht?.


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RE: Fernöstliche Religionen

#2 von Bierbaron , 31.10.2012 15:36

Zitat von aiem im Beitrag #1
So wie der Buddhismus von den "gläubigen" Buddhisten praktiziert wird, hebt er sich um nichts von den restlichen Religionen ab: Man bittet den Herrn Buddha (vergl. Herrgott) um dieses und jenes, aber nur nicht um das, was nach der Lehre des Buddha erstrebenswert wäre... Chan (Shaolin) und Zen sind hier am ursprünglichsten, da sie jeglicher Verehrung des bzw. der Buddhas oder auch Schutzgottheiten (Lamaismus) einen Riegel vorschieben.


Sehe ich auch so. Buddhas ursprüngliche Lehren halte ich für bereichernd und inspirierend, aber einige der Richtungen in die sich die Religionen die daraus entstanden sind entwickelt haben, lehne ich eher ab. Was man bei Buddhisten aber kaum oder gar nicht antrifft, ist diese bei anderen Religionen leider weit verbreitete "meine Religion ist für jeden das Richtige und ich schaue auf jeden herab der ihr nicht angehört" Denkweise.


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RE: Fernöstliche Religionen

#3 von klugschiss ( Gast ) , 04.11.2012 10:48

Fernöstlich? Hmm....Fernöstlich von wo? Wenn man nun im Osten weiter östlich geht und dann zurückschaut, guckt man dann gegen Westen? Dann wäre ja "Fernöstlich" für die wo ganz weit im Osten wohnen eher "Fernwestlich".

klugschiss

RE: Fernöstliche Religionen

#4 von Bierbaron , 04.11.2012 13:54

Du scheinst was gegen Ossis zu haben. Ich kenne einige Ossis und manche von denen sind beinahe ganz normale Menschen, fast so wie wir. Was du da schreibst sind nichts als Vorurteile.


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RE: Fernöstliche Religionen

#5 von aiem , 06.11.2012 21:56

Habe erst kürzlich eine schöne Gegenüberstellung gehört: "Die Europäer sagen, dass schwarz schwarz, und weiß weiß sei. Die Chinesen sagen, dass eines aus dem anderen entstünde, und die Inder sagen, dass schwarz weiß, und weiß schwarz sei."
Und ich sage, dass sich östlich vom Osten nicht nur der (entferntere) Osten, sondern auch der (vom ursprünglichen Betrachter aus gesehene) ferne Westen befindet. Hier können schon wenige (Milli)meter entscheidend sein...

Da auch das Universum eine Kugel ist - oder gibt es einen Klugscheißer, der dies in Abrede stellen will? -, könnte man auch hier Himmelsrichtungen angeben. Alles, was wir dazu bräuchten, ist ein Bezugspunkt. Und wenn wir einen solchen hätten, was hätten wir davon?

Da wir aber nicht innerhalb der Erde, sondern auf deren Oberfläche leben, machen Himmelsrichtungen und geografische Bezeichnungen auch Sinn.

Was uns als Gerade erscheint, ist in Wirklichkeit der winzige Ausschnitt einer Kreisbahn von riesigem Umfang


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