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Ratschläge und Tipps

Vertrauen

 von RAFA , 06.10.2012 13:11

Vor einiger Zeit (ein paar Jahre) hatte ich mit Satan-Ahriman die Diskussion ums "vertrauen". Er meinte, ich sollte Vertrauen zu ihm haben.

Nun gibt es mehrere Arten von Vertrauen bzw. mehrere Ansätze von Vertrauen.

Ich vertraue ihm z.B. seit Anbeginn an in DER Hinsicht, dass ich ihm einfach folge. Ich finde es überhaupt nicht interessant, wohin er mich treiben will, weil ich "vertraue" ihm insofern als dass ich (mir) sage: "Egal wohin, ich werde dort hin gehen, weil ich habe mir ihn zum "Gott" ausgesucht und ich gehe seinen Weg!" Ich frage deswegen nicht, wohin der Weg gehen soll, weil der wird schon wissen, wohin er mich haben will - da habe ich vollstes "Vertrauen" in ihn.

Ich habe KEIN Vertrauen in seine Existenz! Das hab ich auch hier schon öfters gesagt, dass ich eigentlich nicht an ihn glaube und nur gerne hätte, dass es ihn gibt und halt deswegen mal so handle, als sei er real, was ich aber nicht wirklich glaube. Diesbezüglich werde ich auch kein Vertrauen aufbauen, weil diesbezüglich bin ich konsequent "atheistisch": Ich vertrau nur empirischen Beweisen oder logischen Herleitungen, die mir einleuchten - nichts anderem.
Nun sind ja gerade in letzter Zeit bei mir einige Dinge eingetroffen, die er so angekündigt hat und ich registriere das auch, "wundere" mich bzw. betrachte diese "Erfolge" mit HALBEM Respekt, würde nun aber genau wie eh und je niemals darauf vertrauen, wenn er eine weitere Ankündigung machte. Ich glaube, er könnte mir 100 Ankündigungen machen und sie könnten alle 100 eintreffen, ich würde der 101.ten WIEDER nicht vertrauen. Ich BIN nun mal ein Ungläubiger und ein Realist. Keinen Pfifferling setze ich auf Glaubenssachen, niemals würde ich ihnen vertrauen - es sei denn, es GEHT NICHT ANDERS. Also im abstürzenden Flugzeug würde ich freilich wie blöd zu Satan-Ahriman beten und auch die Spur einer Hoffnung auf eine Rettung haben, weil mein Gehirn die Tatsache des Absturzes wohl gar nicht verarbeiten könnte und ich ohne Hoffnung wohl sofort wahnsinnig werden würde. Das ist IMO allerdings purer "Zwang": klar - unter Zwang tue ich alles mögliche, aber "freiwillig" würde ich mich nie und nimmer auf so was Vages wie einen Gott verlassen, an den ich ja nicht glaube. Ich glaube einfach nicht dran, sorry. Ich KANN dem nicht vertrauen, was ich nicht wirklich für Tatsache halte.

Nun brettert mich Satan-Ahriman seit einiger Zeit ordentlich durchs Schicksal und ich krieg eine "Rennschelln" nach der anderen. Das fing an mit dem ganzen Job-Theater bei o2, das ich vor 3 Jahren hatte und ging weiter, dass ich alle weiteren Jobs auch immer wieder verloren hab und einige andere Hiobsbotschaften zwischendrin waren auch noch.

Bei all dem bin ich zwar erschrocken, ich habe aber nur 2 Verhaltensweisen praktiziert: Entweder habe ich es aufgegeben und bin hysterisch und verzweifelt in der Gegend rumrotiert, zu Ärzten gerannt, zu Gewerkschaftern, zu Beratern und Helfern und habe also DIESEN "vertraut" - oder ich habe mir selbst vertraut und meinen Krempel SELBER angepackt, und insbesondere habe ich meinem Vermögen (Finanzen) vertraut und meiner eigenen Leistungskraft. Das sind die Methoden, die mir meine Mama gelernt hat: Fleiß, Einsatz, Durchhaltevermögen, eiserner Wille und Action! Damit bin ich letztendlich schon immer durchgekommen und darauf verlasse ich mich auch und vertraue dem.

Das artet natürlich in eine gewisse Art von "Stolz" aus, weil ich steh halt Satan-Ahriman immer noch wie eh und je gegenüber und "trotze" ihm in gewissem Sinn, weil ich halt - auch angeschlagener Weise - weiterhin mit meinen eigenen "Waffen" dem Schicksal entgegen gehe.

Naja, und vor kurzem wars jetzt eben so, dass ich einfach nur ganz und gar außer Gefecht gesetzt war und aufgrund von diesem Fahrradunfall, den ich da "in seinem Auftrag" hatte, unfähig im Krankenhaus rumlag und wirklich nix mehr hinkriegte, nicht mal mehr selber auf Pinkeln gehen. Ja gut: Wenns nicht geht, dann GEHTS nicht. Klar beugte ich mich diesem Schicksal und ließ mir von anderen helfen, weil ich KONNTE ja selber nichts tun. Aber kaum konnte ich mich wieder rühren, erledigte ich meinen Kram auch gleich wieder selber, so gut es ging und steh da wie eh und je, verlass mich auf mich selber.

Satan-Ahriman hat mit mir darüber geredet. Es tut mir aber Leid, es IST halt einfach so, ich BIN halt einfach das selber-Action-Männchen, ich BIN nicht der Typ, der sich auf Götter verlässt oder überhaupt auf andere - wenn er es nicht MUSS. Sobald ich meinen Kram selber machen kann, mach ich das auch. Für mich gibts nur 2 Möglichkeiten: Entweder, es ist etwas in meiner Macht, dann vertraue ich auch nur auf diese meine Macht - oder es ist etwas NICHT in meiner Macht, dann "lasse ich es los", d.h. dann gebe ich es auf. Dieses Aufgeben ist auch KEIN Vertrauen, denn das ist - je nach Schwere der Situation - ein nahezu psychotischer Horror, der ziemlich nahe an die Dissoziation kommt: Ich lasse das wichtige Ding los, ich lasse MICH los, ich gebe MICH auf, ich schwebe in einer Stimmung von panikartigem Horror der Vernichtung entgegen... naja, weil ich oben von abstürzenden Flugzeugen schrieb: Vielleicht würde ich sogar nicht mal beten, sondern entweder einen Fallschirm suchen und krampfhaft mir selber zu helfen versuchen, oder ich würde mich aufgeben und mich dem Absturz fügen und halt einfach wahnsinnig dabei werden - und sterben.

Aber vertrauen würde ich nicht.

Mei, ich denke hin und her darüber nach. Ich erinnere mich, dass ich als Kind schon nicht mal meiner Mutter vertraute, sondern wenn irgendwas war, auch damals schon immer meinen Krempel auf eigene Verantwortung getrieben habe. Vielleicht hab ich da eine Störung im "Urvertrauen" - ich weiß nicht... :-?

Wie auch immer: ich krieg das nicht hin - weil ich finde vertrauen auch gar nicht gut! Ich finde es widerlich, auf andere angewiesen zu sein und selber nix tun zu können, dann vielleicht auch nachher noch danke sagen müssen oder gar verpflichtet zu sein, denen dann auch mal zu helfen - nein! Das will ich nicht! Darauf lasse ich mich nicht ein, so lange es irgendwie anders geht.

So. Jetzt haben Satan-Ahriman und ich nach dieser Krankenausgeschichte und der Sache mit dem gestohlenen Fahrrad und der Fahrradversicherung, die jetzt wohl DOCH zahlen muss (also definitiv ist mir insgesamt kein nennenswerter Schaden entstanden außer halt die ganze Aufregung und ne Narbe am Aug) drüber geredet, aber es geht mir schon wieder besser und ich sehe die Situation wieder im Griff zu haben und steh da wie eh und je und großkotz ihn an: Nein, ich vertraue ihm auch weiterhin NICHT, ich erledige meinen Krempel auch weiterhin SELBER und wenn wieder irgendwas kommt, was ich halt einfach nicht KANN, dann füge ich mich halt ergeben ins Schicksal und "sterbe", aber was anderes gibt es für mich nicht.

Wir waren mit der Diskussion grad durch, die Sachlage zwischen ihm und mir soeben geklärt, da hauts mir schon wieder den nächsten Hammer des Schicksals vor den Bug, nämlich dass meine Firma jetzt insolvent gegangen ist und ich vermutlich damit meinen Job verlier, also zumindest mal momentan keine Kohle krieg.

Jetzt habe ich das Problem: Da kommt jetzt weiterhin eins nach dem anderen! Ich krieg keine Ruhe! Ich latsch jetzt da durch die Knüppelstraße des Schicksals und fang eine nach der anderen ein, mich wirds wahrscheinlich auch weiterhin von links nach rechts beuteln und zurück. Das finde ich reichlich unangenehm! Ich möchte, dass das mal aufhört!

Ich bin davon überzeugt, dass es ganz anders wäre, wenn ich "nachgäbe" und das geforderte Vertrauen halt einfach hätte - aber verdammt nochmal: ich habs halt einfach NICHT! Ich kann es doch nicht herzaubern! Ich vertraue halt mal nichts und niemand, wie beschrieben! Ich bläg Satan-Ahriman nun schon die ganze Zeit davon voll, dass es eine Charaktereigenschaft ist und ein persönliches DOGMA von mir so wie irgendeine Geschmackssache, meinetwegen "ich finde rot schön". Ich FINDE halt mal rot schön! Ich könnte lügen und sagen, ich fände es scheußlich, das ist aber nur einfach nicht wahr. Ich finde rot auch schön, wenn man mich dafür schlägt! Nun muss ich mich schlagen und schlagen lassen und weiß doch, ich werde deswegen meinen Geschmack nicht ändern!

Da beneide ich oft die Bibelhelden! Die kriegten allesamt Aufgaben von ihrem Gott, zu denen sie sich zwingen konnten. Der eine sollte predigen und prophezeien, wollte aber nicht, da wurde er von einem Fisch verschluckt und war 3 Tage im Walfischbauch und da hat er halt klein bei gegeben und zugesagt. Er wollte bestimmt auch nachher nicht predigen, hat sich halt gezwungen, hats halt einfach gemacht. Das KONNTE er ja, auch wenn er es nicht WOLLTE.
Genauso Moses, der wollt auch nicht zu Pharao. Er hat sich aber so sehr vor Gott gefürchtet, dass er halt dann DOCH gegangen ist, auch wenn er dabei Schiss hatte und es eigentlich nicht wollte, aber da hat er sich halt selbst aus Angst vor Gott zu Pharao gezwungen.

ICH aber hab eine Aufgabe, zu der ich mich NICHT zwingen kann.

Das ist IMMER so bei Satan-Ahriman! Es war noch nie anders! Der gibt mir IMMER Aufgaben, die ich ums Verrecken nicht tun kann, wenn ich es nicht auch "will": zur Ruhe kommen, sich treiben lassen, ihn lieben ... und jetzt vertrauen , so nach dem Motto "sei spontan!" All diese Aufgaben habe ich bisher nur erfüllt, weil ich es los gelassen habe. Loslassen heißt aber: wurscht sein, egal sein! Es heißt: Um eine Sache kämpfen, aber dann aufgeben, weil mans halt einfach fahren lässt - sterben! Die Sache stirbt in meiner Seele, die Lust dran stirbt und damit stirbt auch das ganze Interesse an diesen Dingen. Gemessen an vor 30 Jahren hab ich ja mittlerweile ehrlich nur noch 0,001 Bock an Satan-Ahriman und seinen Geschichten. Es bleibt mir ja nichts anderes übrig als das alles fahren zu lassen, weil ich kann es ja nicht halten.

Ja, ich glaub, das ist wieder genau diese Abzweigung auf dem Weg: Genau an der Stelle, wo ich jetzt sage "na, dann muss ich's halt fahren lassen, da muss es mir wurscht sein, dann lasse ich es sterben, trauere meine Zeit und kümmere mich anschließend nicht mehr drum, ist mir dann alles einfach wurscht, ja wirklich (ist es auch echt, dann!) Es ist dann tot, fertig, aus, basta." - genau an der Stelle "sollte" ich sagen: "...dann lege ich es dem Satan-Ahriman in die Hände."

Genau DAS sage ich aber nicht.
Ich kenne das nicht.
Diese Procedere kommt in meinem Persönlichkeits-Programm einfach nicht vor.

Sagt mal was dazu!



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