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RE: das 4. Gebot

#31 von RAFA , 06.09.2011 12:01

Zitat von Annaxim
Und es lohny sich ihm einen guten (tieferen) Sinn zu geben, denn wir haben nur dieses eine Leben, und das ist kurz.


Ich empfinde das genau andersrum: Weil es so ein Muckenschieß ist, darum lohnt sich darin gar nix. Man stirbt ja eh nach einem universalen Augenblick, also was soll man da schon groß anfangen? Man hat danach ja nicht einmal eine Erinnerung dran, z.B. Fotos wie aus dem Urlaub. Das Leben ist so nichtig und damit IMO sinnlos wie nochmal was. Drum verbrödel ich es einfach mit mehr oder minder hedonistischen Sachen, weil es doch echt drum wurscht ist. Der einzige "Sinn" im Leben ist meines Empfindens nach der, dass sich vielleicht doch noch irgendwie die Existenz eines Nachtod-Lebens beweist, nur dann fände ich das Leben sinnvoll.

Ja, ich weiß, das ist eine nihilistische oder depressive Perspektive, aber die habe ich nun mal.

Und: Grad deswegen lach ich die ganzen Christen so aus, weil die offensichtlich genauso denken. Aber anstell, dass sie sich eingestehen, dass es halt so ist, fabeln sie sich ein Paradies daher. Mei mei, so einen Scheiß wenn ich glauben könnt... kann ich aber nicht, weil ist einfach ZU doof.


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RE: das 4. Gebot

#32 von Annaxim , 06.09.2011 18:13

Zitat von RAFA
Ja, ich weiß, das ist eine nihilistische oder depressive Perspektive, aber die habe ich nun mal.


Total nihilistisch, RAFA. Damit läufst Du Gefahr in eine Depression abzugleiten, ohne dass Du es merkst.

Dabei gehst Du mit viel Schwung in den Urlaub, hast einen Riesenspaß, staunst über die Schönheiten der Natur und lachst über dich selbst und erzählst allen wie sehr Du es genossen hast.
Und dann kommst Du Heim, und verzapfst so einen Scheiß, dass das das Leben keinen Sinn hat.

Was soll das? Spinnst Du eigentlich? Bist Du denn total blöd, oder was...........?

Such dir was aus, irgendein Ziel dem Du nachgehen kannst, mit dem Du dich identifizieren kannst, und fang endlich an zu leben, Mensch!


Wenn man Religioten als Kinder erzählt hätte, die Geschichten von Adam, Moses und Jesus seien Märchen, und Grimms gesammelte Werke statt der Bibel in die Hand gedrückt hätte, würden sie heute noch an die Wiederkunft Rapunzels glauben.

 
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RE: das 4. Gebot

#33 von Maik , 06.09.2011 18:48

Zitat
Mit ganz wenigen Ausnahmen, besteht alles was in der Bibel steht aus Nichtigkeiten.



Unsinn


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RE: das 4. Gebot

#34 von Instant Karma , 06.09.2011 18:56

Zitat
Mit ganz wenigen Ausnahmen, besteht alles was in der Bibel steht aus Nichtigkeiten.



Korrekt


 
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RE: das 4. Gebot

#35 von RAFA , 06.09.2011 23:22

Zitat von Annaxim
Total nihilistisch, RAFA. Damit läufst Du Gefahr in eine Depression abzugleiten, ohne dass Du es merkst.


Ja, diese Depression habe ich seit ich das erste Mal begriffen hab, dass etwas tot sein kann, also seit meiner Kindheit.


Zitat von Annaxim
Dabei gehst Du mit viel Schwung in den Urlaub, hast einen Riesenspaß, stau


Es hätte nur dann einen wirklichen Wert, wenn ich es jederzeit wiederholen könnte. Eines Tages kann ich das aber nicht mehr und darum bedeuten mir diese Eintagsfliegen nichts. Ehrlich, ich mach das bloß, um überhaupt irgendwas zu machen, um meinen Blog voll zu schreiben, um mir vorzumachen, dass ich doch was Tolles gemacht hab und mich drüber weg zu täuschen über die Uhr, die da tickt.

So denke ich übrigens schon immer, wobei ich als Jugendliche noch die Hoffnung hatte, ich könnte durch irgendeine Magie "unsterblich" werden - bis ich diese Hoffnung verlor, weil sie einfach Quatsch ist. Nun hoffe ich halt, dass man vielleicht doch irgendwie nach dem Tod noch existiert, was ich aber selber nicht wirklich glaube. Aber ohne diesen Gedanken halte ich es einfach nicht aus in dieser "Todeszelle".


Zitat von Annaxim
Such dir was aus, irgendein Ziel dem Du nachgehen kanns


Ich bin Narziss: Ohne mich selbst ist alles sinnlos.
Es gibt kein Ziel, das mir wert wäre, es zu erreichen, wenn es vergänglich ist. Ich mein: klar, ich steck mir Ziele, z.B. den Schornstein noch vor dem Winter in Betrieb zu nehmen und einen Ofen anzuschließen, das werde ich auch schaffen, aber das bedeutet mir nichts "im Herzen". Das ist halt bloß ne Erledigung und wenn ichs hab, sag ich: "Was bin ich froh, kann ich das auch schon wieder abhaken", aber so ein richtiges Ziel, das mir echt was geben würde, gibt es nicht, so lange ich in der "Todeszelle" sitze.


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RE: das 4. Gebot

#36 von Annaxim , 07.09.2011 06:52

Zitat von RAFA
Ehrlich, ich mach das bloß, um überhaupt irgendwas zu machen, um meinen Blog voll zu schreiben, um mir vorzumachen, dass ich doch was Tolles gemacht hab und mich drüber weg zu täuschen über die Uhr, die da tickt.


Aber dein Blog ist doch toll. Er liest sich oft spannend und scheint von Jemand geschrieben zu sein, der mit beiden Füßen auf dem Boden der Realität steht, mitten im Leben sozusagen....
Ich wünschte mir, ich hätte den Schwung, so was über längere Zeit durchzustehen — echt — "Chapeau"



Zitat von RAFA
So denke ich übrigens schon immer, wobei ich als Jugendliche noch die Hoffnung hatte, ich könnte durch irgendeine Magie "unsterblich" werden -


Stimmt. Unsterblichkeit gibt es nicht, und auch ein Leben nach dem Tod ist totaler Quatsch wenn man versucht sich das einmal genau durchzudenken.

Aber das Nächstbeste ist auch nicht schlecht: ich meine, etwas im Leben zu machen, was nicht nur einem selbst sinnvoll erscheint, sondern auch anderen Menschen ein wenig Freude bereitet.

Man denkt da vielleicht an Homer, Aristoteles, Beethoven, Van Gogh, Goethe, Shakespeare oder Einstein. Aber auch wenn man nicht so berühmt ist, kann man doch etwas tun woran sich wenigstens einige Menschen erinnern werden wenn wir nicht mehr da sind. Der Gedanke, dass ich einfach so, klanglos verschwinde, und höchstens noch meinen Kindern eine Weile in Erinnerung bleibe, macht mir ehrlich gesagt viel mehr zu schaffen, als der Gedanke, was ich Morgen oder am Tag danach anpacken möchte, um meinem Leben einen Sinn zu geben.


Zitat von RAFA
Es gibt kein Ziel, das mir wert wäre, es zu erreichen, wenn es vergänglich ist. Ich mein: klar, ich steck mir Ziele, z.B. den Schornstein noch vor dem Winter in Betrieb zu nehmen und einen Ofen anzuschließen, das werde ich auch schaffen, aber das bedeutet mir nichts "im Herzen".


Es gab eine Zeit, da träumte ich davon eines Tages berühmt zu werden, vielleicht eine große Entdeckung zu machen an die sich die Menschen erinnern würden. Aber wie Jugendträume eben sind, ist auch dieser geplatzt als ich eines Tages erkennen musste das ich die ersten grauen Haare bekam, und mein Ziel immer noch nicht erreicht hatte, sondern dass ich stets nur ein winziges Rächen unter vielen Millionen anderen Menschen blieb.

Ich denke, das ist auch der Grund, warum sich so viele Menschen letztlich zur Religion hingezogen fühlen. Sei wissen zwar dass es der reine Unsinn im Quadrat ist, aber sie wollen trotzdem glauben, weil sie dort Trost und Halt finden, den Du und ich vergeblich suchen.


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RE: das 4. Gebot

#37 von RAFA , 07.09.2011 22:40

Zitat von Annaxim
beiden Füßen auf dem Boden der Realität steht, mitten im Leben sozusagen....


dem ist ja auch so, nur ist es nichts wert, weil es begrenzt ist und spätestens wenn ich dann mal tot bin, was ist dann noch all das wert, was auf meinem Blog steht und was mein Leben war? Nichts und wieder nichts!

Was meinst denn du, warum man in Spielen immer pro Runde 3 Leben hat und wenn das Spiel aus ist, einfach ein neues Spiel beginnt? Weil es sonst keinen Spaß macht! Wozu sollte ich ein Spiel überhaupt zu spielen anfangen, wenn ich nur 1 Leben habe und das Spiel danach nicht einmal neu anfangen kann? Völlig sinnfrei! Würd ich nie spielen, sowas.


Zitat von Annaxim
Leben zu machen, was nicht nur einem selbst sinnvoll erscheint


Was - in diesem Leben - ist denn bitte sinnvoll? Also abgesehen davon, dass ich esse und kacke, damit ich morgen wieder essen kann. Also ich meine, was sollte man denn als sinnvoll empfinden? Nein - mit dem Tod und dem Beenden ist NICHTS sinnvoll: Darum geben ja Eltern so gerne ihr Zeug an die Kinder ab, dass diese es fortführen und weiterleben lassen. Wer tät denn sonst ein Haus baun, wenn er nicht die Hoffnung hätte, die Kinder würden das Haus weiter ausbaun und wenn er es damit nicht scheinbar der weiteren Ewigkeit überließe? Wer täts denn baun, wenn er im Bewusstsein hätt, dass es eh wieder abgerissen wird? Das alles macht nur Sinn, wenn man sein Ende ausblendet. Und mit dem Ausblenden hab ich's nicht so, ich steh halt gern mit beiden Füßen in der Realität.


Zitat von Annaxim
sondern auch anderen Menschen ein wenig Freude bereitet.


das gilt mir nichts.

Andererseits könnte man das ja schon wieder als "Ewigkeit" interpretieren: Ich bereite anderen Menschen Freude, die sie behalten und fortführen, wenn ich dann mal tot bin... und übergebe mein "Haus" an die Kinder, in der Hoffnung oder im Wunschtraum, es würde immer weiter bestehen.


Zitat von Annaxim
sich wenigstens einige Menschen erinnern werden


ah: in der Erinnerung der anderen weiter leben? Also auch eine Art Umgehung des Todes, zumindest eine Umgehung des Gedankens ans endgültige Wegsein: Man ist ja dann noch in anderer Leute Erinnerung!


Zitat von Annaxim
höchstens noch meinen Kindern eine Weile in Erinnerung bleibe, macht mir ehrlich gesagt viel mehr zu schaffen,


Es tut mir gut, dass du das sagst, weil es meine Ansicht bestätigt, dass wirklich NIEMAND mit dem Gedanken zurecht kommt, wirklich weg zu sein, auch du nicht. Genau das macht mir nämlich auch "zu schaffen": Was immer ich anpacke, es ist vergänglich, alles, was ich aufbaue, wird auch eines Tages zusammenfallen, und auch ich selbst bin "born to die". Da kann mans doch theoretisch echt gleich sein lassen?

Ist doch so: Die Menschen fangen doch nur darum etwas an, weil sie ausblenden, dass genau das eines Tages sang- und klanglos verschwunden sein wird. Sonst wär's doch sinnfrei, überhaupt mal was anzufangen.

Und DAS ist mein Gedanke: Ich finde es sinnfrei. Ich füll nur die Zeit aus, damit sie vergeht. ...und natürlich lebe ich noch immer in der Hoffnung, die ich mir mehr vorlüge als dass ich sie für wahrscheinlich halten könnte, dass es nach dem Tod doch noch irgendwas für mich gibt, weil sonst wäre ICH komplett sinnfrei und mit diesem Gedanken kann ich nicht leben. Darum ziehe ich die Lüge eines eventuellen Nachtodlebens vor und red mir ein, das könnts vielleicht doch geben.


Zitat von Annaxim
Ich denke, das ist auch der Grund, warum sich so viele Menschen letztlich zur Religion hingezogen fühlen. Sei wissen zwar dass es der reine Unsinn im Quadrat ist, aber sie wollen trotzdem glauben, weil sie dort Trost und Halt finden, den Du und ich vergeblich suchen.


Das denke ich auch. Aber dann frage ich dich, warum du sie ihnen ausreden willst?

...und ich sag dir gleich, warum ICH es ihnen ausreden will: Weil es mich ärgert, weil es wäre so verdammt arg schön, wenn es stimmen würde. Es wäre sooo schön! Und dann kommt wieder so ein Idiot und sagt: "Aber es ist doch auch so, du musst es nur glauben" und ich könnt die Decke hoch.
Das ist genauso als wäre ich bettelarm und dann kommt irgendein Idiot und sagt: "Aber du hast doch Millionen auf der Bank, glaubs halt einfach!" und WEIL ich genau weiß, dass ich bettelarm bin und weil es ja mein tiefster Wunsch wäre, dass ich Millionen hätte, die ich aber nicht habe, deswegen tut mir dieser Spruch regelrecht weh und deswegen bin ich so wütend auf das ganze Christengesockse.


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RE: das 4. Gebot

#38 von Annaxim , 08.09.2011 06:56

Zitat von RAFA

Zitat von Annaxim
beiden Füßen auf dem Boden der Realität steht, mitten im Leben sozusagen....


dem ist ja auch so, nur ist es nichts wert, weil es begrenzt ist und spätestens wenn ich dann mal tot bin, was ist dann noch all das wert, was auf meinem Blog steht und was mein Leben war?



Schau, Rafa, du bist das Produkt Deiner Gene, die alles andere als zufällig zusammengesetzt wurden. Das aber ausgerecht Du, und nicht ein Anderer Mensch die Welt erblicken darf, das hast Du nur dem glücklichen Zufall des Lebens verdanken. Richard Dawkins hat in einem seiner Bücher mal geschrieben:

Es gibt sehr viel mehr Möglichkeiten tot als lebendig zu sein.

Ist nicht allein schon diese Erkenntnis Grund genug um dankbar für sein Leben zu sein?


Zitat von RAFA
Wozu sollte ich ein Spiel überhaupt zu spielen anfangen, wenn ich nur 1 Leben habe und das Spiel danach nicht einmal neu anfangen kann? Völlig sinnfrei! Würd ich nie spielen, sowas.


Es heißt doch: Neuer Tag, neues Glück.
Warum kannst du also nicht jeden Tag so leben als sei es der Eerste, und Dich darüber freuen?


Zitat von RAFA
Was - in diesem Leben - ist denn bitte sinnvoll? Also abgesehen davon, dass ich esse und kacke, damit ich morgen wieder essen kann.


Du stellst zu hohe Ansprüche, Rafa. Wenn dein Leben sinnvoll sein soll, dann musst Du schon selber daran arbeiten, um ihm einen Sinn zu geben. Wenn nicht, dann bist Du wie alle Anderen nur eine hoch komplexe Energieverwertungsmaschine, sozusagen eine lebendige Hülle die möglichst seine Gene schützt um diesen zu einem Schein der Unsterblichkeit zu verhelfen.

Was bitte kann die Natur dafür, dass wir als lebend gewordene Roboter, auch noch die seltene Gabe besitzen um über die Sinnlosigkeit unseres Tuns nachzudenken und darüber zu philosophieren?


Zitat von RAFA
ah: in der Erinnerung der anderen weiter leben? Also auch eine Art Umgehung des Todes, zumindest eine Umgehung des Gedankens ans endgültige Wegsein: Man ist ja dann noch in anderer Leute Erinnerung!


Hey, so ist es doch! Warum fragst Du, wo doch Du doch die Antwort längst selber weißt?


Zitat von RAFA
Es tut mir gut, dass du das sagst, weil es meine Ansicht bestätigt, dass wirklich NIEMAND mit dem Gedanken zurecht kommt, wirklich weg zu sein, auch du nicht.


Stimmt genau!
Niemand hat es gern wenn man ihm sagt "Sorry, aber die Party ist jetzt vorbei...". Noch schlimmer ist nur noch "Die Party geht weiter, aber Du musst jetzt gehn...
Aber das ist immer noch besser, als eine Lebensphilosophie die Dir versucht einzureden, dass Du danach auf eine neue Party geladen bist die niemals aufhört, die Du aber auch niemals mehr verlassen darfst....



Zitat von RAFA
und auch ich selbst bin "born to die". Da kann mans doch theoretisch echt gleich sein lassen?


Och nö.... Da kommt schon wieder der alles vernichtende Nihilismus durch.... Betrachte es doch stattdessen als "born to be"



Zitat von RAFA
Ist doch so: Die Menschen fangen doch nur darum etwas an, weil sie ausblenden, dass genau das eines Tages sang- und klanglos verschwunden sein wird.


Ja, es ist so. Und alle die es nicht so sehen, machen es sich nur was vor: sie leben einfach.... ohne darüber nachzudenken was ihnen am Ende blüht.
Vielleicht leben sie darum besser, weil sie den unangenehmen Teil des Lebens ausblenden?


Zitat von RAFA
Aber dann frage ich dich, warum du sie ihnen ausreden willst?


Ich will Niemand den Glauben ausreden. Ich finde es nur falsch und sags mitunter auch dann wenn ich nicht dazu aufgefordert werde.

Was ich aber echt bekämpfe sind Religionen die mit ihrem Fanatismus andere Menschen einengen in dem sie versuchen sie zu kontrollieren und beherrschen, und dabei selbst vor dem Tod nicht zurückschrecken.

Du brauchst dir doch nur die Kriegsschauplätze der Welt anzusehen, um festzustellen dass beinahe alle (den Holocaust der Nazis inbegriffen) aus religiösen Gründen geschlagen wurden und werden. Angefangen hat es schon vor über 3000 Jahren bei der unsäglichen Geschichte Abrahams, der bereit war seinen über alles geliebten Sohn zu opfern, nur um des Glaubens an einen rachsüchtigen Gottes willen.
Über die Kreuzzüge die dazu dienten die Ungläubigen zu vernichten, und der heiligen Inquisition mit ihrem Irrglauben, der Körper eines Menschen sei entbehrlich wenn es darum ging die Seele zu retten, bis hin zum 30-jährigen Krieg der in der Folge zur Zerstörung von mehr Menschenleben führte als die Große Pest des 13. Jahrhuderts.

Sobald Menschen denken, es gäbe ein Leben nach dem Jetzigen, wird es für unser irdisches Leben gefährlich! Dann verkommt das Diesseits zu einem Spiel, das einzig der Vorbereitung auf etwas Höheres dient.

Genau dann wird Religion zu einer lebensbedrohlichen Gefahr, gegen die es sich lohnt zu kämpfen!


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RE: das 4. Gebot

#39 von RAFA , 15.09.2011 21:49

Zitat von Annaxim
Ist nicht allein schon diese Erkenntnis Grund genug um dankbar für sein Leben zu sein?


WEM denn, Annaxim? Dankbarkeit ist eine soziale Angelegenheit und sie braucht einen lebendigen Partner. Ich bin doch nicht einem Stein dankbar oder dem Zufall. Bei einem Gott könnt ich das noch hinkriegen, aber ich glaube an keine Schöpfergötter.


Zitat von Annaxim
Es heißt doch: Neuer Tag, neues Glück.


und was soll ich mir am letzten Tag einreden: "neue Stunde, neues Glück"? Nein, Annaxim, das ist Selbstbetrug, das ist realitätsfremd und außerdem ist es nicht nach meinem Geschmack: Ich steh nicht drauf, mir die Henkersmahlzeit in Häppchen zu teilen, um sie länger aussehen zu lassen


Zitat von Annaxim
n Tag so leben als sei es der Eerste, und Dich darüber freuen?


Weil es ganz einfach nicht so IST.


Zitat von Annaxim
Was - in diesem Leben - ist denn bitte sinnvoll? Also abgesehen davon, dass ich esse und kacke, damit ich morgen wieder essen kann.

Du stellst zu hohe Ansprüche, Rafa.


Ach so: Na, wenn es zu hoch ist, etwas mehr zu wollen als zu essen und zu kacken...

Nein, aber mal ohne Flax: Es ist richtig! Ich stelle offensichtlich "zu hohe" Ansprüche. Aber es SIND nun einmal meine Ansprüche! Ich bin ja in Vielem bescheiden, aber in manch Anderem mach ichs einfach nicht drunter und das mit meiner Existenz zählt zu meinen Mindestansprüchen.


Zitat von Annaxim
arbeiten, um ihm einen Sinn zu geben.


Einen Sinn in etwas zu finden ist keine Angelegenheit des Arbeitens, sondern eine des Herzens, also des Liebens: Man muss "ja!" sagen können zu etwas. Ich sage NICHT "ja" zu diesem irdischen Leben, weil ich finde es grundsätzlich billig (vom ganzen Prinzip her).


Zitat von Annaxim
Was bitte kann die Natur dafür, dass wir als lebend g


Du, ich bin ja der Natur auch nicht böse. Ich hab der Natur gegenüber überhaupt keinen sozialen Bezug, vielleicht kann ich DARUM keinen Sinn im Leben finden. Wäre die Natur in irgendeiner Weise personifiziert und könnte ich ihr eine Absicht an-interpretieren, wär das etwas anderes. Kann ich aber nicht, weil seh ich nicht so.


Zitat von Annaxim
> ah: in der Erinnerung der anderen weiter leben? Also auch eine Art Umgehung des Todes, zumindest eine Umgehung des Gedankens ans endgültige Wegsein: Man ist ja dann noch in anderer Leute Erinnerung!

Hey, so ist es doch! Warum fragst Du, wo doch Du doch die Antwort längst selber weißt?


Weil ich von dir schon gehört hab, dass du nicht verstehen könntest, wie einer über seinen Tod hinaus leben können wollte und es halt da aus ist, fertig, und das auch gut so ist, und ein Leben nach dem Tod schrecklich wäre und du nicht verstehen könntest, wieso irgendwelche Leute daran ihre Energie verschwenden.


Zitat von Annaxim
Betrachte es doch stattdessen als "born to be"


Ach komm! Was hat denn noch irgendeinen Wert, wenn es in der nächsten Minute einfach weg weg weg weg sein kann? Was nützt mir alles Geld der Welt, wenn ich es morgen nicht mehr habe? Was nützt mir das Schönste vom Schönsten, wenn ich es doch wieder abgeben muss? Da kann ich mir doch auch gleich die Birne voll Drogen knallen: Dann hab ich auch lauter schöne Sachen, die nach ein paar Stunden schon wieder weg sind. Das tu ich aber nicht, weil ich genau DANACH kein Bedürfnis habe.

Ich bin grundsätzlich ein Leistungs- und Erfolgstyp. Mein Ziel ist grundsätzlich NICHT der Weg, sondern das ZIEL - auch wenn mich Satan seit Jahrzehnten von Wegen vollquakt. ICH seh es anders: Sämtlicher Weg ist absolut für den Arsch, wenn man nicht ans Ziel kommt, nämlich dem Erfolg des Projekts. Wenn man dort erst mal ist, wird der Weg völlig wurscht und nichtig, nur der Erfolg zählt. Einen Erfolg des Lebens gibt es nicht, es gibt nur ein Ende. Das Leben ist ein Spiel und Spielen kann ich keinen Sinn abgewinnen: Sie sind nur Zeittotschlagerei.


Zitat von Annaxim
Sobald Menschen denken, es gäbe ein Leben nach dem Jetzigen, wird es für unser irdisches Leben gefährlich!


Das ist völlig richtig: Jeder würde sein Leben wegschmeißen und auch das von anderen, wenn er dafür ein wirklich sinnvolles Leben erhalten könnte bzw. ein Leben, dem man mal einen Sinn geben kann, weil sein Ende nicht schon vorprogrammiert ist. Es muss ja gar nicht ewig sein, aber wenigstens so lange, dass es nicht einfach abbricht, wenn ich grad "mittendrin" bin. Drum hab ich keinen Bock, überhaupt anzufangen. Ich fang keine Projekte an, die ich nicht fertig stellen kann.

Das Blöde an diesen gefährlichen Menschen ist nur das, dass sie leider nicht Recht haben. Aber wenn es das gäbe, an was die glauben, ich wäre sofort dabei! Wenn dieses Gedönse hier auf Erden irgendwas ergeben könnte, was auch Hand und Fuß hätte, da wär ich die erste, die am Start stünde. Aber "so" mag ich nicht mal aufstehen.


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