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ist Gott der Teufel?

#1 von RAFA , 01.09.2011 13:48

Ich bitte euch, euch für diese Diss mal nun nicht dran aufzuhängen, ob es Gott gibt oder nicht, sondern vorauszusetzen, dass es Gott und Satan tatsächlich gibt, zumindest als geistiges Konzept im Kopf oder als Mentalität. Ob nun Gott den Menschen gemacht hat, oder der Mensch den Gott... aber existent ist dieses Hirngespinst nun einmal, es hat auch gewisse Charaktereigenschaften und an seinen Huldigern und Anhängern sieht man auch, wie es sich auswirkt.

Da könnt ihr nun davon halten, was ihr wollt, aber ich meine ja, einen Draht und Kontakt zu Satan-Ahriman zu haben und teile seit knapp 30 Jahren mit ihm mein Leben. Im Lauf der Zeit habe ich also Einiges mit Satan-Ahriman erlebt und ihn kennen gelernt und ich muss sagen, dass ich unser Verhältnis - bis auf einige Ausnahmen - echt fair empfunden habe.

Es gab da mal am Anfang einige sehr schwierigen Jahre, weil ich völlig ehrgeizig um alles in der Welt Höchstleistungen für Satan erbringen wollte, weil ich von meinen Eltern als Leistungsbringer erzogen wurde und keine andere Form von "Zuneigung" kannte. Dieser Leistung hat er widersprochen, hat angewiesen, NICHT zu leisten, erklärte mir, dass er eine ANTI-Leistung von mir wünschte, aber ich habe es nicht verstanden. Irgendwann hat er dann nichts mehr dazu gesagt, sondern hat mich in meinen Leistungsbemühungen verrecken lassen, was ich als fürchterlich schlimm empfunden habe. Erst nach Jahren begann ich vor seelischer Erschöpfung mit dem Leisten und Verkrampfen langsam aufzuhören, weil ich einfach nicht mehr konnte und es ja stets ohne Erfolg war: Ich konnte mir damit seine Gunst nicht erkaufen. Das war eine Zeit ziemlicher Qual.

Ob ich ihm das aber als "böse" anrechnen sollte? Meine Güte, was hätte er denn machen sollen? In meiner Verrücktheit und meinem Leistungswahn war ich ja wirklich nicht zu bremsen, also hockte er sich halt hin und wartete die paar Jahre bis ich mich ausgesponnen hatte. Er sagte auch zwischenrein immer wieder, wenn ich ihn vollheulte, weil ich so unglücklich war, dass ich mir mein Leid nur selber antue und er sich nicht verantwortlich dafür fühlt. Ja, gut, also das war eine sehr schlimme Zeit für mich - aber ansonsten?

Seit ich das mit der Leistung halbwegs kapiert zu haben scheine, läuft unser Verhältnis wirklich ganz gut. Ich muss zugeben, dass seine Erklärungen Hand und Fuß haben, dass seine Methoden funktional sind und für mich zum Erfolg führt, dass es sich damit gesünder lebt und dass es auch zu psychischem Wohlbefinden führt.

Wirklich, der EINZIGE Punkt, den man ihm ankreiden könnte, ist der christliche, nämlich dass nach dem Tod die dicke Rechnung kommt. Das ist aber Glaubensdogma, also das ist überhaupt nicht erwiesen, das wird halt einfach nur geglaubt, d.h. keiner weiß, ob das auch wirklich so ist.

Immer mehr komme ich zu der Überzeugung, dass der christliche Gott der wirkliche Teufel ist, der die Menschen verarscht, knechtet, sie anklagt und hängen lässt und dass der angebliche Teufel derjenige ist, der auf des Menschen Seite steht, weil so erleb ich das seit jeher (zu meinem großen Erstaunen! Echt, ich hatte am Anfang gedacht, ich huldige einem wütenden Monster und ich staunte immer wieder Bauklötze, dass das ganz offensichtlich nicht so ist. Am Anfang konnt ich es gar nicht glauben, aber mit der Zeit seh ich: der verhält sich meistens echt korrekt und fair). Es scheint dieser "Gott" echt nur da zu sein, um die Menschen zu knechten, die Dummen um sich zu sammeln, die Lügner unter seinen Lügen zu vereinen, die Eingebildeten zu erhöhen, die Freuden des Lebens vermiest, die Menschen in Demut und Schmutz drückt, ihnen erzählt, Schwäche sei stark und Stärke sei schwach und dass es klasse wär, wenn man in einem Flugzeug abstürzt oder an einem Kreuz zu Tode gefoltert wird. Gott wünscht, dass seine Anhänger nicht reich sind, kein eigenes Vermögen haben, dass sie nicht groß nachdenken sondern geistig arm sind, dass sie nicht erwachsen und mündig werden, sondern sein wie die Kindlein - alles Dinge, die eigentlich kein vernünftiger Mensch haben will!

Guckt doch an, was ein Christ im Leben zu erwarten hat: Ist er ein Sklave, soll er dienen und niggern, ist er ein König, soll er sich Gott unterordnen und AUCH dienen und niggern. Also hat man grundsätzlich die Rolle des Niggers.
Selbst wenn man anständig niggert, hängt es immer noch von Gottes Launen und Plänen ab, ob er einem nicht noch viel mehr Mist aufbürdet. Meistens reicht es ihm ja nicht, dass man ein demütiger Nigger vor ihm ist, sondern er testet das auch noch gern oder reizt die Unterwürfigkeit bis zum Exzess aus, so dass man selbst entgegen von Folter und Tod noch zu ihm stehen soll. Wenn man sich mal die frühen Christen und Jesus so anschaut: Er verbrauchte ihre Leistungsbereitschaft und ihre Dienstbarkeit oft bis zum Tod. Man schickte sie in den Zirkus und warf sie den Löwen vor und er verlangte, dass sie sich dort auch noch freuen und zu ihm halten - anstell, dass er sie gerettet hätte!

So gilt es, wie uns Maik ja jüngstens erklärt, als Gottes Beistand, dass er einem im Tod beisteht und bei einem bleibt, aber nicht, dass er einem vor dem Tod rettet. Kurzum: Gott knechtet und schindet die Menschen, verlangt von ihnen Treue und schindet und zwingt sie dann trotzdem oder gerade eben noch.

Sorry, aber so stell ich mir den Teufel vor!
Das ist doch ein Monster, der lust- und lebensfeindlich ist, der zwar von "Liebe" redet, aber Qual und Folter praktiziert, der nicht auf Augenhöhe als ehrbare Partner mit Menschen in einem Team bzw. einer liebevollen Familie umgeht, sondern Nigger und Kriecher haben will, die sich dann auch noch zamscheißen oder strafen lassen müssen, weil sie ihm nicht gut genug die Stiefel geleckt haben.

Ja wie gesagt, die einzige Frage ist eben noch, ob das mit dem Paradies nach dem Tod stimmt. Wir wissen es nicht. Nur irgendwie find ich es komisch, dass man ein Leben voller Leid führen muss, um dann eine Freude zu kriegen, denn Freude bahnt sich doch langsam an und von ihr müsste doch auch im Leben schon etwas zu merken sein?

Außerdem stinkt mir das einfach zu sehr nach mieser Motivation: Niggere gescheit und zahl schön dein Herzblut, noch mehr, noch mehr, das Beste ist noch immer nicht gut genug, dann kriegste später auch mal was ganz Tolles. Wir wissen ja, dass das im Leben meist NICHT so ist und man solche Sprüche (im der Arbeitswelt) meistens nur hört, damit man halt alles gibt und sich schön ausnützen lässt. Denn wer wirklich will, dass es mir einmal gut geht, der verlangt doch nicht von mir, dass es mir schlecht gehen soll

Ich stelle hiermit die Frage in den Raum: Ist der Christengott der wahre Teufel und sein "Teufel" viel eher der wirklich GUTE Gott, zumindest der menschenfreundlichere?


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RE: ist Gott der Teufel?

#2 von fool , 02.09.2011 19:21

Hmm, also meiner Meinung nach könntest du die Frage auch genauso gut umgekehrt stellen.
Falls es einen Gott gibt, was ich persönlich bezweifle, aber nicht weiß, dann ist er AUCH der Teufel.
Immerhin soll "Gott" ja Vollkommen sein und da geht das eine nicht ohne das andere...
UND JA, ich verstehe das auch nicht,was ich da schreibe.

>>Ich stelle hiermit die Frage in den Raum: Ist der Christengott der wahre Teufel und sein
"Teufel" viel eher der wirklich GUTE Gott, zumindest der menschenfreundlichere?<<

Also wenn ich die Bibel richtig verstehe, dann hat Gott doch den Teufel gemacht/erschaffen...
Luzifer, der Lichtbringer war einer der Erzengel, der es irgendwann Leid war keinen "eigenen Willen" zu haben
und Gott zu dienen... Also wurde er von Gott verbannt/verdammt...
Mit der Erschaffung der Menschen, denen Gott ja den freien Willen gelassen hat, hat er Luzifer dann den Rest gegeben...

Der "böse" Teufel der allgemeinen christlichen Vorstellung, der in der Hölle die Seelen quält,
ist soweit ich weiß auch eher eine Erfindung der Kirche.


Probier´s mal mit Gemütlichkeit
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RE: ist Gott der Teufel?

#3 von Nyx , 02.09.2011 20:00

Interessant
dazu las ich gestern etwas in meinem Roman der sich um die Beweisführung des Jenseits dreht und indem mittels eines hologrammes und Computerkrams der Papst einer neuen Religion aus dem Jenseits aufersteht spricht
und zwar sagt der:
Der Herr unser Gott hat eine böse Welt erschaffen und dann das Gute in sie eingesetzt um uns auf die Probe zu stellen.Der natürliche Zustand dieser Welt und der Nächsten ist das Chaos-Entropie. Das Böse ist der Normalzustand der Welt, und das Böse wurde lediglich aus einer kapriziösen Laune heraus in sie gesetzt. Gott hat uns nur zur Steigerung seines Vergnügens erschaffen.Das ist der einzge Grund unseres dasein. So, wie Kinder Bausteine aufeinander türmen und sie wieder umstossen , gestattet uns Gott immer höher und höher empor zu steigen und an Tugend, Güte und Ehre zu glauben-aber nur um uns mit willkürlichen Akten des Bösen wieder zurück in die Tiefe zu stürzen.Es gibt keinen Himmel, nur willkürliches Leid.Das Leben nach dem Tod ist genauso grausam und chaotisch wie das Leben auf erden- nur dass es von ewiger Dauer ist.es gibt kein entrinnen.Es gibt kein Karma.Keine Gerechtigkeit. Kein Elysium, in dem die Guten nach einem schweren Leben frieden finden.es gibt keine göttliche Ordnung , nur Chaos.Die Seelenwahrheit die ich euch nun enthüllen kann ist , dass Gott nicht existiert.Der Herr dem ich mein ganzes Leben lang gedient habe, und der Herr dem ich nun in alle ewigkeit zu dienen verdammt bin, ist nicht Gott.Es gibt nur einen Herrn, und er ist der Herr des Chaos und der Finsternis.Er ist der Teufel.Der leibhaftige Satan.


Da habe ich mir auch überlegt, was wenn das WAHR wäre?
Was würden die ganzen Gläubigen dann wohl tun?
Wenn es sich als Wahrheit heraustellt, dass alles was sie glaubten falsch ist und alles was sie den Nicht-Gläubigen androhten für ihren Nicht-Glauben, nun sie selbst auch trifft


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RE: ist Gott der Teufel?

#4 von fool , 02.09.2011 20:21

>>... Gott hat uns nur zur Steigerung seines Vergnügens erschaffen. ...<<
>>... Der natürliche Zustand dieser Welt und der Nächsten ist das Chaos-Entropie. ...<<

Klar, was soll ein Gott, der "Allmächtig/wissend" ist, denn sonst auch tun um sich noch einen "Kick"
zu verschaffen...,
außer Chaos zu schaffen und ein Wesen, das in diesem Chaos leben, lernen und sterben muss...

Die einzige wirkliche Überraschung die so ein "Gott" noch erleben kann/wird, ist die, das wir Menschen
uns nicht nur weiter entwickeln, sondern sogar soweit kommen, das wir "ÜBER" Ihm stehen
und uns dann überlegen, ob wir mit IHM erbarmen haben sollen, oder nicht...


Probier´s mal mit Gemütlichkeit
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RE: ist Gott der Teufel?

#5 von Default , 02.09.2011 21:39

Sollte es noch jemand interessieren, wie ich zu dieser „neutralen Position“ komme und warum ich eigentlich kein Atheist bin, der sei auf diesen Beitrag im alten Forum verwiesen. Es ist einfach so, daß ich keine widersprüchlichen Gottesbilder, Weltbilder und Selbstbilder mehr annehme. Das dort gezeigte Gottesbild/Weltbild ist das einzige, mit dem ich widerspruchsfrei zurechtkommen kann.

Besonders schwierig ist für mich der Widerspruch: Guter Gott – Böser Gott

Eigentlich und auch offiziell haben wir im Monotheismus einen Ein-Gott-Glauben, der übrigens auch schon im ersten Gebot Moses festgelegt ist. Aus christlicher Sicht ist daher der Glaube an den Satan für mich eine Auflösung des Ein-Gott-Glaubens.

Auf der anderen Seite ist es aber so: Als Kind lernst du vom lieben Gott, du nimmst daher einen guten Gott an. Wenn du aber einen guten Gott annimmst, so läßt sich das nicht durchhalten, und schon bald wirst du selbst einen bösen Widersacher-Gott dazu erfinden müssen. Ich meine, das hat erst einmal gar nichts mit den Ideologien der Kirchen und Religionen zu tun, sondern das ist logisch.

Satan, Teufel, Hölle und das alles soll ein Ansporn sein, mehr Gutes zu tun und so weiter um aus dem Sumpf der Unterwelt zu entkommen. Das Problem dabei ist, daß der Satan und die Hölle aus christlicher Sicht eine strafende Funktion haben. Es stellt sich aber heraus, daß ein strafendes Gottesbild krank machen kann.

Auch das ist für mich logisch, denn wenn du dich selbst bestrafst, so mußt du Teile von dir hassen, anderenfalls würde das nämlich keinen Sinn machen. Und hier schleicht sich dann eine gewisse Bewußtseinsspaltung und der Fundamentalismus ein.

Das Böse muß weggedrückt werden, notfalls kann man auch darauf schießen. Vermieden wird aber, das Böse anzuschauen, es zu erforschen. Man will es nicht sehen und auch nichts daraus lernen. In dieser Hinsicht ist für mich der Entrückkungsglaube der Evangelikalen eine Realitätsverweigerung im Endstadium. Welchen Sinn sollte es für mich machen, entrückt zu werden? Da müßte ich diese Welt schon so hassen wie die Christen, damit das einen Sinn machen würde.

Es gibt für mich einen einfachen Zusammenhang der für mich so aussieht: Wenn man die ganze Menschheit dazu missioniert hat, sich selbst und die Welt zu hassen, dann ist es nicht mehr weit bis zur Apokalypse.

Und wer die Apokalypse will, der darf auf keinen Fall auf diese Bibelzitate verzichten:

Zitat
Mt 16,24 Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.
Lk 14,26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein.



Nachdem Haßausbrüche Angst auslösen und zu viel Angst in Haß umschlagen kann, ist es natürlich sinnvoll, jede Angst aufzulösen. Das kannst du tun, indem du ganz und gar Haß wirst. Dann hat die Angst keinen Platz mehr. Und unter diesen Umständen wirst du auch keine Angst vor dem Tod mehr haben.

Diese Vernichtungsstrategie ist wichtig für jeden Haßprediger und Endzeitfanatiker. Also bitte das vormerken. Andernfalls wird es schwierig, die Apokalypse auszulösen.

Außerdem hat der Satan auch etwas Verschwörungstheoretisches. Das personifizierte Böse wird gesucht. Ich glaube mehr muß man dazu nicht sagen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, daß manche Christen dazu neigen, fast jede Verschwörungstheorie zu glauben.
Klickst du zum Beispiel einmal auf diese Seite:
http://der-weg.org/ (und klickst evtl. links auf "Lügen" )

freundliche Grüße

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RE: ist Gott der Teufel?

#6 von RAFA , 03.09.2011 01:01

Zitat von Nyx
Wenn es sich als Wahrheit heraustellt, dass alles was sie glaubten falsch ist und alles was sie den Nicht-Gläubigen androhten für ihren Nicht-Glauben, nun sie selbst auch trifft


Also ich find, da träfe es nicht die Verkehrten. Die, die ihr Leben lang in mit einem (Schein-)Heiligenschein verschleierter Gehässigkeit den anderen Leuten die ewige Folter wünschten, fiele dann ganz schön ein Zacken aus der Krone. Ich tät dreckig lachen.


Zitat von fool
Klar, was soll ein Gott, der "Allmächtig/wissend" ist, denn sonst auch tun um sich noch einen "Kick"
zu verschaffen...,


Ich hab ja gaaanz früher mal so schöne Engel-Teufel-Comix gemalt. Da habe ich dieses Thema so aufgegriffen: Gott dümpelt in der Leere dahin und ihm ist ätzend langweilig. Er erschafft ein zweites Wesen, Luzifer. Beide dümpeln in der Leere herum und ihnen ist ätzend langweilig. Da fängt Gott an und lagert eine Eigenschaft von sich aus sich aus (die fliegt dann als Farbklecks so in der Leere herum und umschwirrt die beiden, Gott und Luzifer). Kaum ausgelagert, merkt er schon, dass ihm ein Wille entsteht und Tendenzen in ihm zu rumoren beginnen und endlich etwas passiert. Drum lagert er gleich weitere, ähnliche und passende Eigenschaften zu der bereits ausgelagerten aus. Als er alles ausgelagert hat, was ihm aus dem Ungleichgewicht seiner Eigenschaften heraus NICHT gefällt und er nur noch das in sich hat, was klar gegensätzlich zum Ausgelagerten ist, nennt er das "gut". Weil Luzifer nicht einsieht, sich von Gott dominieren zu lassen, schnappt er sich die ganzen bunten Auslagerungen, also alles böse - und dann gehts endlich los, keiner langweilt sich mehr, beide haben 180 Blutdruck und sie fotzen sich bis in unsere Tage.


Zitat von Default
gelegt ist. Aus christlicher Sicht ist daher der Glaube an den Satan für mich eine Auflösung des Ein-Gott-Glaubens


So ist es auch: Zuerst war ein reiner Monotheismus und der eine Gott vereinigte Gutes und Böses in sich, er gab und nahm. Dann aber kamen die Menschen nicht zurecht damit und erfanden einen extra-Satan, damit Gott als gut bewahrt bliebe. Letzendlich dichteten die Menschen diesen Satan von Gott entfernt und gar als Gottes Gegner. Das ist insgesamt Unsinn und entspricht auch keinesfalls den metaphysischen Tatsachen: Es gibt nur Götter. Es geht ihnen wie den Menschen: Den einen Dingen sind sie gut gesinnt, den anderen böse/widrig. Einen rein guten Gott oder einen rein bösen Teufel gibt es nicht.


Zitat von Default
Da müßte ich diese Welt schon so hassen wie die Christen, damit das einen Sinn machen würde.


Wer die Welt hasst, der hasst auch sich selbst.


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RE: ist Gott der Teufel?

#7 von magnusfe , 12.09.2011 12:15

Wirklich, der EINZIGE Punkt, den man ihm ankreiden könnte, ist der christliche, nämlich dass nach dem Tod die dicke Rechnung kommt.

-> inwiefern ist dieser punkt deinem begleiter anzukreiden, macht er dir damit angst ?


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RE: ist Gott der Teufel?

#8 von RAFA , 12.09.2011 20:31

Nein.
KANN er auch gar nicht, weil was sollte er denn noch von mir wollen, er hat doch schon alles.


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RE: ist Gott der Teufel?

#9 von magnusfe , 13.09.2011 01:31

Wirklich, der EINZIGE Punkt, den man ihm ankreiden könnte, ist der christliche, nämlich dass nach dem Tod die dicke Rechnung kommt.

-> ich verstehe die bedeutung/aussage des obigen satzes nicht, kannst du ihn nochmal erklären ?


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RE: ist Gott der Teufel?

#10 von RAFA , 13.09.2011 22:31

Naja, dass man halt nach dem Tod wirklich in so einen feuerigen Folterkeller kommt, wie es die Christen glauben. Das wär natürlich ein eindeutiger Nachteil! Aber "so" kann man gegen den Teufel echt nicht meckern, ich bin sehr zufrieden mit ihm und seiner Gesellschaft, ein wirklich angenehmer Zeitgenosse.


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RE: ist Gott der Teufel?

#11 von Aslan , 14.09.2011 19:56

Zitat von RAFA
...ein wirklich angenehmer Zeitgenosse.


Noch ja...
Es gibt für den Teufel keine Veranlassung dies zu ändern, schließlich hat er dich ja schon.
Nur bei einem Sinneswandel würdest du Streß mit ihm bekommen.


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RE: ist Gott der Teufel?

#12 von RAFA , 14.09.2011 22:44

Bei einem Sinneswandel - egal in welcher Beziehung - hat man IMMER Stress: Die Freunde, die Umwelt, der Teufel und auch Teile von dir selbst... das alles muss mit deinem "neuen Ich" erst einmal zurecht kommen und das gibt immer Stress. Guck dir doch nur mal Ex-Christen an, was die für einen Stress haben: in ihrer Gemeinde, in der Familie... sie verlieren oft ALLES. Wenn das mal kein Stress ist? Kann der Teufel einen NOCH größeren Stress bieten?


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RE: ist Gott der Teufel?

#13 von Annaxim , 15.09.2011 07:08

Ganz Recht!
Lass Dich nicht von dem Christengesülz einschüchtern, Rafa....


Wenn man Religioten als Kinder erzählt hätte, die Geschichten von Adam, Moses und Jesus seien Märchen, und Grimms gesammelte Werke statt der Bibel in die Hand gedrückt hätte, würden sie heute noch an die Wiederkunft Rapunzels glauben.

 
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zuletzt bearbeitet 15.09.2011 | Top

RE: ist Gott der Teufel?

#14 von Aslan , 15.09.2011 07:49

Du überträgst das auf viele Situationen, was nicht verkehrt ist.
Was ich mit Sinneswandel meine, ist die Hinwendung zu Jesus selbst - dann macht der Teufel Stress.
Das trifft übrigens auch auf laue Christen zu, denn die lässt der Teufel in Ruhe.


Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht. Hebr. 11, 1

 
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zuletzt bearbeitet 15.09.2011 | Top

RE: ist Gott der Teufel?

#15 von RAFA , 15.09.2011 18:55

Zitat von Aslan
Was ich mit Sinneswandel meine, ist die Hinwendung zu Jesus selbst - dann macht der Teufel Stress.


Das weiß ich schon, dass du mit "Sinneswandel" die Bekehrung zum Christentum meinst. Aber ich wollte dir mit meiner Erklärung darstellen, dass das nicht an Jesus oder am Teufel liegt, sondern dass generell jegliche Arten von Sinneswandel Stress machen. Nehmen wir 3 Beispiele:

A war Satanist und wendet sich nun Jesus zu.
B war echter Christ und wendet sich nun Satan zu.
C war Punk, wendet sich jetzt dem Kapitalismus zu und wird ein echter Business-man.

Was passiert?

In allen 3 Fällen rasten erst mal die Freunde aus, weil sie ja meist ebenfalls Leute aus der alten Szene sind und den Kandidaten für ihre Interessen verlieren, sogar noch an die Gegenseite: "Sag mal spinnst du? Wie kannst du so einen Scheiß gut finden?!" In allen 3 Fällen darf der Kandidat mal flugs seinen ganzen persönlichen Bereich umstellen von den Tapeten bis zu den Klamotten, kann seine gesamte Bibliothek bzw CD-Sammlung entsorgen, neue Bilder an die Wände hängen und sich eindecken mit all dem Fummel, den er in seiner neuen Rolle braucht. Dadurch erfährt er dann auch, dass nun die Umwelt ganz anders auf ihn reagiert. Sein ganzes Leben ist auf einmal anders und das bereitet ihm natürlich Schwierigkeiten. Möglicherweise verdrängt er diese, denn der Wechsel war ja seine freie Entscheidung und er möchte ihn durchziehen. Durch die Verdrängung kommt es zu Ängsten, Unsicherheit im Alltag, Befürchtungen, Zweifel und sicherlich auch zu schlimmen Phasen des Hin-und-her-gerissen-seins. Es ist auch gut möglich, dass die neue Gruppe ihn nicht gleich anerkennt, weil er grobe Fehler im Verhalten macht, weil er das ja alles nicht gewöhnt ist. Dann kommt er nicht an, erfährt Rückschläge in seinen Plänen, die alten Freunde sagen: "Haben wir dir doch gleich gesagt!" oder vielleicht sogar: "Na, du brauchst uns überhaupt nicht mehr kommen, du Verräter" usw.

Diese Phase nennen Christen dann "Stress des Satans", dabei hat der Punk genau denselben Stress und der Christ, der Satanist werden will... DER hat erst einen Stress! Warum ist das nicht "Stress mit Gott"? Aber nein, das interpretieren Christen dann auch wieder als Attacke und Hinterlist des Satans. Ihr Christen interpretiert einfach ALLES Üble als Attacke des Satans und wenn ihr auf einer Bananenschale ausrutscht, dann war das auch der Satan ... wenn ihr euch aber fangt und DOCH nicht hinfallt, dann war das der Jesus. Aber ob es das auch wirklich IST? Das ist eben das Thema dieses Threads: Was treibt eigentlich Gott und was treibt eigentlich Satan? Ist Satan wirklich immer böse und Gott wirklich immer gut? Ist Gott nicht eigentlich in vielen Dingen genau das, was wir dem Teufel zurechnen würden, wüssten wir nicht, dass der heilige Gott das getan haben soll?

Oder guck: Wie interpretierst du, wenn ein Vater seine Kinder vor die Löwen schmeißt, nur weil sie nicht drauf gehört haben als er sagte: "Ihr sollt am Löwenkäfig Abstand halten"? Nun haben sie das nicht befolgt, der Löwe hat ihnen eine gewischt, sie sind verletzt und angeschlagen und was macht der Vater? Er packt sie und schmeißt sie dem Löwen direkt vor die Füße! Würde man denn DEN gemeinhin einen guten Vater nennen? Ja eigentlich nicht, oder? Im Gegenteil: Dieser Vater gehört doch sofort standrechtlich erschossen! Nur beim Gott... da traut man sich das halt nicht denken und da wagt man nicht, wirklich zu urteilen und da interpretiert man halt irgendwie rum, dass so gewisse Sachen noch ins "liebende" und "Gute" Konzept passen. Aber tun sie denn das wirklich?


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