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RE: Warum wird hier lieber über Gott und göttliches geredet, anstatt mit IHM zu reden?

#31 von grobian , 18.10.2012 09:28

Man sollte sich mal abgewohnen Gott nur eine Stufe über den Menschen zu sehen.
Wenn er zum Beispiel 3 Stufen über dem Menschen wäre dann wären wir ungefähr die Würmer.

 
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RE: Warum wird hier lieber über Gott und göttliches geredet, anstatt mit IHM zu reden?

#32 von 667-NeighbourOfTheBeast , 18.10.2012 10:27

Zitat von Gast im Beitrag #29
Warum müssen Kinder überhaupt sterben?
Warum läßt Gott Kinder gebähren, die eh sterben werden?
Warum bestraft Gott nicht die Mörder von Kindern?
Warum können auch Mörder Gläubige sein?
Warum läßt Gott Nicht-Gläubige uralt werden?
Warum hat Gott dem Menschen den Gedanken gegeben, töten zu dürfen?
Warum ist man nicht mehr Christ, nur weil man aus Geldmangel aus der Kirche austritt?
Warum hat Gott die Welt in verhaßte Religionen spalten lassen?
Warum hat Gott die Religion den Männern überlassen?
Warum hat Gott zugelassen, dass Frauen benachteiligt werden?
Warum erlaubt Gott den Menschen, die Welt kaputt zu machen, von der sie leben leben?
Warum läßt Gott die Menschen solange im Irrglauben, bis die Welt untergeht?
Warum überläßt Gott den Propheten die Religionsrichtung?
Warum läßt Gott zu, dass Prediger unterschiedlichen Glauben kund tun?
Warum macht Gott den göttlichen Glauben so kompliziert, dass alle meinen, sie glauben irgendwie richtig?
Warum läßt Gott Gotteshäuser errichten, wo doch der Himmel "das" Dach ist?
Warum läßt Gott die Menschen, die den Glauben an ihn verbreiten, höher entlohnen als jemand, der körperlich schwer arbeitet?
Was will Gott uns damit sagen, wenn wir Geld dafür geben müssen, damit uns der Prediger die Lehre seiner Gottheit erklärt, sollte dies nicht uneigennützig sein?
Warum muß man studieren, um die Lehre Gottes zu verstehen?
Warum läßt Gott nicht zu, an ihn zu glauben, ohne einer Religionsgemeinschaft anzugehören?
Warum muß man einer Religion zwingend angehören, um "Gottes Segen" zu bekommen?
Darf ich meine Seele nur in Gottes Hände legen, wenn ich dafür bezahle?
Warum kommt meine Seele in die Hölle, wenn ich an Gott glaube, aber dies ohne Religionszugehörigkeit tue?
Warum läßt Gott diese Fragen von Menschen beantworten, die ihn selber nicht kennen und ihn auch nicht einschätzen können?


Tja, besser kann man wohl kaum verdeutlichen, wie schwachsinnig das ganze Konzept ist.


Sapere aude, Du Penner! (Das Niveau)

 
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RE: Warum wird hier lieber über Gott und göttliches geredet, anstatt mit IHM zu reden?

#33 von RAFA , 18.10.2012 17:15

Zitat von BB
Wird Gott die Anhänger von Religionen bestrafen, die ihn so darstellen


Das ist eigentlich eins der Hauptargumente gegen die monotheistischen, strafenden Allmachts-und-Allwissen-Gott: Wie kann er zulassen, dass Kinder in Familien auf die Welt kommen, die ihnen seit Geburt an die "falsche" Religion lehren, die diese Kinder dann neurotischerweise ihr ganzes Leben lang nicht mehr aus sich raus kriegen und warum erklärt er nicht mal endlich unmissverständlich die einzig richtige Religion?

Naja, ganz klar: weil es keine EINZIG RICHTIGE Religion gibt!

Das ist eine ganz einfache, logische Rechnung:

WENN "Gott" auch nur annähernd das ist, was Menschen als "gerecht" verstehen, dann kann es definitiv NICHT sein, dass er Menschen bestraft, die von Geburt an eine "falsche Religion" gelernt bekommen haben.

WENN die Bibel wahr wäre, wäre es denkbar, dass Gott bis ins 4. Glied die Kinder dieser falschreligiösen Familien verflucht, aber spätestens nach dem 5. Glied müsste er dann mal Klartext reden und die armen Kindeskindeskindeskinder aufklären und "erretten".
Die "Errettung" müsste natürlich den Umständen entsprechend geschehen, also dazu reicht bereits nach menschlicher Erkenntnis NICHT, dass man diesen Falschgepolten einfach die "wahre Religion" verkündet, weil sie auf ihre falsche Religion total fixiert und konditioniert sind und jeglichen Verkündern natürlich nicht glauben! Das wissen bereits Menschen, wie viel mehr müsste das erst Gott wissen! Er weiß also, dass er ganz gewaltige Umkehr- und Errettungsprogramme gegenüber diesen falsch-konditionierten Opfern auffahren müsste. Ja, bittschön: wo SIND denn diese Programme?

Dass derlei Programme ersichtlicherweise NICHT gefahren werden, gibt es 2 logische Folgen: 1. Entweder, es gibt sowieso überhaupt keinen Gott - oder 2. es gibt keine einzig-wahre Religion und auch mit den vermeintlich "falschen" Religionen kann man sich Gott ausreichend annähern (!).
Letzteres ist übrigens was, was ICH denke: Es ist völlig egal, welche Religion man ursprünglich hat, man kann auf jeder die entsprechenden Erkenntnisse und Persönlichkeitsentwicklungen vollziehen - sogar im Satanismus
Ich glaube noch nicht mal, dass es auf irgendeiner Religion leichter oder auf einer anderen schwerer geht. Ich meine, es ist einzig wichtig, dass ein Mensch die für ihn passende Religion wählt.



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RE: Warum wird hier lieber über Gott und göttliches geredet, anstatt mit IHM zu reden?

#34 von Demogorgon , 18.10.2012 17:38

Zitat von RAFA im Beitrag #33
oder 2. es gibt keine einzig-wahre Religion und auch mit den vermeintlich "falschen" Religionen kann man sich Gott ausreichend annähern (!).
Letzteres ist übrigens was, was ICH denke: Es ist völlig egal, welche Religion man ursprünglich hat, man kann auf jeder die entsprechenden Erkenntnisse und Persönlichkeitsentwicklungen vollziehen - sogar im Satanismus
Ich glaube noch nicht mal, dass es auf irgendeiner Religion leichter oder auf einer anderen schwerer geht. Ich meine, es ist einzig wichtig, dass ein Mensch die für ihn passende Religion wählt.
[/blau]


Das erstaunt mich, Rafa. Sehe ich es richtig, daß Du damit auch dem Christentum und dem Islam Existenzberechtigung zusprichst und sagst Du, daß für manche Leute diese Religionen eben das Richtige sein könnten?

Ich frage, weil ich Dich bisher eher als Christenhasserin wahrgenommen habe und den Eindruck hatte, Du würdest diese Religion am liebsten auslöschen.

 
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RE: Warum wird hier lieber über Gott und göttliches geredet, anstatt mit IHM zu reden?

#35 von RAFA , 18.10.2012 18:37

Zitat von Demogorgon
Sehe ich es richtig, daß Du damit auch dem Christentum und dem Islam Existenzberechtigung zusprichst und sagst Du, daß für manche Leute diese Religionen eben das Richtige sein könnten?


Kurzum: JA.

Ja, ich denke, es gibt genug Idioten, die einfach nicht weiterkommen, keine neuen Erkenntnisse erringen und auch keine besondere Persönlichkeitsentwicklung auf die Beine kriegen, wenn man sie nicht mit "Zuckerbrot und Peitsche" - also Himmel und Hölle - in eine gewisse Schiene bringt.
Ich habe zudem schon Christen erlebt, die den dümmsten Scheiß von Adam und Eva ernst nahmen und glaubten, aber trotzdem auch ... oder gerade DESWEGEN auf dieser Basis beachtliche Fortschritte für sich schafften und es mit diesem dämlichen Modell schafften, sich mit der Welt in Einklang zu bringen und in Berührung mit ihrem Selbst zu kommen.

Ich bin der Meinung, dass es 1 "Ziel" im Leben gibt (also mal "so" gesagt, nä *unzulänglich herumgatz*). Ich nenne das Ziel jetzt einfach mal "x". Satanisten empfinden dieses Ziel und die Erreichung dessen, wenn sie sich endlich selbst so weit erkannt haben, dass sie wirklich wissen, dass sie selbst Gott sind - und Christen erreichen dieses Ziel "x", wenn sie ganz und gar in Jesus aufgehen und sich maximal selbst verleugnen - weil beides ist dasselbe.
Mit Sicherheit gibt es dieses Ziel "x" auch auf den islamischen oder jüdischen Weg zu finden. Ganz nah dran dürfte der hinduistische und buddhistische Weg sein. Die Psychologie (und Neurologie) bietet auch tolle Wege dort hin und ich halte es auch für möglich, dass man dieses Ziel auch beim Sport (!) für sich erreichen kann oder mit irgendwelchen körperlichen Übungen oder wenn man mit dem Fahrrad die Welt umrundet oder aus 35 km Höhe hupft oder auf den Mond fliegt oder was weiß ich. Kommt eben drauf an, wozu man der Typ ist.

Ganz wichtig ist, dass die jeweiligen Typen die jeweils zu ihnen passenden Methoden erwischen - aber ich glaube, das tun sie irgendwann alle sowieso.


Zitat von Demogorgon
sher eher als Christenhasserin wahrgenommen hab


sicherlich! Ich finde nichts bescheuerter als diese monotheistischen Verblödungsreligionen und ich verachte Leute, für die das der richtige Weg ist.
Ankommen können die aber trotzdem, denke ich.



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RE: Warum wird hier lieber über Gott und göttliches geredet, anstatt mit IHM zu reden?

#36 von Demogorgon , 19.10.2012 01:27

Hm, interessante Sichtweise. Ich neige dazu, Dir da zuzustimmen.

Aber könntest Du noch etwas mehr zum Ziel des Lebens schreiben? Das bleibt mir recht nebulös. Insbesondere ist mir nicht klar, warum die von Satanisten erstrebte Vergöttlichung und die christliche Selbstentäußerung dasselbe sein sollen.

 
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RE: Warum wird hier lieber über Gott und göttliches geredet, anstatt mit IHM zu reden?

#37 von Bierbaron , 19.10.2012 12:19

Zitat von RAFA im Beitrag #35

Zitat von Demogorgon
Sehe ich es richtig, daß Du damit auch dem Christentum und dem Islam Existenzberechtigung zusprichst und sagst Du, daß für manche Leute diese Religionen eben das Richtige sein könnten?

Kurzum: JA.

Ja, ich denke, es gibt genug Idioten, die einfach nicht weiterkommen, keine neuen Erkenntnisse erringen und auch keine besondere Persönlichkeitsentwicklung auf die Beine kriegen, wenn man sie nicht mit "Zuckerbrot und Peitsche" - also Himmel und Hölle - in eine gewisse Schiene bringt.
Ich habe zudem schon Christen erlebt, die den dümmsten Scheiß von Adam und Eva ernst nahmen und glaubten, aber trotzdem auch ... oder gerade DESWEGEN auf dieser Basis beachtliche Fortschritte für sich schafften und es mit diesem dämlichen Modell schafften, sich mit der Welt in Einklang zu bringen und in Berührung mit ihrem Selbst zu kommen.



Nur leider vermitteln die Religionen ihren Angehörigen aber auch falsche Werte. Sie erklären ihnen, dass die von ihnen gewählte Religion nicht nur für sie, sondern für jeden die einzig richtige ist und stellen jeden der ihr nicht angehört. unabhängig davon ob er einer anderen Religion angehört, als jemanden dar der etwas falsch macht. Anstatt sich auf Gemeinsamkeiten zu beziehen, wie die grundsätzlichen Werte die sie vermitteln und die bei allen Religionen recht ähnlich sind und auch für Nichtgläubige als ethische Grundwerte nachvollziehbar sind, grenzen sie auf religionsspezifische Unterschiede aufbauend aus.


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RE: Warum wird hier lieber über Gott und göttliches geredet, anstatt mit IHM zu reden?

#38 von Demogorgon , 19.10.2012 15:09

Zitat von Bierbaron im Beitrag #37
Nur leider vermitteln die Religionen ihren Angehörigen aber auch falsche Werte.


Nach welchem Kriterium falsch? Das ist alles subjektiv, weil es keine absolute Wahrheit gibt bzw. niemand sie vollständig erkennen kann.

Zitat von Bierbaron im Beitrag #37
Sie erklären ihnen, dass die von ihnen gewählte Religion nicht nur für sie, sondern für jeden die einzig richtige ist und stellen jeden der ihr nicht angehört. unabhängig davon ob er einer anderen Religion angehört, als jemanden dar der etwas falsch macht.


Das ist nur im Fundamentalismus der Fall. Die meisten Juden und Christen sind schon viel weiter und sehen andere Religionen als andere Wege zu Gott an. Bei den Moslems sieht es etwas anders aus, die sind prinzipiell fundamentalistischer, aber eben auch nicht alle.

Zitat von Bierbaron im Beitrag #37
Anstatt sich auf Gemeinsamkeiten zu beziehen, wie die grundsätzlichen Werte die sie vermitteln und die bei allen Religionen recht ähnlich sind und auch für Nichtgläubige als ethische Grundwerte nachvollziehbar sind, grenzen sie auf religionsspezifische Unterschiede aufbauend aus.


Es ist an sich kein Problem, wenn eine Gruppe sich von anderen abgrenzen möchte. Das ist Sache dieser Gruppe, also sollte man nicht immer so ein Theater darum machen.

 
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RE: Warum wird hier lieber über Gott und göttliches geredet, anstatt mit IHM zu reden?

#39 von Loki666 , 19.10.2012 15:34

Zitat

Nach welchem Kriterium falsch? Das ist alles subjektiv, weil es keine absolute Wahrheit gibt bzw. niemand sie vollständig erkennen kann

.


Für mich ist Richtig und Falsch was ich dafür erkläre, was ich als "Gut und Böse" erachte habe ich selber in der Hand und an dem Maßstab der mir gerecht erscheint oder mir einfach nur nützt, weil ich was will oder auch nicht. die meisten Religionen haben nämlich moralisch schon längst verkackt, was ich mit einer gewissen Schadenfreude sehe.


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RE: Warum wird hier lieber über Gott und göttliches geredet, anstatt mit IHM zu reden?

#40 von Bierbaron , 19.10.2012 16:23

@Demogorgon

Ich hoffe du bist keiner von denen, die jedesmal wenn jemand Worte wie "falsch", "richtig", "gut", oder "böse" verwendet, meinen die Subjektivität dieser Begriffe erklären zu müssen, nur weil man nicht jedesmal bei Verwendung eines dieser Worte ein "*" dahinter macht, um dann zu definieren was man unter diesem Begriff versteht. Was ICH bezüglich meines Beitrag als falsch ansehe, habe ich in dem Beitrag bereits beantwortet.

Das die Problemverursacher meist Fundamentalisten sind stimmt zwar, aber die sind es nun mal die sich in der Öffentlichkeit und den Medien darstellen und mehr Schäden anrichten, als die gemäßigteren Religionszugehörigen wieder relativieren. Und stimmt, es ist an sich kein Problem wenn eine Gruppe sich abgrenzen will, aber auf Gemeinsamkeiten aufbauen wäre förderlicher. Wir reden hier ja von Religionen und nicht von FC. St. Pauli Fans. Da erwarte ich mehr, als dass die Schäden die sie anrichten sich in Grenzen halten,


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RE: Warum wird hier lieber über Gott und göttliches geredet, anstatt mit IHM zu reden?

#41 von RAFA , 19.10.2012 17:20

Zitat von Demogorgon
Aber könntest Du noch etwas mehr zum Ziel des Lebens schreiben?


Der Weg zum Ziel "x" führt immer durch einen selbst. Es hat also keinen Sinn, das zu machen, was andere einem vorschreiben oder nachzumachen, was andere vormachen, sondern man muss für sich selber rausfinden, was für sich am besten ist.

Wenn man einen falschen Weg für sich gewählt hat und diesen auch nicht ablegt, dann führt er einen zum "Tod" (vielleicht gibts ja dann eine Wiedergeburt? Weiß mans?). Wenn man den richtigen Weg gefunden hat, dann führt er einen ins Leben.

Für Satanisten: das Leben bedeutet Selbst-sein. Ich BIN.
Für Christen: das Leben findet man (angeblich) durch das Sich-selbst-verleugnen (...aber fragt da mal lieber woanders nach, denn da bin ich auch der falsche Ansprechpartner).

Nur ein Augenblick dieses Lebens lässt einen die Ewigkeit begreifen (diese ist nämlich nicht zeitlich, sondern qualitativ).

Ich denke - und jetzt komm ich zu den buddhistischen Ideen - dass "x" die Auflösung des Egos/Ichs ist, dass es also den Tod des Ich-seins bedeutet. Wenn "man" das "überlebt" ... also "Überleben" ist gut , denn von diesem "man" bleibt ja dabei nichts übrig... ich meine: wenn man sich dem Punkt X annähert und dann darin ist und auf der anderen Seite wieder hinauskommt, also irgendwie DURCH kommt, dann gibt es einen nicht mehr.
Man sollte sich darunter auch nicht vorstellen, dass es einen dann schon noch gibt, man eben nur sein Ich abgelegt hat, weil definitiv bedeutet das Ablegen des ichs das Nichtmehrsein von MIR.

Die meisten Menschen haben darauf gar keinen Bock.
Drum könnt ihr euch damit ruhig Zeit lassen . Es läuft euch sowieso nicht davon .


Zitat von Demogorgon
...christliche Selbstentäußerung dasselbe sein sollen.


Neinein, es IST keinesfalls dasselbe - es führt zum selben Ziel - aber selbstverständlich auf anderem Weg. Die Erde ist eine "Kugel" und ob ich nun nach Norden los ziehe oder nach Süden, ich komme grundsätzlich irgendwann dort an, wo auch der ankommt, der in entgegengesetzter Richtung losgezogen ist.


Zitat von Bierbaron
Sie erklären ihnen, dass die von ihnen gewählte Religion nicht nur für sie, sondern für jeden die einzig richtige ist


Das ist ja das grundlegende Verbrechen an ihnen (im Übrigen: das Judentum sagt das NICHT).

Die Religionen zerstören unsere natürliche Liebe, sie killen das Sozialwesen indem sie das alles dogmatisieren bis man alles nur noch als seelischer Zombie tut und nichts mehr echt ist und die Religionen zerstören vor allem unsere Spiritualität und unseren Draht in "übermenschliche" Sphären. Sie lehren uns falsche Systeme und eine völlig falsche innere Haltung anderen Menschen, Geistern und vor allem Göttern gegenüber.

Also ICH vergleiche das gerne mit Tanzen: ich tanze ja voll gerne (hüpfe hektisch über die Tanzfläche und schüttel mich heftig), aber da gibt es auch den sog. latein-amerikanischen Standardtanz. In diesem ist alles tot, was ich auch nur entfernt mit Tanz und Musik verbinde. Vor allem tötet er jegliches natürliche Rhythmusgefühl oder das Feeling für das spezielle Lied, auf das man tanzt. Dieser Standardtanz presst alles nur in ein paar Schemen und tötet jegliche Individualität - sowohl die des Tänzers als auch die des Liedes. Ich könnte noch seitenweise darüber herziehen, wie bescheuert latein-amerikanischer Standardtanz ist, aberes gibt auch Leute, die finden gerade DAS voll toll! Ich kann das nicht verstehen, aber das liegt wohl auch daran, weil beides völlig unterschiedliche Herangehensweisen sind, völlig unterschiedliches Verständnis von Musik und Rhythmus, völlig andere Ziele, völlig andere Motive... ja, es ist ein wenig wie Christentum und Satanismus



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RE: Warum wird hier lieber über Gott und göttliches geredet, anstatt mit IHM zu reden?

#42 von Loki666 , 19.10.2012 18:29

Mir fällt nur gerade mein ehemaliger Karatelehrer ein, der sagte, der Weg ist das Ziel. Heute verstehe ich das so das ICH mein Weg bin und auch MEIN Ziel. Also wozu Gebote und Dogmen annehmen, die ICH eh breche, weil sie nicht ICH sind und auch nicht auf Meinem Weg liegen. Christentum war dem zu folge ein "Style" dessen Katas nie zu beherrschen waren, weil sie nicht meinem natürlichen "Bewegungsmustern" entspringen. das mit dem Tanz ist natürlich das schönere Beispiel, aber auf so was komme ich naturgemäß nicht. Karate ist vergleichbar mit Satanismus, den es geht darum sich selbst zu verbessern und sich selbst was zu geben, auch sein eigener Meister zu werden..Christentum ist da ehr wie verdroschen zu werden, weil man ja nur lernt die andere Wange hin zu halten.


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RE: Warum wird hier lieber über Gott und göttliches geredet, anstatt mit IHM zu reden?

#43 von RAFA , 19.10.2012 19:21

Zitat von Loki666
....hrer ein, der sagte, der Weg ist das Ziel


Nur beim SPAZIERGANG ist der Weg das Ziel.

Wenn jemand aus einem brennenden Haus rennt, solltest du ihm lieber nicht mit so einem Quatsch von Weg=Ziel kommen. Ich persönlich kann den Spruch schon gar nicht mehr hören, bin echt allergisch dagegen. Mir macht nicht einmal ein Spaziergang Freude, wenn ich mir nicht wenigstens ein fiktives Ziel setze.
Naja.


Zitat von Loki666
Also wozu Gebote und Dogmen annehmen


Also ICH finde Gebote und Dogmen wichtig, weil dann kann ich entscheiden, ob ich das jeweilige Dogma gut finde oder es ablehne und bekämpfe.

Ich finde nichts furchtbarer als die "freie Auswahl"

Ich bin ein soziales Wesen und finde es höchst wichtig, was die anderen finden, damit ich ihnen zustimmen oder widersprechen kann.



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RE: Warum wird hier lieber über Gott und göttliches geredet, anstatt mit IHM zu reden?

#44 von Bierbaron , 19.10.2012 21:10

Zitat von RAFA im Beitrag #43
Nur beim SPAZIERGANG ist der Weg das Ziel.

Wenn jemand aus einem brennenden Haus rennt, solltest du ihm lieber nicht mit so einem Quatsch von Weg=Ziel kommen. Ich persönlich kann den Spruch schon gar nicht mehr hören, bin echt allergisch dagegen. Mir macht nicht einmal ein Spaziergang Freude, wenn ich mir nicht wenigstens ein fiktives Ziel setze.


Nette Beispiele, aber die sagen über den Lebensweg nichts aus. Auf diesem Weg befindet man sich solange man lebt, der Weg ist die Gegenwart die wir leben. Diesen Weg NICHT mit einer positiven Einstellung zu gehen, wird sich durch das Setzen von Ziele nicht relativieren lassen.

Aber das Eine schließt das Andere nicht aus, es geht beides.


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RE: Warum wird hier lieber über Gott und göttliches geredet, anstatt mit IHM zu reden?

#45 von Loki666 , 19.10.2012 21:30

Nur beim SPAZIERGANG ist der Weg das Ziel.

Wenn jemand aus einem brennenden Haus rennt, solltest du ihm lieber nicht mit so einem Quatsch von Weg=Ziel kommen. Ich persönlich kann den Spruch schon gar nicht mehr hören, bin echt allergisch dagegen. Mir macht nicht einmal ein Spaziergang Freude, wenn ich mir nicht wenigstens ein fiktives Ziel setze.
Naja.
Also ICH finde Gebote und Dogmen wichtig, weil dann kann ich entscheiden, ob ich das jeweilige Dogma gut finde oder es ablehne und bekämpfe.

Ich finde nichts furchtbarer als die "freie Auswahl"

Ich bin ein soziales Wesen und finde es höchst wichtig, was die anderen finden, damit ich ihnen zustimmen oder widersprechen kann.

Das mit dem Weg und dem Ziel ist auch philosophisch zu sehen, ich dachte eigentlich, das du das weist RAFA, da du älter und auch erfahrener bist. Ich kann auch nur Spazieren gehen weil ich es will, Ziele können sich dabei ja unterwegs ergeben Ich kann mich übrigens auch ohne Dogmen frei entscheiden und wenn sie mich stören bekämpfe ich sie automatisch und da bin ich nicht so ein soziales Wesen wie du. Ich finde allein den Gedanken an ein Dogma belastend


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