Da latsch ich vorhin so durch die Stadt, läuft der stadtbekannte Christenflyer-Verteiler an mir vorbei und ruft mir nach ein paar Metern nach: "Ich versteh nicht, wie man sich auf die falsche Seite schlagen kann!" Ich drauf: "Seh ich umgekehrt genauso, hähähä
" Er wieder: "...auf die Verliererseite!" Leider war ich schon weiter gegangen und hätte zu laut zurückbrüllen müssen, dass er es noch verstanden hätte, aber meine Antwort wäre gewesen:
"Ich verstehe nicht, wie man sich für eine Seite prostituieren kann, nur weil sie (angeblich) die Gewinnerseite ist? Religion und Weltanschauung ist doch eine Angelegenheit der Überzeugung...?!"
...und in diesem Sinn möchte ich eigentlich mal fragen: Warum hast DU "deine Seite" gewählt?
Sicherlich hat jeder "seine Seite" deswegen gewählt, weil er sie erst einmal für wahr und Tatsache hält, aber darüber hinaus gab es doch dann sicherlich mehrere Varianten, sich dazu zu stellen. Wenn man z.B. das judeochristliche Weltbild für absolute Tatsache hält, dann hätte es doch immer noch die Möglichkeit gegeben, GEGEN Gott zu sein statt dafür. Warum habt ihr Christen euch nicht für den Satan entschieden, sondern für Gott?

