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RE: Wozu braucht man Gott?

#76 von Instant Karma , 06.03.2013 10:05

Zitat von RAFA
Nein! Man WOLLTE sich verdammt gerne klopfen, aber man DARF es nicht. Junge Männer dürfen sich weder in der Disco um Weiber klopfen, noch sonst irgendwie ihren Grant unter sich ausmachen, ja nicht einmal mehr auf dem Oktoberfest und im Bierzelt dürfen sie sich noch ordentlich fotzen.



...und nicht mal mehr die Mädels vergewaltigen. -Eine sehr beliebte Fortpflanzungsmethode unserer Vorfahren. Das wünschst du dir zurück?

Zitat von RAFA
Es sind nicht Autos, Technik oder Medizin, die unseren Lifestyle künstlich immer unnatürlicher machen,



Du betrachtest nicht ganzheitlich! Technik macht bequemer. Wer das Wasser aus der Leitung bekommt, der geht nun mal nicht 20 km am Tag für einen Eimer wandern. Wer in den Supermarkt geht, der schießt kein Wild und wer frische Erdbeeren und Pilze aus dem Regal bekommt, der pflückt sich nix im Wald. NATÜRLICH verändert die Technik unser Verhalten. Nun ist es Zeit, auch den Menschen zu verändern, damit es wieder passt.

Zitat von RAFA
es sind Moral und Gesetze, das Getue der Gutmenschen und das Mimimimi dieser ganzen Emo-Gesellschaft.



Moral ist auch keinesfalls mein Weg. Aber an Gesetzen kommt man nicht herum, um ein komplexes gesellschaftliches Zusammenleben zu ermöglichen. Sonst regiert das Gesetz der körperlich Starken und geistig Dummen. Ich finde es besser wie es jetzt ist, dass der dumme Pöbel keiin Geld verdient und in der Gosse bleibt, damit er nicht groß nerven kann.

Gesetze müssen dem Verstand entspringen. Das schließt moralische Gesetze aus und daher mag ich auch diese ganzen Gutmenschengesetze nicht, wie fast unbegrenzte Einwanderung usw..

Zitat von RAFA
aber wie oft wollt ich gern auf dem Tisch tanzen oder einfach rumhüpfen und feiern, aber das schickt sich ja nicht



Na dann geh' doch halt wo hin, wo es sich schickt. Glaubst du, das war jemals anders? Schau dir doch mal die Naturvölker an: Die haben auch ganz strikte Bräuche und wer sich nicht dran hält, kriegt 'n Speer in den Arsch. Es GEHT nun mal nicht anders. Menschen MACHEN sich Normen, egal wo! Das ist unsere Natur.

Zitat von RAFA
und: nein, ich mag nicht extra in einen Tanzclub gehen oder in ein Hüpf-Training, weil ich will nicht um 17:30 Uhr hüpfen, sondern gerade jetzt



Achso, ja. Die Welt dreht sich aber nicht um dich, Rafa. Da musst du halt mit leben. Du regst dich doch auch auf, über die blöden Jugendlichen. Warum versagst du dann anderen, dass sie sich über dein störendes Rumgehampel aufregen?

Zitat von RAFA
Schluss mit dieser ganzen kopfgesteuerten Ausbremse!



Lies den Abschnitt mal zu Ende: Es geht um kopfgesteuertes Beschleunigen!


 
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RE: Wozu braucht man Gott?

#77 von Demogorgon , 06.03.2013 22:07

Zitat von Instant Karma im Beitrag #76
...und nicht mal mehr die Mädels vergewaltigen. -Eine sehr beliebte Fortpflanzungsmethode unserer Vorfahren. Das wünschst du dir zurück?


Mich würde mal interessieren, welche Beweise oder auch nur vernünftigen Argumente es für die äußerst steile These gibt, Vergewaltigungen seien einst eine beliebte Fortpflanzungsmethode gewesen...


"Die Schwachen und Mißratenen sollen zugrunde gehn: erster Satz unsrer Menschenliebe. Und man soll ihnen noch dazu helfen.

Was ist schädlicher als irgendein Laster? – Das Mitleiden der Tat mit allen Mißratnen und Schwachen – das Christentum..."

(Friedrich Nietzsche, Der Antichrist, Kapitel 2)

 
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RE: Wozu braucht man Gott?

#78 von RAFA , 06.03.2013 22:27

Zitat von IK
...und nicht mal mehr die Mädels vergewaltigen.


Moment! Nicht immer gleich das Kind mit dem Bad ausschütten! Ich hab von Klopferei gesprochen, vom Bierzelt und von Discos, also von bestimmten Örtlichkeiten, wo man ja nicht hingehen braucht, wenn einem das nicht passt.

Und: Ja! In diesem Sinne bin ich auch für die Wiedereinführung der alten Bräuche in der Rauhnacht und ähnliches. Wenn ich nicht vergewaltigt werden will, dann geh ich halt an den Tagen/Nächten nicht fort.

Es geht einfach darum, dass wir in unserer verweichlichten Gesellschaft nur noch SPIELEN dürfen. Wir dürfen in einen Kampfsportverein und ein bisschen Halbkontakt machen, aber bittschön nicht mehr, weil da könnt was kaputt gehen. Wir dürfen uns "positiv ausdrücken", aber nicht klar sagen, wen wir für ein Arschloch halten - nur bestenfalls, wen NICHT. Es dauert nicht mehr lang, dann werden wir verklagt wegen eines schiefen Blicks!

Ja, da wünsch ich mir sehr wohl etwas "rauere Sitten" zurück, was NICHT wieder gleich "Mord und Totschlag" heißt.


Zitat von IK
Regal bekommt, der pflückt sich nix im Wald. NATÜRLICH verändert die Technik unser Verhalten. Nun ist es Zeit, auch den Menschen zu verändern, damit es wieder passt.


Sehe ich nicht so, denn lt. Evolution war es unsere Aufgabe, uns adäquat an die Technik und die Neuerungen anzupassen. Wir haben aber, seit wir uns von Maschinen bedienen lassen, nichts Neues erfunden, wie wir die nun brachliegenden Fähigkeiten und Energien zur Eroberung weiterer Bereiche nutzen, sondern wir lassen diese Potenziale einfach ungenutzt und werden fett und krank davon.

Das könnte ein tödlicher Fehler gewesen sein.

Noch tödlicher wird es garantiert sein, wenn wir jetzt auch noch die Fähigkeiten+Energien streichen. ICH gebe MEINE mal lieber NICHT ab, weil ich habe das Gefühl, dass ich die noch brauchen könnte.


Zitat von IK
Sonst regiert das Gesetz der körperlich Starken und geistig Dummen


Das halte ich für Christengeschwätz. Es regierte noch nie das Gesetz des körperlich Starken und geistig Dummen. Es regierte schon immer das Gesetz des Fitteren. Dazu gehört unter Umständen körperliche Stärke. Wenn das aber die Ober-Fitness bedeutete, hätte sich nichts anderes mehr entwickeln brauchen.

Und ernsthaft: wenn ein geistig Cleverer einem körperlich Starken unterliegt, dann kanns mit seiner Cleverness nicht so weit her gewesen sein, weil im Allgemeinen kommt man mit Cleverness überall eher zum Zug. Also erzähl mir nix von Mord und Totschlag und von Keulen und Steinschleudern.


Zitat von IK
Na dann geh' doch halt wo hin, wo es sich schickt.


Bis ich dort bin, hab ich schon wieder keinen Bock mehr dazu. Nein.

Nein, also ich registriere mit Erleichterung, dass sich in den letzten paar Jahrzehnten so manche Schicklichkeiten, Normen und Gesetze stark gelockert und verpisst haben, aber ich habe keinen Bock drauf, dass sich dafür an anderer Ecke neue aufbauen.


Zitat von IK
Die Welt dreht sich aber nicht um dich, Rafa.


MEINE schon.


Zitat von IK
Du regst dich doch auch auf, über die blöden Jugendlichen


Ich rege mich NICHT auf, das ist es ja. Ich werde einen Teufel tun und denen in den Kram meckern! Ich erkenne, dass es an MIR liegt und es eine Altersphasen-Erscheinung MEINERSEITS ist, dass ICH mich an denen ärgere - und das muss ich mit MIR ausmachen und nicht mit DENEN, schon gar nicht, indem ich denen was verbiete.


Zitat von IK
Es geht um kopfgesteuertes Beschleunigen!


Die traue ich noch keinem Kopf heutzutage zu und ob das in ferneren Zeiten je einer schaffen wird, halte ich noch für überaus fraglich.



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RE: Wozu braucht man Gott?

#79 von Astray , 07.03.2013 11:28

Zitat von RAFA

Und: Ja! In diesem Sinne bin ich auch für die Wiedereinführung der alten Bräuche in der Rauhnacht und ähnliches. Wenn ich nicht vergewaltigt werden will, dann geh ich halt an den Tagen/Nächten nicht fort.

Es geht einfach darum, dass wir in unserer verweichlichten Gesellschaft nur noch SPIELEN dürfen. Wir dürfen in einen Kampfsportverein und ein bisschen Halbkontakt machen, aber bittschön nicht mehr, weil da könnt was kaputt gehen. Wir dürfen uns "positiv ausdrücken", aber nicht klar sagen, wen wir für ein Arschloch halten - nur bestenfalls, wen NICHT. Es dauert nicht mehr lang, dann werden wir verklagt wegen eines schiefen Blicks!

Ja, da wünsch ich mir sehr wohl etwas "rauere Sitten" zurück, was NICHT wieder gleich "Mord und Totschlag" heißt.

Muß alles nicht sein, aber Du hast Recht: wir müssen schon gar nicht auf Zehenspitzen gehen - denn: es könnte ja ein herumliegendes Ei kaputtgehen!

Zitat von RAFA

Und ernsthaft: wenn ein geistig Cleverer einem körperlich Starken unterliegt, dann kanns mit seiner Cleverness nicht so weit her gewesen sein, weil im Allgemeinen kommt man mit Cleverness überall eher zum Zug. Also erzähl mir nix von Mord und Totschlag und von Keulen und Steinschleudern.

Das ist allerdings wahr. Außerdem geht es in der Regel gar nicht um Stärke, sondern um Zusammenhalt.
Dabei komt es zwar schon mal zu Manipulationen, aber: da muss man eben cleverer sein.
Es hat doch gar keinen Sinn und verdirbt jeden Spaß, gleich zu deinem Feind und Greifer zu laufen.

[quote="IK"]Es geht um kopfgesteuertes Beschleunigen!


Die traue ich noch keinem Kopf heutzutage zu und ob das in ferneren Zeiten je einer schaffen wird, halte ich noch für überaus fraglich.



Das geht. Aber es bedarf umfangreicher, zeitraubender Vorarbeiten.

 
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RE: Wozu braucht man Gott?

#80 von Instant Karma , 07.03.2013 12:08

Zitat von Demogorgon
Mich würde mal interessieren, welche Beweise oder auch nur vernünftigen Argumente es für die äußerst steile These gibt, Vergewaltigungen seien einst eine beliebte Fortpflanzungsmethode gewesen...



Na schau doch nur mal in die Länder wo es keine Gesetze gegen Vergewaltigung gibt, oder diese nicht wirklich angewendet werden. Indien ist ja grad ein großes Thema. Der Mann ist nun mal stärker und triebhafter als die Frau. Wenn er da nicht aufgehalten wird, dann nimmt er sich eben was er will. Das ist pure Logik und ich denke nicht, dass die Steinzeitmenschen da anders waren. Das ist nicht nur naheliegend, sondern auch wissenschaftlich gestützt:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16215662.html

"Eine "Naturgeschichte der Vergewaltigung" nennen die beiden Forscher ihr jüngst erschienenes Buch**. Ungeniert verkünden sie darin, der erzwungene Geschlechtsverkehr sei eine von der Evolution begünstigte Strategie. Männern, die sonst bei den Frauen abblitzen, biete sich so eine Chance, ihr "Ejakulat in den weiblichen Fortpflanzungskanal zu bringen" - und damit jenes Ziel zu erreichen, dem allein das Dasein aller Geschöpfe diene: Kinder in die Welt zu setzen."

Natürlich passt das den ganzen Gutmenschen und Feministinnen nicht, da die Natur ja etwas ausschließlich "Gutes" sei. Aber das ist sie nicht und als zivilisiertes Völkchen können wir in gewissem Umfang selbst bestimmen, welche archaischen Sitten wir noch wollen und welche nicht.

Zitat von RAFA
Wir dürfen in einen Kampfsportverein und ein bisschen Halbkontakt machen, aber bittschön nicht mehr, weil da könnt was kaputt gehen.



Ich MÖCHTE aber auch nicht kaputt gehen! Möchtest DU das? Wer das will, kann das MEINER Meinung nach gerne tun und sich in irgendwelchen Fight Clubs zu Brei hauen. Aber ich möchte davon nix und finde es gut, dass der Staat halbwegs dafür sorgt, dass mir da keiner ins Gehege kommt. Ich habe nämlich andere Ziele und Interessen als uga uga. Außerdem reicht das Spiel völlig aus, bei Leuten, die nicht ganz gestört sind. Wenn ich 'ne Runde jogge oder ein Ballerspiel spiele, habe ich keinerlei Aggressionen mehr übrig, um anderen auf die Füße zu latschen mit meinem eigenen Mist.

Zitat von RAFA

Nein, also ich registriere mit Erleichterung, dass sich in den letzten paar Jahrzehnten so manche Schicklichkeiten, Normen und Gesetze stark gelockert und verpisst haben, aber ich habe keinen Bock drauf, dass sich dafür an anderer Ecke neue aufbauen.



Ich bin für ein größtmögliches Maß an Freiheit, wobei meine eigene Freiheit durch die Freiheiten anderer GERINGSTmöglich eingeschränkt werden soll. Und dafür braucht man Gesetze, denn sonst kommt SOFORT jemand, der sich die Freiheit nimmt, andere zu unterdrücken und wir haben ein noch viel repressiveres System als jetzt.

Zitat von RAFA
MEINE schon.



Und die des durch dich Gestörten auch. Und nun?

Zitat von RAFA

Ich rege mich NICHT auf, das ist es ja. Ich werde einen Teufel tun und denen in den Kram meckern! Ich erkenne, dass es an MIR liegt und es eine Altersphasen-Erscheinung MEINERSEITS ist, dass ICH mich an denen ärgere - und das muss ich mit MIR ausmachen und nicht mit DENEN, schon gar nicht, indem ich denen was verbiete.



Du hast doch geschrieben , du hättest Angst, dass du denen mal irgendwann in die Parade fährst und dich furchtbar blamierst. Also schlummern tut das auch in dir. Du hältst dich also zurück, bändigst deine Emotionen mit dem Verstand und zeigst damit, dass du auch nur mit Wasser kochst.

Zitat von RAFA

Die traue ich noch keinem Kopf heutzutage zu und ob das in ferneren Zeiten je einer schaffen wird, halte ich noch für überaus fraglich.



Ich sprach da ganz konkret von meiner Art, wie ich das handle! Schau', ich war ja auch schon ein paar Mal in meinem Leben abhängig von diversen Substanzen. Ich hätte dabei bleiben können, ja. Für den MOMENT geht es einem ja auch sehr gut, aber langfristig fährt das Leben immer mehr in den Arsch. Drum habe ich mich für Entzüge entschieden, damit ich eines Tages davon profitiere, durch LANGfristiges Glück. Ich bin also nur oberflächlich auf die Bremse getreten. In the long run, hab ich erst richtig den Glücksturbo eingelegt.

Zitat von RAFA

Das halte ich für Christengeschwätz. Es regierte noch nie das Gesetz des körperlich Starken und geistig Dummen. Es regierte schon immer das Gesetz des Fitteren. Dazu gehört unter Umständen körperliche Stärke. Wenn das aber die Ober-Fitness bedeutete, hätte sich nichts anderes mehr entwickeln brauchen.



Christengeschwätz faselt von Gut und Böse und liefert ein gutes Beispiel dafür, dass über Jahrhunderte das Schwert den Verstand regiert hat.
Deine Gedanken springen bei der Evolution immer zu kurz: Natürlich regiert das Gesetz des Fitteren, aber es schlägt bei einiger Komplexität nun mal nicht ad hoc zu, sondern über gähnend lange Zeiträume. Drum brauchte die Entwicklung zu ersten Zivilisationen auch 100.000 Jahre und geschah nicht von heute auf morgen. Auch heute regiert vielerorts noch die Keule. Das ist in jedem Ghetto so und zeigt sich auch in islamischen Ländern sehr deutlich, wo jeder kluge Gedanke mit dem Tode bedroht ist. Gut, DAS sind natürlich auch Gesetze. Es sind aber eben genau die Keulenschwinger-Gesetze, die sofort enstünden, wenn man heute alle Gesetze abschaffen würde.

Zitat von RAFA
Wenn das aber die Ober-Fitness bedeutete, hätte sich nichts anderes mehr entwickeln brauchen.



Gesetze zum Beispiel. ;-)

Zitat von RAFA
Und ernsthaft: wenn ein geistig Cleverer einem körperlich Starken unterliegt, dann kanns mit seiner Cleverness nicht so weit her gewesen sein, weil im Allgemeinen kommt man mit Cleverness überall eher zum Zug. Also erzähl mir nix von Mord und Totschlag und von Keulen und Steinschleudern.



Auch hier wieder zu kurz gehüpft: Cleverness zahlt sich natürlich aus, braucht aber ebenfalls länger. Die Aufklärung hat Jahrhunderte gebraucht, weil die Konsequenzen der Keule nun mal schneller zu spüren sind. Die Klugheit besteht also auch darin, sich zurück zu nehmen. Drum steht sehr viel auf dem Spiel, wenn man die mühevoll aufgebauten Schutzwälle der Klugen (=Gesetze) einfach so einreißt. Dann hätte nämlich Mord und Totschlag und die Keulen und Steinschleudern Hochkonjunktur. Ein System ohne Gesetze ist auch gar nicht denkbar. Es würden ja sofort wieder welche entstehen. Nur werden DIE erstmal wieder von den Dummen und Starken gemacht, bis die Klugen sich über Jahrhunderte nach oben taktiert und wir wieder Gesetze wie heute haben. Nein, also das stellst du dir alles ein bisschen sehr einfach vor, für meinen Geschmack.

Das erinnert so ein bisschen an diese Kommunismus-Träumereien. Das hört sich zwar alles gut an, aber weil die Natur des Menschen nun mal nicht kommunistisch ist, fällt so ein Konstrukt sofort in sich zusammen.


 
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RE: Wozu braucht man Gott?

#81 von aiem , 15.09.2013 09:14

Wozu man Gott braucht? Um leben, um existieren zu können!

Und wenn es keinen Gott gibt? Dann treten im Grunde genommen nicht viel weniger mysteriöse Begriffe wie Natur, das Leben, oder die Evolution an Gottes Stelle.
Braucht man Leben?


Es macht nicht viel Sinn, sich gegen ein System aufzulehnen, dass man weder kennt noch versteht.

 
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RE: Wozu braucht man Gott?

#82 von Instant Karma , 15.09.2013 12:00

Zitat von aiem
Wozu man Gott braucht? Um leben, um existieren zu können!



Dann bin ich der perfekte Gegenbeweis, weil ich lebe vorzüglich ohne irgendeinen Gott.

Zitat von aiem
Und wenn es keinen Gott gibt? Dann treten im Grunde genommen nicht viel weniger mysteriöse Begriffe wie Natur, das Leben, oder die Evolution an Gottes Stelle.



Leben und Natur sind recht unspektakuläre Definitionen. Und wenn man die Evoultionstheorie erst mal verstanden hat, dann ist sie ganz und gar nicht mysteriös, sondern logisch und wasserdicht nachvollziehbar.

 
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RE: Wozu braucht man Gott?

#83 von grobian , 15.09.2013 12:47

Manche glauben sie/er könnten ihrer Seele ein warmes Nest geben.

Andere verstehen nichts von Physik und der Inflation beim Urknall
dann trauen sie Gott etwas zu.

Wieder andere brauchen eine strenge Erziehung mit/von einem Übervater.

Viele laufen mit ihren Gedanken gerne in den vorgebeteten und ausgetrampelten Pfaden.

Andere treiben gerne Verkehr mit Gottes Untergebenen den Erzengeln Engeln und Dämonen.

Nur wenige haben sich in die höheren Dimensionen Irrgärten verlaufen.

 
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RE: Wozu braucht man Gott?

#84 von aiem , 15.09.2013 13:00

Das ist bestenfalls der Beweis, dass es sich ohne an Gott zu glauben, gut leben lässt.

Leben und Tod, der für uns wahrnehmbare Teil der Natur mit seinen zyklischen Abläufen und Veränderungen (z.B. Evolution) - das alles ist uns so vertraut, dass wir es als selbstverständlich und nur selten als Mysterium betrachten.
Die Kraft dahinter aber, die von Gläubigen in ihrer letzten Instanz mit dem meist viel zu sehr vermenschlichten Begriff "Gott" bezeichnet wird, nehmen wir nicht wahr. Wir sehen, wie aus einem Samen eine Pflanze hervorgeht, die ihr "Wesen" wiederum in einem winzigen Samen konzentriert. Was wir aber nicht sehen, ist die "Lebenskraft", das treibende Agens hinter den Vorgängen. Vom Koch der Ursuppe sehen wir nicht einmal die Haube... Daher sagen wir, sie hat sich selbst "gekocht".


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RE: Wozu braucht man Gott?

#85 von Instant Karma , 15.09.2013 13:51

Zitat von aiem
Das ist bestenfalls der Beweis, dass es sich ohne an Gott zu glauben, gut leben lässt.



Das ist für mich gleich bedeutend, denn das was ich unter einem Gott verstehe, stirbt, wenn man es keinen Glauben schenkt.

Zitat von aiem
Leben und Tod, der für uns wahrnehmbare Teil der Natur mit seinen zyklischen Abläufen und Veränderungen (z.B. Evolution) - das alles ist uns so vertraut, dass wir es als selbstverständlich und nur selten als Mysterium betrachten.



Selbstverständlichkeit ist nicht der Grund, warum Menschen etwas mysteriös ist. Gewitter, Regen und Erdbeben waren auch früher schon allgegenwärtige Phänomene, verloren aber erst dann ihr mysteröses Moment, als man begann, diese Erscheinungen nachzuvollziehen.

Der Feind des mysteriösen Rumgeschwurbels und Verklärens ist also das Wissen und Verstehen.

Zitat von aiem
Wir sehen, wie aus einem Samen eine Pflanze hervorgeht, die ihr "Wesen" wiederum in einem winzigen Samen konzentriert. Was wir aber nicht sehen, ist die "Lebenskraft", das treibende Agens hinter den Vorgängen.



Ich sehe auch überhaupt keinen Grund eine "Lebenskraft" in Betracht zu ziehen, außer den, das Leben zu romantisieren mit irgendeinem Zauberkrams. Es gibt am Leben nichts, was der bekannten Physik grundlegend zuwider läuft.

Zitat von aiem
Vom Koch der Ursuppe sehen wir nicht einmal die Haube... Daher sagen wir, sie hat sich selbst "gekocht".



Das liegt daran, dass wir von selbstständig ablaufenden Wechselwirkungsprozessen sehr wohl die Haube sehen. Dass Naheliegende zugunsten eines wunschkonformen Phantasiewesens weg zu schmeißen, unterliegt dem selben Romantisierungsmotiv, das ich im letzten Beispiel schon angesprochen habe. Gut, die Babies KÖNNTEN vom Storch kommen und die Geschenke vom Weihnachtsmann und die Welt vom lieben Gott. -Trotz allem; es IST möglich, ja. Sich an so einer lächerlichen Restwahrscheinlichkeit aber fest zu beißen, nur weil man es gerne so glauben will, ist mir eines Erwachsenen unwürdig!


 
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RE: Wozu braucht man Gott?

#86 von aiem , 15.09.2013 14:29

Dass die Weihnachtsgeschenke für Kinder wie auch diese von den Eltern kommen, ist hinlänglich bekannt. Es kann aber niemand mit Sicherheit sagen, ob das Universum aus dem Nichts (!) entstand oder geschaffen wurde. In diesen beiden Fällen die Wahrscheinlichkeiten gleichzusetzen, ist reines Wunschdenken.

Im Übrigen bin ich strikt gegen jegliche Trennung von Wissenschaft und Religion: eine Religion, die die Wissenschaft fürchtet, disqualifiziert sich selbst, und eine Wissenschaft, die Gott als Unmöglichkeit hinstellt, ebenfalls.

Die Natur ordnet sich der Physik unter? Die Physik versucht die Natur zu beschreiben, wobei es, je weiter man in die Materie vordringt, immer "romantischer" wird (z.B. Stringtheorie mit ihrem ehrgeizigen Versuch QM und RT unter einen Hut zu bringen).


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RE: Wozu braucht man Gott?

#87 von Instant Karma , 15.09.2013 15:19

Zitat von aiem
Dass die Weihnachtsgeschenke für Kinder wie auch diese von den Eltern kommen, ist hinlänglich bekannt.



Nur bei einigen Gläubigen hat es sich noch nicht rum gesprochen.

Zitat von aiem
Es kann aber niemand mit Sicherheit sagen, ob das Universum aus dem Nichts (!) entstand oder geschaffen wurde.



Ich sehe an diesem Universum nichts Schöpferisches: Zu 99,999% herrscht Chaos und Unordnung und überall dort wo Struktur entsteht, passiert dies aufgrund von Wechselwirkungen beteiligter Objekte. So ist dann auch die Geschichte des Lebens die einer riesigen Kette an grausamen Misserfolgen und Fehlschlägen. Wenn das alles geplant sein soll, dann ist das ein stümperhafter, hässlicher Plan eines dümmlichen Amateurs, der grundsätzlich den umständlichsten Weg genau so wählt, als hätte man alles genauso sich selbst überlassen können.

Ich finde den Gedanken total unlogisch, dass dafür erst ein Gott entstanden sein müsse; also etwas hoch Geordnetes. Das macht die Sache nur unendlich unerklärlicher. Und das ist imo auch die Taktik der Gläubigen, wie sie sich gegenseitig was vor machen: Alles so zu verkomplizieren und unerklärlich zu machen, dass sie dann wieder zurück fallen können auf ihr "die Wege des Herrn sind unergründlich"-Gelaber. Bei DER Stelle fällt bei einigen Menschen dann echt der Vorhang runter, wo sie sich zurück lehnen und zufrieden geben und nichts weiter wissen wollen. Das ist aber ganz sicher nicht die Art, wie analytisch denkende Menschen an eine Sache heran gehen.

Wenn du mich fragst, ist gar nichts aus dem Nichts entstanden. Das Nichts hat es nie gegeben.

Zitat von aiem
Im Übrigen bin ich strikt gegen jegliche Trennung von Wissenschaft und Religion: eine Religion, die die Wissenschaft fürchtet, disqualifiziert sich selbst, und eine Wissenschaft, die Gott als Unmöglichkeit hinstellt, ebenfalls.



Man muss hier schon unterscheiden zwischen Gott als hypothetische Figur und der Relgion als solche. Die Religion beinhaltet nämlich eine Arbeitsweise, die eben genau anders der Wissenschaft verläuft:
Wo die wissenschaftliche Methode nach empirischen Beweisen und nachvollziehbaren Modellen verlangt, die sich behaupten müssen, will die Religion vernebeln und dogmatisch sein, damit die Gläubigen hoffen und beten können. Nein, das verträgt sich nicht und gehört auch nicht zusammen! Die Religion hat in der Wissenschaft nichts verloren.

Zitat von aiem
Die Natur ordnet sich der Physik unter? Die Physik versucht die Natur zu beschreiben,



Richtig. Und so lange der tausendfach bewährten Beschreibung der Grundkräfte nichts zuwider läuft, gibt es keinen Grund, sie über den Haufen zu werfen und eine neue Kraft zu postulieren. Das wäre dann eine unelegante Hypothese. Ein Modell muss erst dann umgekrempelt oder erweitert werden, wenn es zur Beschreibung nicht mehr ausreicht und ein geeigneter Kandidat im Raume steht. Und dann müssen auch richtig gute und aussagefähige Beweise her, denn sowas ist schon ziemlich starker Tobak.

Zitat von aiem
wobei es, je weiter man in die Materie vordringt, immer "romantischer" wird (z.B. Stringtheorie mit ihrem ehrgeizigen Versuch QM und RT unter einen Hut zu bringen).



Das ist ganz und gar das Gegenteil von dem was ich mit "romantisch" meine. Die Stringtheorie ist furztrocken und streng mathematisch. Da wird nicht schöngeistig rumgeschwurbelt, sondern knallhart hergeleitet und gerechnet.
Dass sich da dann einige ganz romantisch so bunte, quierlige Fädlein herbei phantasieren, die lustig im Kreis tänzeln, mag ja sein. Aber da kann die Wissenschaft ja nix für.


 
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RE: Wozu braucht man Gott?

#88 von aiem , 15.09.2013 20:17

Ich meinte auch die Strings. Die Mathematik zur Stringtheorie - es ist richtig, dass sie die eigentliche Grundlage ist -, ist äußerst anspruchsvoll: sie führt auch nicht zu einer, sondern zu mehreren Lösungen. Aus diesen kann man "bunte Fädlein" stricken. Es sind aber die Physiker, und nicht eine romantisch veranlagte olle Oma, die das tun.

Die Physiker sprechen deshalb von Chaos oder Unordnung, weil sie das System einer durchaus möglichen Ordnung nicht erkennen. Es ist auch von einem "geordneten Chaos" die Rede... Und wie viel vom Universum kennt man denn? Ist der instellare Raum mit nichts oder mit etwas gleichzusetzen? Wenn er etwas ist, was ist außerhalb des (kugelförmigen) Universums, und wenn er nichts ist, wie kann er gekrümmt oder ein Medium für Licht als Welle sein?

Es gibt so viele Fragen ohne Antwort...


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RE: Wozu braucht man Gott?

#89 von Instant Karma , 15.09.2013 21:11

Zitat von aiem
Aus diesen kann man "bunte Fädlein" stricken. Es sind aber die Physiker, und nicht eine romantisch veranlagte olle Oma, die das tun.



Sie stricken sie FÜR die romantisch veranlagte Oma, damit sie die Forschung daran weiterhin gut heißt. Deswegen spricht die Presse auch vom "Gottesteilchen", weil "Higgs-Boson" generiert nicht so viele Fördergelder.
Das ist alles nur Marketing! Mit der Wissenschaft dahinter hat das nichts zu tun.

Zitat von aiem

Die Physiker sprechen deshalb von Chaos oder Unordnung, weil sie das System einer durchaus möglichen Ordnung nicht erkennen.



WENN ich eine Ordnung nicht erkenne, warum sollte ich dann von einer ausgehen? Sicher: Streng genommen ist jede Unordnung eine Menge aus vielen kleinen Ordnungen. Auch ein verwilderter Wald hat - so gesehen - seine Ordnung.
Wenn ich so einen Wald aber ansehe, dann bekomme ich nicht den Eindruck, dass da ein hochbezahlter Gärtner mühevoll jedes Pilzchen wohl gepflanzt hat.

Wer ein bestimmtes Lebewesen plant, der lässt nicht erst Millionen Arten grausam aussterben, indem er mit Kometen um sich wirft und kommt dann über Milliarden Verwandtschaftsketten auf eine Art an sein Ziel, so dass der ganze Vorgang dann durch ein Modell beschrieben werden kann, das perfekt OHNE diesen Schöpfer auskommt.

Noch mehr KANN die Faktenlage doch gar nicht von einem Schöpfer hinweg weisen!


 
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RE: Wozu braucht man Gott?

#90 von magnusfe , 07.10.2013 06:02

aus christlicher sicht : um nach dem tod (sinnvoll) weiter zu leben in gemeinschaft mit diesem gott anstelle von getrennt von gott im jneseits planlos weiterzuleben


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