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den tod nicht schmecken

#1 von magnusfe , 25.09.2012 00:21

„Den Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommen sehen“
In Mt 16,28 weist Jesus auf sein Kommen in Herrlichkeit hin, das einige Jünger noch zu ihren
Lebzeiten erleben werden. Welches Ereignis deutet Jesus damit an?

1 Einleitung
Im Zusammenhang mit herausfordernden Worten zur Nachfolge, weist Jesus auf sein Kommen
in Herrlichkeit hin. Dieses Ereignis sollten einige Jünger noch zu ihren Lebzeiten erleben.
Diese Ankündigung von Jesus erscheint rätselhaft, denn Jesus ist bisher noch nicht in
Herrlichkeit wiedergekommen. Zumindest nicht in der Herrlichkeit, die wir in bezug auf das
Zweite Kommen von Jesus erwarten.
Was also könnte Jesus mit dieser Weissagung gemeint haben?
2 Der biblische Text Mt 16,28 (Mk 8,38-91; Lk 9,23-27)
Nach Luther 1984
Von der Nachfolge
24 Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst
und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. 25 Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's
verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden. 26 Was hülfe es dem
Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder
was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse? 27 Denn es wird geschehen, daß der
Menschensohn kommt in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er
einem jeden vergelten nach seinem Tun. 28 Wahrlich, ich sage euch: Es stehen einige hier, die
werden den Tod nicht schmecken, bis sie den Menschensohn kommen sehen in seinem Reich.
vgl. Mk 8,38 - 9,1
Von der Nachfolge
34 Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Wer mir nachfolgen
will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. 35 Denn wer
sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und
um des Evangeliums willen, der wird's erhalten. 36 Denn was hülfe es dem Menschen, wenn er
die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden? 37 Denn was kann der Mensch
geben, womit er seine Seele auslöse? 38 Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt unter
diesem abtrünnigen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschensohn
schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.
Die Verklärung Jesu
1 Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es stehen einige hier, die werden den Tod
nicht schmecken, bis sie sehen das Reich Gottes kommen mit Kraft.
Vgl. Lukas 9,23-27 Seite 2 von 5
Von der Nachfolge
23 Da sprach er zu ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein
Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. 24 Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es
verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's erhalten. 25 Denn welchen
Nutzen hätte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nähme
Schaden an sich selbst? 26 Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der
Menschensohn auch schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters
und der heiligen Engel. 27 Ich sage euch aber wahrlich: Einige von denen, die hier stehen,
werden den Tod nicht schmecken, bis sie das Reich Gottes sehen.
3 Auslegung des biblischen Textes
3.1 Kommentar von Gerhard Maier
1
Der nächste Vers (28) gehört wieder zu den rätselhaftesten im NT. Zwar ist das äußere
Verständnis leicht. Das »Amen, ich sage euch« ist uns seit Matth 5, 18 vertraut. Die »hier
Stehenden« sind die bei Cäsarea Philippi versammelten Jünger. Aber was meint Jesus mit der
Aussage: »Es gibt welche.. ., die den Tod nicht schmecken werden, bis sie den Menschensohn
in seiner Herrschaft kommen sehen« ? Bezieht sich dieses »Kommen« auf denselben Vorgang
wie V. 27, d. h. auf die Wiederkunft? Hat sich Jesus dann geirrt? Denn die Wiederkunft steht ja
noch aus! Vor einem ähnlichen Rätsel standen wir in Matth 10, 23. Und auch in Matth 24, 34
und 26, 64 wird es uns begegnen.
Nun haben wir bei Matth 10, 23 beobachtet, daß Jesus selbst darauf hinweist, daß bis zu seiner
Wiederkunft lange Zeit verstreichen und niemand das Datum kennen wird (vgl. Matth 13, 24 ff.,
32 f.; 18, 15 ff.; 19, 28; 21, 43; 23, 32.39; 24, 6 ff.; 36 ff.; 48 ff.; 25, 1 ff., 14; Apg 1, 7). Es ist
kaum anzunehmen, daß Jesus gleichzeitig auf eine lange Kirchengeschichte und eine kurzfristige
Wiederkunft vorbereitet hat. Deshalb müssen wir hier nach einem anderen Verständnis suchen.
Seit wann kann man von einer »Herrschaft« des Menschensohnes sprechen? Sicherlich seit der
Auferstehung, seit Jesus sagen konnte: »Mir ist alle Macht gegeben.« So sieht ja auch Stephanus
den Menschensohn zur Rechten des Vaters, d. h. in göttlicher Macht (Apg 7, 55). Ja, das ganze
NT verkündet, daß Jesus seit Auferstehung und Himmelfahrt Macht und Herrschaft empfangen
hat (vgl. Apg 10, 42; Rom 1, 4; 1. Kor 8, 6; Eph 1, 20 ff.; Phil 2, 9; Kol 1, 13 ff.; 2, 10.15; 1. Petr
3, 22; Off 1, 13 ff.). Allerdings wird seine Herrschaft erst bei der Wiederkunft sichtbar.
Besondere Aufmerksamkeit verdient noch Joh 14, 18 f., wo Jesus verspricht: »Ich komme zu
euch ... Ihr sollt mich sehen.« Dabei meint Jesus sein Kommen im Heiligen Geist.
Fassen wir zusammen:
Mit Auferstehung und Himmelfahrt hat Jesus seine Herrschaft angetreten. Eine Auswirkung
dieses Herrschaftsbeginns ist die Ausgießung des Heiligen Geistes. Beim Empfang des Heiligen
Geistes kann der Gläubige »den Menschensohn in seiner Herrschaft kommen sehen«. In der
Tat haben das einige der bei Cäsarea Philippi versammelten Jünger erlebt. Jesu Ankündigung hat
sich also erfüllt.

1
Gerhard Maier, Bibelkommentar Band 2, Matthäus-Evangelium, 2. Teil, Edition-C-Kommentar, Neuhausen:
Hänssler-Verlag, 1983, S. 19f Seite 3 von 5
3.2 Kommentar von William Barclay
2
Bei der zweiten Aussage handelt es sich um eine Verheißung. In der Wiedergabe bei Matthäus
hört es sich an, als hoffe Jesus auf seine sichtbare Wiederkehr zu Lebzeiten einiger, der ihm jetzt
Zuhörenden. Wenn Jesus tatsächlich so gesprochen hat, irrte er sich. Doch was Jesus wirklich
gemeint hat, erkennen wir, wenn wir uns dem entsprechenden Bericht des Markus zuwenden.
Dort heißt es: „Und er sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Es stehen etliche hier, die
werden den Tod nicht schmecken, bis daß sie sehen das Reich Gottes kommen in Kraft.“ (Mk
9,1). Jesus spricht hier vom Kommen des Reiches Gottes, und das hat sich auf köstliche Weise
bewahrheitet. Einige von denen, die ihm zuhörten, sollten das Kommen Jesu im Kommen des
Geistes zu Pfingsten miterleben; einige der Anwesenden sollten miterleben, wie Heiden und
Juden in das Reich Gottes gelangten, wie das Christentum über Kleinasien und Europa bis hin
nach Rom seinen Siegeszug antrat. Noch zu Lebzeiten derer, zu denen Jesus sprach, sollte das
Reich Gottes in Kraft kommen.
Auch das ist im Zusammenhang mit dem Vorhergehenden zu sehen: Jesus sagte den Jüngern,
daß er nach Jerusalem gehen und dort viel leiden und sterben müsse. Das bedeutete Schmach;
doch die Schmach bedeutet nicht das Ende. Auf den Kreuzestod folgte die Auferstehung. Der
Kreuzestod war nicht das Ende, sondern der Beginn eines Geschehens, das in seiner Kraft die
ganze Welt umfassen sollte. Hier wird den Jüngern Jesu Christi verheißen, daß nichts, was
Menschen zu tun vermögen, das Reich Gottes an seiner Ausbreitung hindern kann.
3.3 Kommentar von William MacDonald
3
16,28 Als nächstes machte Jesus die verwirrende Aussage, daß einige, die dort mit ihm standen,
»den Tod nicht schmecken« würden, ehe sie ihn und sein Reich kommen sehen würden. Das
Problem, das sich hier natürlich ergibt, ist, daß alle diese Jünger gestorben sind und doch ist
Christus noch nicht in Macht und Herrlichkeit gekommen, um sein Reich aufzurichten.
Das Problem löst sich, wenn wir die Kapiteleinteilung einmal übersehen und die ersten acht
Verse des nächsten Kapitels als Erklärung für diese rätselhafte Aussage betrachten. Diese Verse
beschreiben die Vorgänge auf dem Berg der Verklärung. Petrus, Jakobus und Johannes sahen
dort den verklärten Christus. Sie hatten wirklich das Privileg, Jesus schon jetzt in der
Herrlichkeit seines Reiches zu sehen. Es ist gerechtfertigt, Jesu Verklärung als ein Vorbild seines
kommenden Königreiches zu sehen. Petrus beschreibt das Ereignis als »die Macht und Ankunft
unseres Herrn Jesus Christus« (2. Petr 1,16). Die Macht und Ankunft des Herrn Jesus Christus ist
seine Wiederkunft. Und Johannes spricht von dem Erlebnis auf dem Berg als die Zeit, als »wir
seine Herrlichkeit angeschaut haben, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater« (Joh
1,14). Das erste Kommen Christi fand in Demut statt, sein zweites Kommen wird in Herrlichkeit
erfolgen. So wurde die Vorhersage von Vers 28 auf dem Berg der Verklärung erfüllt. Petrus,
Jakobus und Johannes sahen den Menschensohn, und zwar nicht länger als den demütigen
Nazarener, sondern als den verherrlichten König.

2
William Barclay, Matthäusevangelium 2, Auslegung des Neuen Testaments, Neukirchen-Vlyn: Aussaat Verlag,
1989
4,
S. 148
3
William MacDonald, Kommentar zum Neuen Testament (Gesamtausgabe), Bielefeld: CLV 1997, S. 105 Seite 4 von 5
3.4 Kommentar im „Brockhaus Kommentar zur Bibel“
4

Den Menschensohn kommen sehen in seinem Reich.
Markus schreibt »das Reich Gottes kommen sehen mit Kraft«.
Viele Ausleger sehen darin einen Hinweis auf die Parusie (Wiederkunft) und meinen, Jesus habe
sich hinsichtlich ihres Zeitpunkts geirrt. Aber die Weigerung Jesu, den genauen Zeitpunkt
vorherzusagen, und zahlreiche Hinweise auf einen längeren Zwischenabschnitt (13,32f; 19,28;
21,43; 24,6ff; 25,14) machen eine derartige Behauptung unhaltbar.
Will man einen Hinweis auf die Verklärung sehen, wird die Bezugnahme auf den Tod schwer
erklärbar, da dieser schon wenige Tage nach dieser Aussage erfolgte.
Sehr viel wahrscheinlicher handelt es sich um ein bedeutsames Ereignis nach dem Tode Jesu, das
sowohl seine Macht als auch sein Kommen in sich vereinigt. Vielleicht ist auf die Auferstehung
und Pfingsten Bezug genommen, weil Christus dort seine Herrschaft antritt (Röm 1,4; Eph 1,20;
Offb l,13ff) und im Geist kam (Joh 14,18f). Die Vollendung der Zusage für die Zukunft steht
noch aus.
3.5 Kommentar im NTD
Die Kommentare im „Neuen Testament Deutsch“ sind dünn.
Julius Schniewind
5
schreibt:
„Die Verheißung, daß einige Jünger Jesu Wiederkunft schauen werden, wird hier noch
deutlicher als bei Mk. und Lk. ausgesprochen.“
Eduard Schweizer
6
kommentiert hilflos:
„Jesus rückt also immer stärker von der Rolle des das Gericht entscheidenden Zeugen in
die des Richters und des Herrn des Gottesreiches. Ob Matthäus diese Ereignisse noch vor
dem Tod des letzten Jesusjünges erwartet, ist nicht sicher; vielleicht versteht er das Wort
vom „Nicht schmecken des Todes“ so, daß der Nachfolger im Wissen um den
überwundenen Tod und seine Auferweckung sterben darf.“
4 Zusammenfassung
Die meisten evangelikalen Bibelausleger sehen in der Weissagung einen Hinweis auf das
machtvolle Wirken von Jesus in seiner Auferstehung, seiner Himmelfahrt und der Ausgießung
des Heiligen Geistes an Pfingsten (Maier, Barclay, Brockhaus).
Dagegen sieht McDonald in dem angekündigten Ereignis die Verklärung von Jesus.

4
D. Guther & J.A. Motyer, Brockhaus Kommentar zur Bibel, Wuppertal: R. Brockhaus, 1980, S. 35
5
Julius Schniewind, Das Evangelium nach Matthäus, Das Neue Testament Deutsch, Göttingen: Vandenhoeck &
Ruprecht, 1937, S. 198
6
Eduard Schweizer, Das Evangelium nach Matthäus, Das Neue Testament Deutsch, Göttingen: Vandenhoeck &
Ruprecht, 1976, S. 226 Seite 5 von 5
Nach Schniewind bezieht sich Jesus auf seine zweite Wiederkunft, die jedoch nicht stattgefunden
hat.
Schweizer läßt die Deutung des Ausspruches offen.
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RE: den tod nicht schmecken

#2 von Hanna , 25.10.2012 07:01

Luther war Antisemit,hat zum Völkermord aufgerufen.Den nehmt ihr Christen ernst und beruft euch auf ihn???
Jesus wird wiederkommen.Auf einer Wolke.Er wird ALLE Kruzifixe der Erde,ALLE Schweine vernichten.

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RE: den tod nicht schmecken

#3 von Loki666 , 25.10.2012 07:11

Und selbst wenn er es war, durch seine Reformation, gab es erst religiöse Freiheit, was ich sehr begrüße. Sonst wäre Jeder hier gezwungen Christ zu sein. Genauer wir wären Alle Katholiken. Nix Islam.


Loki der Gesetzesbrecher unter den gemanischen Göttern, denn er lebt nach den Motto "Tu was du willst"
Ist keine Aufforderung zum Mist bauen oder einem Anderen zu schaden, sondern zu freien Willen.

http://www.lokis-mythologie.de/loki.html

 
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RE: den tod nicht schmecken

#4 von Demogorgon , 25.10.2012 14:22

Zitat von Hanna im Beitrag #2
Luther war Antisemit,hat zum Völkermord aufgerufen.Den nehmt ihr Christen ernst und beruft euch auf ihn???


Antisemitismus dürfte Dich doch am wenigsten stören als gute Muslima.

Zitat von Hanna im Beitrag #2
Jesus wird wiederkommen.Auf einer Wolke.Er wird ALLE Kruzifixe der Erde,ALLE Schweine vernichten.


Und welchen Zweck soll das haben?

 
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RE: den tod nicht schmecken

#5 von magnusfe , 25.10.2012 21:18

Luther war judenfeindlich und er hat die Kindertaufe befürwortet, aber trotzdem darf man gute Aussagen von ihm zitieren ... Prüfet alles das Gute behaltet ...


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RE: den tod nicht schmecken

#6 von Hanna , 27.10.2012 07:16

Welchen Zweck?Er wird den Islam verkünden:)
magnusfe:Klar,darf man:)

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RE: den tod nicht schmecken

#7 von grobian , 27.10.2012 12:04

Apropo Tod schmecken:

Oft denk‘ ich an den Tod, den herben,
und wie‘s am End ich ausmach‘.
Ich möcht‘ ganz leicht im Schlafe sterben
und tot sein, wenn ich aufwach‘.

Carl Spitzweg

 
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