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RE: Erlebnis in einem Mormonenforum

#16 von Maik , 28.08.2011 03:25

Zitat
Das ist halt das Problem unschlüssiger Thesen. Drum bin ich kein Christ.



Nein aber unschlüssig.

Zitat

Nur müssen die auch wissenschaftlichen Anforderungen genügen,



Wenn etwas nicht widerlegt ist, kann man nicht sagen das gibt es nicht.
Wenn etwas einen Nutzen hat, ist es nachprüfbar. Der Nutzen ist das Prüfergebnis.
Oder sagst du etwa das Fabeln keinen Nutzen haben, weil Tiere erwiesener Maßen nicht sprechen können?
Das wäre dumm. Genauso dumm wie gegen Religion anzugehen bzw. die Anhänger zu beschimpfen.
Kein Wissenschaftler macht das,es sei denn er hat dunkle Ziele.


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RE: Erlebnis in einem Mormonenforum

#17 von Annaxim , 28.08.2011 09:30

Zitat von Maik
Wenn etwas nicht widerlegt ist, kann man nicht sagen das gibt es nicht.


Doch kann man. Das hatten wir schon mal.
Wenn eine Behauptung wie "Gott existiert" im Raum steht, dann braucht man das nicht widerlegen. Dan genügt es schon, Belege für die Richtigkeit der Behauptung zu fordern. Wenn diese nicht folgen, darf man die Behauptung ohne Weiteres verneinen.

Zitat von Maik
Oder sagst du etwa das Fabeln keinen Nutzen haben, weil Tiere erwiesener Maßen nicht sprechen können?


Natürlic haben Fabeln einen Nutzen, Sie sind Metaphern die den Zweck haben, etwas zu verdeutlichen. Die meisten sidn sogar sehr nützlich!

Zitat von Maik
Genauso dumm wie gegen Religion anzugehen....


Warum?
Wenn Religionen gefährlich sind, ist es sogar unsere Pflicht sie anzugehen...


Wenn man Religioten als Kinder erzählt hätte, die Geschichten von Adam, Moses und Jesus seien Märchen, und Grimms gesammelte Werke statt der Bibel in die Hand gedrückt hätte, würden sie heute noch an die Wiederkunft Rapunzels glauben.

 
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RE: Erlebnis in einem Mormonenforum

#18 von RAFA , 28.08.2011 15:35

Zitat von IK
Auf der anderen Seite gibt es aber auch HJP usw., wo ich die Reflektionsfähigkeit eher im Minusbereich verorten würde.


Sie sperren sich natürlich alle mehr oder minder vehement gegen alle Einsichten, die nicht in ihr Konzept passen. Aber grad bei denen, die da gar so massiv auftrumpfen denk ich eben, dass die Zweifel auch gescheite Kraft haben: sonst müssten sie nicht so laut dagegen brüllen.


Zitat von IK
ne substanzinduzierte Psychose und weiß daher, dass man von fixen Ideen besessen sein kann, ohne auch nur eine Sekunde an ihnen zu zweifeln.


und warum denkst du heute anders? Weil irgendwas bei dem ganzen Spiel auf Dauer nicht hingehaun hat, in dem Fall wohl die Beschaffung der Substanz; aber ich denke, auch in anderen Fällen dauert das alles eine gewisse Zeit und dann kann es sich einfach nicht mehr halten.


Zitat von Maik
wird gezweifelt ist es unglaubwürdig.


weil nicht zu Ende gezweifelt wird: Im Allgemeinen wird nämlich dann nicht geprüft und logisch hinterfragt, sondern einfach der Zweifeslweg abgehackt.


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RE: Erlebnis in einem Mormonenforum

#19 von Instant Karma , 28.08.2011 22:08

Zitat von RAFA
dass die Zweifel auch gescheite Kraft haben: sonst müssten sie nicht so laut dagegen brüllen.



Stimmt, das gibt es auch. Trotzdem kann man auch aus Überzeugung laut werden, weil die andere Meinung einem bloß noch auf die Nerven geht.

Zitat von RAFA
Weil irgendwas bei dem ganzen Spiel auf Dauer nicht hingehaun hat, in dem Fall wohl die Beschaffung der Substanz



Richtig, so war es. In meinem Wahn war ich irgendwann so weit, dass ich auf die Substanz gar nicht mehr geachtet habe. Mir war den halben Entzug über gar nicht bewusst, dass ich überhaupt entziehe. Für einen Psychotiker hat alles einen Grund, nur eben selten den Richtigen. :-)
So hat meine Krankheit mich letztlich noch gerettet und wieder gesund gemacht. So einen romantischen Ausgang wird man bei einer angeborenen, hirnorganischen Störung aber selten erleben.

Zitat von RAFA
aber ich denke, auch in anderen Fällen dauert das alles eine gewisse Zeit und dann kann es sich einfach nicht mehr halten.



Das kann sein, muss aber nicht.
Man sollte Wahnideen niemals unterschätzen. Ich habe gedacht, dass ich einen Geheimauftrag der Regierung hätte, habe ein Doppelleben geführt, in dem ich meine Beobachtungsaufträges des Nachts ausgeführt habe, während ich tagsüber in die Schule ging, um dort tatsächlich noch meine Einsen und Zweien zu schreiben. Das Leben lässt sich auch mit einer Psychose hervorragend meistern. John Nash, der Urheber der Spieltheorie, hat mit seiner Schizophrenie einen Nobelpreis bekommen.

Es hätte ewig so weiter gehen können, alles was mich umgab, konnte ich in Sekundenschnelle in das Wahngerüst hinein bauen. Ich bin überzeugt: So ein kleiner Pychotiker steckt in jedem von uns. In dem einen mehr - in dem anderen weniger. Und ich glaube, je radikaler und fundamentalistischer die Ansichten sind, desto eher kann man den jeweiligen Ansichtsträger der ersteren Kategorie zuordnen.


 
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RE: Erlebnis in einem Mormonenforum

#20 von RAFA , 29.08.2011 18:45

Zitat von IK
Es hätte ewig so weiter gehen können, alles was mich umgab, konnte ich in Sekundenschnelle in das Wahngerüst hinein bauen. Ich bin überzeugt: So ein kleiner Pychotiker steckt in jedem von uns.


Ja, das ist ja das Blöde: Wahn ist ansteckend!

Also Wahn ist ja so, dass man halt irgendwann eine Wahnidee hat, meinetwegen "ich bin ein Geheimagent" und dann ein Wahnsystem darum aufbaut, also in der Nacht jedes vorbeifahrende Auto als Komplizen interpretiert, und sich so den Wahn immer wieder bestätigt: Klar bin ich ein Geheimagent, weil warum sollten nachts sonst die ganzen Autos bei mir vorbei fahren?

Das wirklich Blöde ist, dass man das Ganze nur dann durchschaut, wenn man die Wahnidee NICHT akzeptiert. In dem Moment, wo man sich denkt: "Naja, vielleicht hat er ja Recht, was wär eigentlich, wenn der wirklich ein Geheimagent wär?" ist man verloren, weil dann findet man ja auch die ganzen Beweise, nämlich die vorbei fahrenden Autos.

Nun möchte ich es nicht als "krank" bezeichnen, so eine Wahnidee anzunehmen. Es ist doch eher ein gesunder, normaler Vorgang in einem Dialog, sich mal zu denken: "Was wär denn, wenn der andere Recht hätte und nicht ich? Kann das vielleicht sein?" Das heißt: Wahn ist also gar nicht "psychotisch" in DEM Sinn, sondern er kann jeden treffen!


Zitat von IK
radikaler und fundamentalistischer die Ansichten sind, desto


Wahn hängt von der Unkorrigierbarkeit ab. Wenn einer nur etwas richtig findet, weil es halt seinem Geschmack entspricht, und sich davon auch nicht abbringen lässt, dann ist das normal, auch wenn es etwas Fundamentalistisches ist. Wenn es aber keine Geschmackssache, sondern ein Faktum ist, dann sollte man bereit sein, seinen Stand der Dinge der Realität anzugleichen. Das sind fast ALLE Gläubigen ab einem gewissen Punkt NICHT mehr.


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RE: Erlebnis in einem Mormonenforum

#21 von LDS Girl , 29.08.2011 19:17

Also, ich kann verstehen, dass er rausgeflogen ist. Denn das, was du da gesagt hattest auf LDS.net (da bin ich auch)stimmte hinten und vorne nicht. Außerdem sagen die Propheten der Kirche etwas ganz anderes.

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RE: Erlebnis in einem Mormonenforum

#22 von Instant Karma , 29.08.2011 19:22

Zitat von RAFA
Nun möchte ich es nicht als "krank" bezeichnen, so eine Wahnidee anzunehmen.



Nein, aber wenn man nicht mehr hinaus kommt.

Zitat von RAFA
In dem Moment, wo man sich denkt: "Naja, vielleicht hat er ja Recht, was wär eigentlich, wenn der wirklich ein Geheimagent wär?" ist man verloren, weil dann findet man ja auch die ganzen Beweise, nämlich die vorbei fahrenden Autos.



Das Beispiel mit den Autos ist gut gewählt, denn ich dachte tatsächlich immer, dass meine "Kollegen" mir zuhupen, um mich zu warnen oder mir Nachrichten zu übermitteln. Ich erinnere mich, dass ich ständig angehupt wurde... vielleicht jedes 10. Auto... was hab ich da nur angestellt?

Egal: Die Wahnfrage stellt sich überhaupt nicht. Selbst wenn sie von jemand anderem gestellt wird, sie ist vollkommen absurd! Man WEIß, dass man Recht hat, es ist einfach eingebrannt. Ja, das kann man sich kaum vorstellen, aber es ist wirklich so. Selbst als meine Krankheit abgeklungen war, hat es noch Wochen gedauert, bis ich mir meinen Irrsinn eingestehen konnte.


 
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RE: Erlebnis in einem Mormonenforum

#23 von Linda , 29.08.2011 19:45

Um zu zeigen, wie Mormonen denken, hier ein Zitat aus einem Leitfaden der Mormonen für Heimlehrer. Auch, wenn das Zitat alt ist, diese Denkweise ist bei Mormonen immer noch aktuell.

Zitat
Wenn unsere Führer sprechen, dann hat das Denken aufgehört. Wenn sie einen Plan vorschlagen, dann ist es Gottes Plan. Wenn sie den Weg zeigen, dann gibt es keinen anderen der sicher wäre ... Anders zu denken, ohne sofortige Umkehr, kann einem den Glauben kosten, könnte dessen Zeugnis zerstören und ihn als Fremder im Königreich Gottes zurücklassen. (Heimlehrbotschaft, "Die Generalautoritäten der Kirche unterstützen", 1945)



Und darum weigern sich Mormonen, sich mit ihrer eigenen Kirche auseinander zu setzen.


Wenn Vibratoren Rasen mähen könnten, wären Männer überflüssig. --- Janet Jackson

 
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RE: Erlebnis in einem Mormonenforum

#24 von Instant Karma , 29.08.2011 19:56

Ist ja echt krass... denen wird die Kritikfähigkeit gleich direkt mit ausgewaschen.

Resistance is futile!


 
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RE: Erlebnis in einem Mormonenforum

#25 von Cullensbrother , 18.02.2016 15:23

Hallo, liebe Linda!

Zuerst mal ganz herzliche Grüße von mir aus Rheinland-Pfalz; wir kennen uns ja durch Brieffreundschaft und Du warst ja auch mal bei der Regenbogen-NAK dabei:))
Es ist echt traurig was Menschen alles im Namen Gottes tun und lehren. Heute Hü, morgen Hott!
Und dann heißt es Gott habe seinen Willen geändert...
Früher war es in der Neuapostolischen Kirche leider ja auch sehr streng.
So viele unsinnige Verbote wurden als Gottes Wille gelehrt
Beispiele: Kinder durften sich nicht an Fasching verkleiden. Jugendliche und Erwachsene auch nicht.
Die Kinder beteten lieber darum krank zu werden als am Rosenmontag in den Kindergarten/die Schule zu gehen. Ein Junge namens Peter schrieb in der neuapostolischen Kinderzeitschrift: "Ich würde mir noch nicht mal einen Tupfer Farbe auf die Wange malen!"
Begründet wurde es damals(bis ca. Mitte der 90-er Jahre)
Jesus würde wenn er wiederkommt die verkleideten Kinder nicht als sein Eigentum erkennen.(Damals hieß es ja das Jesus NUR neuapostolische Christen mitnimmt wenn er kommt und verwandelt )
Heute gibt es bei Kindertagen in der Neuapostolischen Kirche sogar Schminkstände!
Kino war früher verboten und wer trotzdem ging hatte Angst-Denn es wurde gelehrt: Der Herr Jesus sucht Euch nicht an den Luststätten dieser Welt!
Jeder Kino-Film war verboten.
Vor einiger Zeit sagte mir eine neuapostolische Nachbarin das sie mit ihrem Mann, einem Amtsträger im Kino-Film "Honig im Kopf" war-heute sagt keiner mehr etwas gegen Kinobesuche.
Ich weiß sogar von dem Musiker Tilo Wolff( Lacrimosa, Gothic) das er in der Schweiz als ehrenamtlicher Priester in der Neuapostolischen Kirche tätig ist.
(Das ist auch im Netz zu finden mit Foto!)
Früher unvorstellbar ;ein neuapostolischer Priester mit zweifarbigem peppigen Haarstil der Gothic .Stil Musik singt...
Bezüglich Homosexualität ist es in der neuapostolischen Kirche hierzulande recht liberal-gibt sogar Segensgebete von homosexuellen Paaren
Jedoch in den afrikanischen Ländern sieht die Lage leider anders aus.
Menschen können viel tun im Namen Gottes-Gutes im Sinne von Jesus Nächstenliebe(der ja gerade sich für Menschen aus Randgruppen einsetzte)
oder Böses und Menschen im Namen Gottes auszustoßen oder in den Suizid gar zu treiben..
Lieber Gruß
vom Reggy!

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