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die tolleranz der rkk

#1 von pazuzu , 31.10.2011 17:11

Zitat
Witze über den Chef machen alle? Vermutlich. Doch wer für die katholische Kirche arbeitet, sollte sich davor besser hüten: Ein Caritas-Krankenpfleger hatte im Internet unter Pseudonym über den Papst gelästert - bei derartigen Beleidigungen darf fristlos entlassen werden, befand jetzt ein Gericht.




Stuttgart - Irgendwo muss man seinen Ärger ja rauslassen, dachte sich ein Krankenpfleger aus dem Bodenseekreis und veröffentlichte im Internet Texte über den Papst - unter Pseudonym. Dumm nur, dass der Mann für ein von der Caritas getragenes Krankenhaus arbeitete.


Denn obgleich er selbst seine Äußerungen als Satire bezeichnete - die katholische Kirche konnte darüber gar nicht lachen: Das Krankenhaus drohte dem Mann nach Bekanntwerden der Autorenschaft mit einer fristlosen, verhaltensbedingten Kündigung.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer einigten sich zwar letztlich auf einen Aufhebungsvertrag, doch wurde dem Mann erst nach Ablauf der zwölfwöchigen Sperrzeit Arbeitslosengeld bewilligt. Dagegen war der Mann vorgegangen. Die Stuttgarter Richter entschieden in dem Zusammenhang, dass eine Kündigung durch den Arbeitgeber rechtens gewesen wäre und hoben damit eine gegenteilige Entscheidung des Sozialgerichts Konstanz auf.

Das Gericht entschied jetzt: Einrichtungen der katholischen Kirche dürfen Angestellten fristlos und ohne vorherige Abmahnung kündigen, wenn sie den Papst beleidigen. Der Kläger habe sich auch außerdienstlich so zu verhalten, dass kein Widerspruch zu der Grundsätzen des kirchlichen Arbeitgebers entstehe, hieß es in der Mitteilung des Gerichts.

Mit "polemischen und auf niedrigem Niveau angesiedelten Äußerungen" gegen den Papst als Oberhaupt der katholischen Kirche habe der Kläger die katholische Kirche selbst angegriffen und seine Loyalität nachhaltig verletzt. Die Verwendung eines Pseudonyms ändere daran nichts, da der Kläger als Autor identifizierbar gewesen sei.

(Aktenzeichen: L 12 AL 2879/09)

lgr/dpa/dapd

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...,795032,00.html



mich haben sie gar nicht eingestellt nur weil ich nicht in der kirche war.
was wäre aber wenn ich als arbeitgeber jemanden nicht einstellen würde weil er
in der kirche ist?


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RE: die tolleranz der rkk

#2 von Aslan , 31.10.2011 19:14

Dann würde dieser Arbeitgeber wahrscheinlich irgendwann pleite gehen....


Die aktuelle Predigt - Thema: 3 Zeichen um Israel

 
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RE: die tolleranz der rkk

#3 von RAFA , 01.11.2011 14:40

Zitat von pazuzu
Ein Caritas-Krankenpfleger hatte im Internet unter Pseudonym über den Papst gelästert - bei derartigen Beleidigungen darf fristlos entlassen werden, befand jetzt ein Gericht.


Das ist aber nicht nur in christlichen Firmen so. Schließlich bin ich aus der Spedition auch inoffiziell/mündlich deswegen entlassen worden, weil ich auf meinem Blog über die Chefin hergezogen habe - obwohl ich nicht mal Namen nannte. Ich kenn außerdem einen Schüler, der nun von der Schule flog, weil er auf Facebook über den Rektor der Schule "gelästert" hatte. Das alles sind keine christlichen Institutionen gewesen, also sowas passiert in den besten Kreisen.

Einerseits finde ich es echt traurig, dass die Leute so sensibel sind und sich über so einen Scheiß aufregen. Ein guter Chef, Rektor oder Boss sollte doch weit über so etwas erhaben sein. Es ist doch das Natürlichste von der Welt, dass die Untertanen über die Obrigkeit lästern und ein Chef sollte deswegen nicht so tun als wüsste er das nicht oder als ließe er sich von so einem Tratsch aus dem Konzept bringen.

Andererseits muss ich aber auch zugeben, dass sich ein Chef seine Mitarbeiter nach eigenen Vorlieben aussuchen dürfen sollte. Hey, wenn ich ne Firma hätte, dann will ich auch nur Leute einstellen, die mir sympathisch sind und von denen ich denke, dass sie mit mir auf gleicher Wellenlinie liegen. Als Vermieter darf ich mir ja auch aussuchen, welche Mieter ich nehme und da achte ich auch ganz sorgfältig drauf, dass hier nur Metaler und Punks wohnen und keine Nazis oder Christen und schon gar keine Muslime oder irgendein frauenverachtendes Gesockse - so weit meine ganz persönlichen Vorlieben, nach denen ich mir mein Umfeld aussuche, natürlich auch im geschäftlichen Bereich so weit das geht. Offiziell nenne ich freilich andere, neutrale Gründe, warum solche Herrschaften leider keinen Treffer landen konnten.

So ein Angestelltenverhältnis ist ein Geschäft: Der eine verkauft seine Arbeitskraft und der Andere zahlt dafür Geld. So wie ich nicht in einem Laden kaufe, von dem ich weiß, dass die Besitzer Zeugen Jehovas, Mormonen oder sonst welche Christen sind und so wie ich mir auch beim Tonsberg nix gekauft habe, obwohl ab und zu irgendein Fummel drin ausgestellt war, der mir doch gefallen hätte und den ich gekauft hätte, wenn der Laden nicht grad von Nazis betrieben worden wäre, und so wie ich wünsche, dass ich mir auch weiterhin frei aussuchen kann, von wem ich was kaufe oder verkaufe, so wünsche ich mir auch, bestimmen zu können, mit wem ich zusammen arbeite. Ich bewerbe mich nicht bei Christen, Muslimen oder sonst irgendwelchen Typen, die ich nicht leiden kann und wenn ich Arbeitgeber wäre, würde ich auch solche Leute nicht einstellen. Das hat damit zu tun, dass ich keinen Bock haben, jeden Tag 8 Stunden mit irgendwelchen Typen Kontakt haben zu müssen, deren Überzeugung ich verachte, am liebsten aus der Welt geschaffen haben wollte und die mich auch ärgert. Schließlich bin ich nicht Maschine, sondern Mensch - auch und gerade in der Arbeit und ich achte darauf, dass besonders das Menschliche an mir auch am Arbeitsplatz genügend Raum hat.

Es ist schade, dass man das nicht klipp und klar sagen darf!

Meine Güte: Meine Oma hat noch Zeitungsanzeigen für Wohnungen gesetzt, da stand drin "nicht für Schüler, Studenten und Ausländer". Das war noch gar nicht so lange her! Gut, heute ist das verboten. Drum schreibe ich das NICHT in meine Inserate. Ich lasse die Deppen halt anrufen und wenn ich dann schon am Telefon höre: "Ich rufen wägen Wohnung, sein noch frei?", dann sage ich "nein, tut mir Leid, ist schon weg" und fertig. Das Gespräch, die Telefongebühr, die Zeit, die Hoffnung auf den Deal und die Enttäuschung hätten wir uns beide sparen können, dürfte ich das gleich von vorne herein in der Anzeige erkenntlich machen: Leute mit nicht-metaliger und nicht-punkiger Mentalität nehme ich nicht, fertig .


Zitat von pazuzu
Der Kläger habe sich auch außerdienstlich so zu verhalten, dass kein Widerspruch zu der Grundsätzen des kirchlichen Arbeitgebers entstehe


Zum Beispiel haben sich auch Polizisten und Beamte außerdienstlich so zu verhalten, dass sie dem Bürger ein Vorbild abgeben. Das heißt: Geht ein Beamter in seiner Freizeit auf eine private Party, trinkt er was, hockt sich ans Steuer und gerät in eine Alkoholkontrolle, dann ist nicht nur sein Führerschein futsch, sondern auch sein Job! Bei jeglicher Art von Straffälligkeit - angefangen vom banalen Ladendiebstahl bis zu leichter Körperverletzung, mal a Watschn im Bierzelt, oder auch nur eine straffällige Beleidigung - der Beamte kann deswegen seinen Job verlieren! Er ist übrigens auch in seiner Freizeit angehalten, Amtshilfe zu leisten, wenn was geschieht.

Ja mei, wenn mir das nicht passt, dann darf ich nicht bei so ner Stelle anfangen!


Zitat von pazuzu
mich haben sie gar nicht eingestellt nur weil ich nicht in der kirche war.


ach, sag bloß!: bei welcher kirchlichen Institution hast du dich denn beworben?



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RE: die tolleranz der rkk

#4 von Annaxim , 01.11.2011 15:24

Zitat von RAFA
Das ist aber nicht nur in christlichen Firmen so. Schließlich bin ich aus der Spedition auch inoffiziell/mündlich deswegen entlassen worden, weil ich auf meinem Blog über die Chefin hergezogen habe - obwohl ich nicht mal Namen nannte. [/blau]


Was mich nachdenklich macht, ist wie sehr sie sich bemüht haben muss sogar anonyme Blog Beiträge zu analysieren.

Arme Menschen sind das!


Kennzeichen von Religionen ist die Immunisierung gegenüber Kritik.

 
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RE: die tolleranz der rkk

#5 von pazuzu , 01.11.2011 15:40

rafa du wunderst dich doch nicht wirklich .

es waren die caritas und das diakonische werk
ewig her.


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RE: die tolleranz der rkk

#6 von Instant Karma , 01.11.2011 16:04

Zitat von RAFA
Ja mei, wenn mir das nicht passt, dann darf ich nicht bei so ner Stelle anfangen!



Sehe ich auch so, aber DANN muss es auch für alle gelten! Sonderregeln für einen Verein, sehe ich nicht ein.

 
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RE: die tolleranz der rkk

#7 von RAFA , 01.11.2011 16:30

Das sollte für alle gelten, ja! Da bin ich schon lange dafür, dass zumindest diese ganzen mimimimi-Gesetze verschwinden! Meine Güte: Beleidigung?! Das lernt man doch schon im Kindergarten, da drüber zu stehen.



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RE: die tolleranz der rkk

#8 von Zahnfee , 04.03.2012 12:09

Ich finde es ist schon ein unterschied ob ich dem Chef unter vier Augen sage dass er ein Depp ist oder ob ich es öffendlich mache. Bei einer öffendlichen Beleidigung ist der Chef gezwungen zu handeln das seine Autorität vor allen in frage gestellt wird außerdem ist es Betriebsschädigung.

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RE: die tolleranz der rkk

#9 von RAFA , 04.03.2012 22:13

Ja klar, aber sei mir mal nicht bös: Was ist denn das für ein Armutszeugnis für einen großen, tollen Chef, wenn er mimimimi-igerweise den großen Bruder Staatsgesetz ruft, weil ihn so ein billiger Arbeiter einen "Deppen" genannt hat? Wenn dieser Chef wirklich so toll ist, sollte er doch andere Möglichkeiten haben, seine tolle Position zu behaupten, so dass es ein Arbeiter vor Ehrfurcht und Achtung gar nicht wagen würde, ihn als Deppen hinzustellen.



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RE: die tolleranz der rkk

#10 von Zahnfee , 05.03.2012 19:52

Nachdem es bei uns in Deutschland ein Arbeitsgericht gibt und ein Arbeitsschutzgesetz hat sich auch der Papst an diesen Weg zu halten. Auch wenn es eine kirchliche Einrichtung ist, bleit es dennoch ein ganz normaler Arbeitsplatz. Von dem her ist es egal wer der Cheffe ist, in dem Fall gibts nur diesen weg ;-)

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RE: die tolleranz der rkk

#11 von 667-NeighbourOfTheBeast , 07.03.2012 13:43

Zitat
Was mich nachdenklich macht, ist wie sehr sie sich bemüht haben muss sogar anonyme Blog Beiträge zu analysieren.


DAS hab ich mich auch gefragt, und vor allem, wie die das rausgefunden haben?

Wie muß man als Kirchenangestellter eigentlich zu Kinderschändung stehen? Gemäß den moralischen Vorgaben dagegen und gleichzeitig aus Loyalität dafür?


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RE: die tolleranz der rkk

#12 von schelem alach , 07.03.2012 15:27

Wie muß man als Kirchenangestellter eigentlich zu Kinderschändung stehen?


Genauso wie jeder andere GESUNDE MENSCH, aber das Böse ist überall und makiert sein Revier, es wird aber nicht gewinnen!


Amen, Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke
unserem GOTT in alle Ewigkeit. AMEN

 
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RE: die tolleranz der rkk

#13 von 667-NeighbourOfTheBeast , 07.03.2012 15:39

Aber was ist dann mit der Loyalität?
Die Kirche klagt ja sogar gegen die Bezeichnung "Kinderficker-Sekte". Nicht weil sie keine wäre, sondern weil man doch bitte das Maul halten soll.


Sapere aude, Du Penner! (Das Niveau)

 
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RE: die tolleranz der rkk

#14 von schelem alach , 07.03.2012 16:17

Nun, wenn Dein Bruder ein Kinderficker ist, im selben Haus mit der ganzen Familie lebt, und die ganze
Ortschaft sagt diese Familie ist eine Kinderfickersekte, was würdest Du tun(?), was kann ein anderes Mitglied der Familie
dafür das Dein Bruder dies TAT, seid ihr dann alle KINDERFICKER! Loyal Deinem Bruder gegenüber wäre es zu sagen "JA" wir sind es,
loyal dem OPFER gegenüber "NEIN", dann wäre es gut zu sagen Dein Bruder braucht HEILUNG wenn es nicht zu spät ist.
Das aber entscheidet GOTT was mit diesen Menschen geschieht die so etwas tun, wie könnte ein Mensch einen anderen strafen,
es wäre im egal, GOTT hat aber die passende STRAFE für jeden INDIVIDUELL geschneidert! Glaub mir. AMEN


Amen, Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke
unserem GOTT in alle Ewigkeit. AMEN

 
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RE: die tolleranz der rkk

#15 von Zahnfee , 07.03.2012 17:46

Du wiedersprichst dir selbst Schelem. Wenn Gott für jeden die passende Strafe hat, was ist dann mit dem verzeihenden Gott. Weißt du, ich hab mir oft Gedanken darüber gemacht wenn in Amerika ein Mörder zum Tote verurteilt wird. Wer ist da der bessere und wer der Schlechtere? Der eine begeht den Mord aus persönlichen Gründen der andere aus gesetzlichen, die Tat ist die gleiche.

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